Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Hessische Biografie

Portrait

Georg Friedrich Walz
(1813–1862)

Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Druckansicht

Weitere Informationen

GND-Nummer

11894858X

Walz, Georg Friedrich [ID = 6473]

* 24.7.1813 Heppenheim (Bergstraße), † 29.3.1862 Zwingenberg (Bergstraße), Begräbnisort: Heidelberg, evangelisch
Prof. Dr. phil. – Apotheker, Professor
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • getauft Heppenheim 1.8.1813 durch katholischen Kaplan Rocher, Paten waren Georg Winkler, Friedrich Ludwig Stein, Amtskeller in Fränkisch-Crumbach
  • Lateinunterricht durch Dekan Dauber in Wald-Michelbach
  • Apothekenlehre in Fürth im Odenwald, Wiesloch, Heidelberg, Mannheim
  • 1835 Staatsexamen „gut“
  • 1835-1837 Apothekenangestellter in Mannheim, Zusammenarbeit mit dem Apotheker Odenwald, Pächter der Schwanenapotheke in Heidelberg, parallel Studium in Heidelberg
  • 1838 Doktor der Philosophie „s.c.l.“ und Bayerisches Staatsexamen
  • 1838-1840 Apotheker in Heidelberg, 1840-1856 in Speyer, kauft die
  • 1843-1852 Lehrer an der landwirtschaftlichen Gewerbeschule Speyer
  • 1841-52 Vorstand des Allgemeinen Deutschen Apotheker-Vereins in Süddeutschland
  • 1848/49 als Demokrat engagiert und daher als Lehrer, Apothekenvisitator und Mitglied des Medizinalausschusses in Speyer entlassen
  • 1853 Habilitation in Heidelberg
  • erst 1859 Badischer Staatsbürger und außerordentlicher Professor der Pharmakologie an der Universität Heidelberg
  • 1856 Gründer, 1856-61 Leiter eines pharmazeutischen Privat-Instituts in Heidelberg
  • 1860-1861 Besitzer der ehemaligen Herching’schen Apotheke
  • Mitglied der Leopoldina
  • Da Walz in sein Institut häufig Schüler unter Bedingungen aufnahm (vor allem aus Griechenland und Bulgarien), die zusätzliche finanzielle Sicherungen benötigten, geriet er in wirtschaftliche Bedrängnis
  • 1861 schwere Hirnhautentzündung, die seine Persönlichkeit veränderte und unerträgliche Schmerzen verursachte.
  • Er nahm sich im Haus sein Freundes und Schülers, des Hofapothekers Georg Philipp Otto in Zwingenberg an der Bergstraße das Leben.
Familie

Vater:

Walz, Ludwig Friedrich, 1773-1841, aus Stuttgart, Großherzoglich-Hessischer Steuerrektifikator, Geschäftsmann in Heppenheim, dann Distriktskommissar in Wald-Michelbach

Mutter:

Hippe (Hiepe), Margaretha Elisabeth, 1776-1855, Tochter des Georg Hiepe, Bürger und Strumpffabrikant in Usingen, und der Susanna Maria Serva

Partner:

  • Martin, Walburga* Crescentia, (⚭ 1.5.1845) * Kronach bei Coburg 24.6.1824, † Speyer 28.5.1848, katholisch, Tochter des Karl Ludwig Martin, 1792-1847, Königlich-Bayerischer Forstmeister, Kreisforstrat in Speyer, und der Maria Antonia Euphemia Josepha Feyrer, 1799-1868
  • Martin, Franziska Antonia, (⚭ Speyer 14.7.1849) * Kronach 28.3.1828, † 1918, katholisch, Tochter des Karl Ludwig Martin, 1792-1847, Königlich-Bayerischer Forstmeister, Kreisforstrat in Speyer, und der Maria Antonia Euphemia Josepha Feyrer, 1799-1868

Verwandte:

  • Walz, Karl <Sohn>, 1859-1884, Kaufmann in Genf
  • Walz, Arnold <Sohn>, 1859, Doktor der Medizin, Arzt in Texas (USA) verheiratet mit Margarete Hedenius, Tochter des Arztes Dr. Hedenius in Dresden
  • Walz, Richard <Sohn>, 1857-1896, verunglückte bei der Rettung anderer aus einem brennenden Haus
  • Walz, Ernst <Sohn>, 1859-1941, Professor der Rechte an der Universität Heidelberg, Oberbürgermeister von Heidelberg
  • Walz, Georg Friedrich <Sohn>, 1862-1900, Doktor der Philosophie, Chemiker, verheiratet Heidelberg 12.4.1887 mit Sophie Zinn, aus Frankfurt am Main
Nachweise

Literatur:

  • Dagmar Drüll, Heidelberger Gelehrtenlexikon 1803-1932, 1986, S. 285-286;
  • Helmut Becker & Paul Eisenhauer, Sippenbuch Heppenheim a.d.B. III, 1741-1809, Heppenheim an der Bergstraßen 2007, Nr. 8083;
  • Zur Geschichte der Familie Walz, [o.O.], [o.J.], als Mskr. gedruckt;
  • Gunter Eberhardt, Georg Friedrich Walz (1813 - 1862). Apotheker im Vormärz und Hochschullehrer in Heidelberg, Heidelberg, Univ., Diss., 1989;
  • Gunter Eberhardt, G. F. Walz (1813 - 1862). Apotheker, Forscher, Revolutionär. Stuttgart, 1990
Zitierweise
„Walz, Georg Friedrich“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/11894858X> (Stand: 9.3.2014)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde