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Hessische Biografie

Portrait

Erich Rudolf Jaensch
(1883–1940)

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GND-Nummer

118711415

Jaensch, Erich Rudolf [ID = 7142]

* 26.2.1883 Breslau, † 1.2.1940 Marburg
Prof. Dr. phil. – Professor
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Studium in Breslau, Tübingen, Jena und Göttingen
  • 1908 Promotion zum Doktor der Philosophie in Göttingen
  • 1910 Habilitation in Straßburg
  • WS 1912/13 Vertretung für den Ordinarius der Philosophie in Halle
  • 1913-1940 Ernennung zum ordentlichen Professor für Philosophie und Direktor des Philosophischen Seminars und des Psychologischen Instituts in Marburg
  • 1938 venia legendi auch auf die Pädagogik ausgedehnt

Akademische Qualifikation:

  • 1908 Promotion zum Doktor der Philosophie an der Universität Göttingen, mit der Arbeit "Zur Analyse der Gesichtswahrnehmung"
  • 1910 Habilitation an der Universität Straßburg mit einer Arbeit "über die Wahrnehmung des Raumes"

Akademische Vita:

  • Marburg, Universität / Philosophische Fakultät / Philosophie / ordentlicher Professor / 1913-1940

Akademische Ämter:

  • SS 1937 Obmann und Senatsmitglied der Abteilung Psychologie der Akademie der Naturforscher in Halle

Werke:

  • Über die Wahrnehmung des Raumes (1911)
  • Einige allgemeine Fragen der Psychologie und der Biologie des Denkens, erläutert an der Lehre vom Vergleich: mit Bemerkungen über die Krisis in der Philosophie der Gegenwart (1920)
  • Die Eidetik und die typologische Forschungsmethode: in ihrer Bedeutung für die Jugendpsychologie und Pädagogik, für die allgemeine Psychologie und die Psychophysiologie der menschlichen Persönlichkeit ; mit besonderer Berücksichtigung der grundlegenden Fragen und der Untersuchungsmethodik. 2. Aufl. Quelle & Meyer (1927)
  • Über den Aufbau der Wahrnehmungswelt (1927)
  • Das psychologische Institut in Marburg (1927)
  • Grundformen menschlichen Seins : (mit Berücksichtigung ihrer Beziehungen zu Biologie und Medizin, zu Kulturphilosophie und Pädagogik) (1929)
  • Über den Aufbau des Bewußtseins (1930)
  • Vorfragen der Wirklichkeitsphilosophie (1931)
  • Über die Grundlagen der menschlichen Erkenntnis (1931)
  • Die Lage und die Aufgaben der Psychologie (1933)
  • Die Wissenschaft und die deutsche völkische Bewegung (1933)
  • Der Kampf der deutschen Psychologie (1934)
  • Das Kulturziel im neuen Reich (1934)
  • Eidetische Anlage und kindliches Seeleneleben (1934)
  • Zur Neugestaltung des deutschen Studententums und der Hochschule (1937)
  • Die Psychologie und die Wandlungen im deutschen Idealismus (1937)
  • Der Gegentypus: psychologisch-anthropologische Grundlagen deutscher Kulturphilosophie, ausgehend von dem was wir überwinden wollen (1938)
  • Mathematisches Denken und Seelenform (1939)
  • Das Wahrheitsproblem bei der völkischen Neugestaltung von Wissenschaft und Erziehung (1939)
  • Der Hühnerhof als Forschungs- und Aufklärungsmittel in menschlichen Rassenfragen (1939)
  • Zur Eidetik und Integrationstypologie: Arbeiten aus dem Institut für psychologische Anthropologie an der Universität Marburg/Lahn (1941)
Familie

Vater:

Jaensch, Rudolf, † 1916, Dr. med., Arzt

Mutter:

Witten, Helene von, 1854-nach 1942, Tochter des Maximilian von Witten, Kgl. Preuß. Premierleutnant, und der Johanna Adelheide Scholtz

Verwandte:

  • Jaensch, Walter <Bruder>, * 1889, Professor der Konstitutionsmedizin in Berlin
Nachweise

Literatur:

  • NDB 10, 1974, S. 287f. (Edmund Schlinck)
  • Catalogus professorum academiae Marburgensis 2, Von 1911 bis 1971, 1979, S. 532.
Zitierweise
„Jaensch, Erich Rudolf“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118711415> (Stand: 26.2.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde