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Hessische Biografie

Portrait

Ignatz Bubis
(1927–1999)

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GND-Nummer

119097605

Bubis, Ignatz [ID = 5095]

* 12.1.1927 Breslau, † 13.8.1999 Frankfurt am Main, Begräbnisort: Tel Aviv (Israel) Friedhof Kiryat Shaul, jüdisch
Immobilien-Unternehmer, Politiker
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Auslöschen der Familie durch die Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs
  • Arbeitslager Tschenstochau
  • in Dresden Bekanntschaft mit Helmut Schön
  • Schmuckwarengroßhändler in Pforzheim, 1956 in Frankfurt am Main
  • Immobilienmakler in Frankfurt am Main
  • 1983 Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt am Main
  • 1985 mit Gleichgesinnten Besetzung der Bühne des Frankfurter Schauspielshauses, um die Uraufführung des Stücks "Der Müll, die Stadt und der Tod" von Rainer Werner Fassbender zu verhindern
  • 1989 stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland (Stellvertreter von Heinz Galinski)
  • 20.9.1992-1999 Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland
  • durch Heinz-Herbert Karry 1969 Mitglied der FDP, langjährig Mitglied des Parteivorstands der Frankfurter FDP, 1997 deren Spitzenkandidat für die Wahl zum Stadtparlament Frankfurt am Main, bei der die FDP mit 5,6 , kein Einzug in die Stadtparlamente von Darmstadt, Wiesbaden, Kassel)
  • statt (zeitraubender) Stadtverordneter jedoch ehrenamtliches Mitglied des Magistrats der Stadt Frankfurt am Main

Werke:

Familie

Vater:

Bubis, Jehoshua, † 1942

Mutter:

N.N., Hanna, † 1940

Partner:

  • Rosenmann, Ida

Verwandte:

  • Bubis, Naomi <Tochter>, * 1963
Nachweise

Literatur:

  • Inga Börjesson, Wie Medien wirken. Am Beispiel der Walser-Bubis-Debatte. Schwalbach/Ts., 2003;
  • Umkämpftes Vergessen. Walser Debatte, Holocaust-Mahnmal und neuere deutsche Geschichtspolitik / Micha Brumlik; Hajo Funke; Lars Rensmann. Berlin, 2004;
  • Fritz Backhaus, Raphael Gross, Michael Lenarz (Hrsg.), Ignatz Bubis. Ein jüdisches Leben in Deutschland. Frankfurt 2007;
  • Salomon Korn, Wanderer zwischen den Welten. In Israel galt Ignatz Bubis als deutscher Staatsbürger, in Deutschland musste sich der Vorsitzende des Zentralrats der Juden des Ansinnens erwehren, eigentlich gehöre er nach Israel. Das Geflecht jüdisch-israelischer, deutsch-jüdischer und israelischer-deutscher Beziehungen ist bis heute fragil. In: F.A.Z. Nr. 207, 7.9.2009, S. 10

Bildquelle:

Túrelio (via Wikimedia-Commons: IgnatzBubis1997 091); CC-BY-SA

Zitierweise
„Bubis, Ignatz“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/119097605> (Stand: 12.1.2017)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde