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Hessische Biografie

Portrait

Karl Weigand
(1804–1878)

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GND-Nummer

119133733

Weigand, Karl [ID = 2671]

* 11.4.1804 Nieder-Florstadt, † 30.6.1878, evangelisch
Prof. Dr. phil. – Lehrer, Pfarrer, Professor, Germanist, Philologe
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • 1821-1824 Lehrerseminar Friedberg
  • 1824-1829 Hauslehrer der Söhne des Generals von Müffling, sonst Weiß genannt, in Mainz
  • 1830 Maturitätsprüfung in Gießen, Studium der Theologie und der Philosophie in Gießen (bei Schmitthenner), Abschluss mit der Fakultätsprüfung
  • 1834-1835 Hauslehrer bei der Familie des Landrichters F. L. Reh in Nidda
  • 1835 Lehrer an der Realschule in Michelstadt, 1837 der Realschule in Gießen (20 Jahre Lehrer in Religion, 1846 zum Pfarrer ordiniert, Deutsch und Geschichte);
  • 1857-1867 Direktor der Provinzialschule in Gießen
  • 1863 Doktor der Philosophie (mit den ersten Bögen des „Handbuches der sinnverwandten Wörter der deutschen Sprache“)
  • seit 1849 Dozent in Gießen, 1851 außerordentlicher Professor, 1867 ordentlicher Professor der Germanischen Philologie an der Universität Gießen
  • sammelte seit 1852 neue Beiträge zum Wörterbuch von Jacob Grimm, 1863 zusammen mit Rudolf Hildebrand dessen Nachfolger als Leiter des Wörterbuches
  • predigte bis 1858 als Freiprediger
  • Schmitthenners Nachfolger als Lexikograph

Werke:

  • Titel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Kurze deutsche Sprachlehre, Mainz 1838.
  • Wörterbuch der deutschen Synonyme, 2. Ausgabe, Mainz 1852, 2 Bde.
  • Untersuchungen über oberhessische Ortsnamen, 1853.
  • Deutsches Wörterbuch, ursprünglich 3. umgearbeitete Auflage von Friedrich Jakob Schmitthenners Kurzem deutschen Wörterbuch; 4. [6.] Auflage, Gießen 1880, 2 Bde.
Familie

Vater:

Weigand, Karl Melchior, 1764-1817, reitender Förster der Freiherrn von Löw zu Steinfurt aus Staden

Mutter:

Lichstadt, Christina Elisabeth, 1783-1873, aus Staden

Nachweise

Literatur:

  • ADB, Bd. 55, 1910, S. 360-163 (Edward Schoof);
  • Otto Bindewald, Zur Erinnerung an Friedrich Ludwig Karl Weigand. Gießen 1879;
  • Iris Seemann, Die Semantik des Unbekannten. Historische Bedeutungswörterbücher im 19. Jahrhundert - Schmitthenner und Weigand. Tübingen 1993. (Reihe germanistische Linguistik 143);
  • Jürgen Wagner, Der Wörtersammler. Karl Weigand (1804-1878) und seine Zeit. Florstadt 2004. (Schriften des Historischen Archivs der Stadt Florstadt 4)
Zitierweise
„Weigand, Karl“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/119133733> (Stand: 12.5.2014)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde