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Hessische Biografie

Portrait

Christian Stock
(1884–1967)

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Stock, Christian [ID = 2242]

* 28.8.1884 Darmstadt, † 13.4.1967 Seeheim-Jugenheim
Politiker, Ministerpräsident, Abgeordneter
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Volksschule, Fortbildungsschule
  • 1906-1908 studentische Unterrichtskurse
  • Jugendzeit größtenteils in Pfungstadt, bis 1910 Tabakarbeiter in Pfungstadt
  • 1903 Eintritt in die SPD, 1910 Bezirksleiter der SPD für Südhessen, die Pfalz und Nordbaden wohnhaft in Heidelberg
  • 1919-1920 Mitglied der Verfassunggebenden Deutschen Nationalversammlung
  • 1920-1922 Unterstaatssekretär im Reichswehrministerium in Berlin
  • nach der Rückkehr nach Heidelberg Direktor der Ortskrankenkasse, 1926-1932 Stadtrat in Heidelberg
  • 1932 Direktor der AOK Frankfurt am Main
  • 1933 Entlassung und acht Monate lang im Konzentrationslager Kisslau (Baden)
  • 1945 Präsident der Hessischen Landesversicherungsanstalt in Darmstadt
  • 1946 Präsident der Hessischen Landesversicherungsanstalt in Frankfurt am Main
  • 15.7.–30.11.1946 Mitglied der Verfassungberatenden Landesversammlung Groß-Hessen
  • 1.12.1946-15.12.1954 Mitglied des Hessischen Landtags, Mandatsniederlegung, Nachfolger: Gustav Adolf Krämer
  • 20.12.1946-9.1.1951 Ministerpräsident des Landes Hessen
  • 1953 Großkreuz des Bundesverdienstkreuzes
  • 1957 Ehrensenator der Universität Gießen
  • 1966 Wilhelm-Leuschner-Medaille

Funktion:

  • Deutsches Reich, Nationalversammlung, Mitglied (SPD), 1919-1920
  • Groß-Hessen, Verfassungberatende Landesversammlung, Mitglied (SPD), 1946
  • Hessen, Ministerpräsident, 1946-1951
  • Hessen, 01. Landtag, Mitglied (SPD), 1946-1950
  • Hessen, 02. Landtag, Mitglied (SPD), 1950-1954
  • Hessen, 03. Landtag, Mitglied (SPD), 1954
Familie

Vater:

Stock, Jakob, Zigarrenarbeiter

Mutter:

Reß geb. Kuri, Maria, † 1891

Partner:

  • Kern, Käthe, aus Pfungstadt, 1908
  • Junker, Anni, verwitwete Haas, 1947
Nachweise

Literatur:

Bildquelle:

Kroll, Hessen, eine starke Geschichte, S. 50.

Leben

Christian Stock verbrachte seine Jugendzeit größtenteils in Pfungstadt. Bis 1910 war er Tabakarbeiter. Er trat 1903 der SPD bei, deren Bezirksleiter für Südhessen, die Pfalz und Nordbaden er 1910 wurde, und nahm seinen Wohnsitz in Heidelberg. 1919-1920 war er Mitglied des Reichstages, 1920-22 Unterstaatssekretär im Reichswehrministerium in Berlin.

Nach der Rückkehr nach Heidelberg wurde er Direktor der Ortskrankenkasse, 1926-1932 Stadtrat; 1932 Direktor der AOK Frankfurt am Main. 1933 wurde er entlassen und kam für acht Monate in das Konzentrationslager Kisslau (Baden).

1945 wurde er Präsident der Hessischen Landesversicherungsanstalt in Darmstadt, 1946 Präsident der Hessischen Landesversicherungsanstalt in Frankfurt am Main.

Er war Mitglied der Verfassungsberatenden Landesversammlung des Landes Hessen. 1947-1951 war er der 2. Ministerpräsident des Landes Hessen.

1953 erhielt er das Großkreuz des Bundesverdienstkreuzes und 1966 die Wilhelm-Leuschner-Medaille. 1957 wurde er Ehrensenator der Universität Gießen.

(Otto Renkhoff)

Zitierweise
„Stock, Christian“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118618296> (Stand: 26.7.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde