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Hessische Biografie

Portrait

Johannes Ronge
(1813–1887)

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Ronge, Johannes [ID = 1848]

* 16.10.1813 Bischofswalde (Oberschlesien), † 26.10.1887 Döbling (Österreich) bei Wien, Begräbnisort: Wien, katholisch
Theologe, Abgeordneter
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Gymnasium in Neiße
  • studierte in Breslau Theologie, Burschenschaftler
  • 1840 Priesterweihe
  • Kaplan in Grottkau, Januar 1843 vom Dienst suspendiert
  • Lehrer in der Laurahütte bei Beuthen
  • 1844 wegen seiner kritischen Äußerungen über die Wallfahrt zum Trierer Rock, exkommuniziert
  • Prediger der ersten deutschkatholischen Gemeinde in Breslau
  • 1848 Mitglied des Vorparlaments und des Breslauer Demokratischen Vereins (Politische Linke)
  • 1849 Flucht nach England, gründet hier die Humane Religionsgemeinde und mit seiner Frau Fröbelsche Kindergärten
  • 1861 Rückkehr nach Deutschland, seit 1863 in Darmstadt und Frankfurt, wo er den "Regligiösen Reformverein zum Kampf gegen das Pfaffentum" gründete
  • Herausgeber der Zeitschrift "Die neue religiöse Reform"

Werke:

  • Rechtfertigung, 2. Auflage, Altenburg 1845.
Familie

Vater:

Ronge, Michael, Bauer

Mutter:

Zimmer, Hedwig

Partner:

  • Meyer, Bertha, 1818-1863, Heirat London 1850, Schriftstellerin, verheiratet 1. mit Friedrich Traun, 1804-1881, Fabrikant, Tochter des Heinrich Christian Meyer, Spazierstock-Fabrikant
  • Kremer, Erwine, 1841-1921, Heirat 1870

Verwandte:

  • Ronge, Hans <Sohn>, † 1953, Dr. med., Kurarzt in Bad Hersfeld
  • Ronge, Franz <Bruder>, Bürgermeister in Königsberg, Franken
  • Popp, Anna Maria Katharina, geb. Ronge <Schwester>, 1823-1903, verheiratet 1855 mit Karl Popp, Altertumsforscher
  • Schurz, Margarethe, geb. Meyer <Schwägerin>, verheiratet mit Carl Schutz, 1829-1906 (s. Rheinische Lebensbilder, 1982)
Nachweise

Quellen:

  • StA Mannheim (ISG), Zug. 58/1996: Nachlass.
  • StA Mannheim (ISG), Freireligiöse Gemeinde Mannheim, Zug. 9/1998.

Literatur:

  • W. Silberhorn, Ungedruckte Aufzeichnungen Ronges. In: Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte 6, 1954;
  • ADB, Bd. 29;
  • NDB 22, 2005, S. 27-28 (Renate Bauer);
  • Schlesische Lebensbilder 2, 1926 (Kittel);
  • Stadtlexikon Darmstadt, 2006, S. 760;
  • Ein Wetterstrahl aus den schlesischen Bergen. Johannes Ronge, der Gründer des Deutschkatholizismus. In: Schlesischer Gottesfreund 6, 1994, S. 88f;
  • Busso Diekamp, Der Lutherbaum im Vormärz. Aus der Frühzeit der Deutschkatholiken in Worms (1845/46). In: Jahrbuch der Hessischen Kirchengeschichtlichen Vereinigung 65/66, 2014/2015, S. 55-96.

Bildquelle:

Wikipedia (via Wikimedia Commons: File:Johann Ronge, beschnitten)

Zitierweise
„Ronge, Johannes“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/119106868> (Stand: 6.8.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde