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Hessische Biografie

Portrait

Adolf Bach
(1890–1972)

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Bach, Adolf [ID = 7469]

* 31.1.1890 Bad Ems, † 19.4.1972 Bad Ems
Prof. Dr. phil.; Dr. phil. h.c. – Philologe
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • 1909-1914 Studium in Gießen, Paris und Oxford
  • 1914-1924 Studienassessor in Wiesbaden
  • 1921-1927 Geschäftsführer des Vereins für nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung in Wiesbaden
  • 1.2.1921 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Gießen
  • 1924 Habilitation in Darmstadt
  • 1924 Studienrat in Rinteln
  • 1925 Privatdozent für deutsche Philologie an der Technischen Hochschule Darmstadt
  • 1927 Privatdozent in Bonn, Leiter der Abteilung Mundarten und Volkskunde des Instituts für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande
  • 1927 Professor in Bonn, Pädagogische Akademie und Hochschule für Lehrerbildung
  • 1931 außerordentlicher Professor an der Universität Bonn
  • 1933 NSDAP, NS-Dozentenbund
  • 1941-1945 ordentlicher Professor in Straßburg, Direktor des germanistischen Seminars
  • 1948 Ruhestand
  • 1956 emeritiert
  • 1957 Dr. phil. h.c. der Universität Loewen

Akademische Vita:

  • Darmstadt, TH// deutsche Philologie/ Privatdozent/ 1925-1927

Werke:

  • Die Burg Nassau. Nassau, 1998.
  • Das Elternhaus des Freiherrn vom Stein. Nassau, 1998.
  • Goethes Rheinreise mit Lavater und Basedow im Sommer 1774. Egelsbach, 1993.
  • Beiträge zur Geschichte von Bad Ems. Bad Ems, 1990.
Familie

Vater:

Bach, Ludwig, Kaufmann in Bad Ems

Mutter:

Reitzel, Philippine

Partner:

  • Pfeiffer, Lilli, Heirat 1921, Tochter des August Pfeiffer, Dr., Geheimer Medizinalrat, und der Paula von Dewall
Nachweise

Literatur:

Leben

Adolf Bach (31.1.1890 – 19.4.1972) war ein deutscher Germanist und Volkskundler. In den Jahren 1909-1914 studierte er deutsche und romanische Philologie, Nationalökonomie und Philosophie in Gießen, Paris und Oxford. Bach promovierte 1914 zum Thema „Die Mundartforschung im Gebiet der Lahn und ihrer Nachbarschaft“ in Gießen. In den darauffolgenden Jahren war er in der Mundartforschung, der Volkskunde und besonders in der Namenkunde tätig. Bach war von 1921-1927 Herausgeber der Nassauischen Annalen und der Nassauischen Heimatblätter. 1924 habilitierte er an der Technischen Hochschule Darmstadt, an der in den folgenden zwei Jahren als Privatdozent deutsche Philologie lehrte. Im Jahr 1930 wurde er zum außerordentlichen Professor der Hochschule für Lehrerbildung in Bonn ernannt. Bach trat 1933 in die NSDAP ein und war Mitglied des NS-Dozentenbundes. 1939 wurde er zum außerplanmäßigen Professor ernannt und wechselte 1941, nach der Besetzung des Elsass, an die Reichsuniversität Straßburg. Dort war Bach Direktor des Germanischen Seminars in der Abteilung Deutsche Volkskunde. 1960 wurde er Ehrenbürger von Bad Ems, da diese Stadt Inhalt vieler seiner Publikationen war und 1971 erhielt er das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern. Im Jahr 1956 wurde Bach emeritiert. Er veröffentlichte über 300 wissenschaftliche Arbeiten.

Zitierweise
„Bach, Adolf“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118651447> (Stand: 19.4.2017)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde