Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Hessische Biografie

Merian, Maria Sibylla [ID = 4837]

* 2.4.1647 Frankfurt am Main, † 13.1.1717 Amsterdam, evangelisch
Naturforscherin, Entomologin, Künstlerin, Malerin
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Schülerin im Kupferstechen des Malers Abraham Mignon in Frankfurt am Main
  • züchtete Seidenraupen
  • 1670 mit der Familie in Nürnberg, Malerin, Lehrerin für Mädchen und Frauen im Blumenmalen und in der Blumenstickerei
  • 1679 und 1683 Herausgabe des Raupenbuches: sie leistete als Entomologin erstmals eine genaue Darstellung der Metamorphose der Schmetterlinge
  • 1680 Scheidung von ihrem Mann und 1681 Rückkehr mit Mutter und Töchtern in die Niederlande
  • 1685 Gast bei Cornelis van Aerssen van Sommelsdijk auf Schloß Waltha bei Wieuward, Westfriesland, einem Zufluchtsort der Labadisten
  • 1691 mit den Töchtern in Amsterdam, Bekanntschaft mit Caspar Commelin, Leiter des Botanischen Gartens, Wiederaufnahme der naturkundlichen Studien
  • 1699-1701 Reise mit der Tochter Dorothea Maria nach Surinam;
  • unterteilt die Insekten in Tag- und Nachfalter (Kapellen und Eulen)
  • 1715 Schlaganfall, Fesselung an den Rollstuhl
  • M. S. Merians Schmetterlingssammlung gelangte später an den Frankfurter Bankier Johann Christian Gerning (1745-1802), von diesem an das Naturhistorische Museum Wiesbaden
  • 1993 Maria Sibylla-Merian Preis durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Familie

Vater:

Merian, Matthäus d.Ä., 1593-1650, Verleger, Kupferstecher in Frankfurt am Main

Mutter:

Heim, Johanna Catharina Sibylla, verheiratet II. 1651 Jacob Marrell, Maler

Partner:

  • Graff, Johann Andreas, Heirat 16.5.1666, geschieden 1680, Maler und Graveur in Frankfurt am Main, 1670 in Nürnberg

Verwandte:

  • Graff, Johanna Helena <Tochter>, * 1669
  • Graff, Dorothea Maria <Tochter>, * 1678
Nachweise

Literatur:

  • Ingrid Möller, Bei den Schmetterlingen in Surinam. Dalberg-Wendelstorf: Edition Nordwindpress, 2008.

Bildquelle:

Wikipedia (Datei:Merian Maria Sibylla 1647-1717)

Zitierweise
„Merian, Maria Sibylla“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118581082> (Stand: 13.1.2017)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde