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Hessische Biografie

Portrait

Michael Creizenach
(1789–1842)

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Creizenach, Michael [ID = 4939]

* 16.5.1789 Mainz, † 5.8.1842 Frankfurt am Main, jüdisch
Dr. phil. – Rabbiner, Mathematiker, Lehrer
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Galt früh als Wunderkind
  • 1806-1809 französisches Lyzeum Mainz (Schüler von Anschel und Türckheim/Turquem), dann in Paris, studierte Talmud, Hebräisch, Mathematik
  • 1813 Gründung eine höhere Privatschule, 1819 Vereinigung mit der Mädchenschule des Markus Bloch zur „Lehr- und Erziehungsanstalt für die Jugend beiderlei Geschlechts“, 1821 Direktor der Schule, daneben Privatlehrer für Mathematik und Physik (unter den Schülern die späteren Bischöfe von Mainz, Köln, Straßburg und Speyer Colmar, Geisel, Räß, Weis)
  • 22.9.1823 Dr.phil. Gießen
  • 1825 Lehrer am Philanthropin in Frankfurt am Main für Religion, Deutsch, Geschichte und Mathematik
  • 1841-1842 Gründer der Zeitschrift „Geist der pharisäischen Lehre“ und der Zeitschrift „Zion“
  • 1832-1835 Meister vom Stuhl der Loge Zur aufgehenden Morgenröte
  • Creizenach-Stiftung an der Israelitischen Realschule

Werke:

  • Schulchan Aruch, oder encyklopädische Darstellung des mosaischen Gesetzes, 4 Bände, 1833-1840.
Familie

Vater:

Creizenach, Moritz, bis 1808 mit Namen Maier, in kurmainzischen Diensten, floh er mit dem Erzbischof vor den Franzosen nach Aschaffenburg, wo die Ehefrau starb und begraben wurde

Partner:

  • Haas, Marianne, * 24.2.1786, † 18.4.1844, Heirat Mainz 29.7.1813, Tochter des Salomon Dorus Haas und der Rahel Probst

Verwandte:

Nachweise

Literatur:

Bildquelle:

Frankfurt Biographie, Erster Band, S. 140.

Zitierweise
„Creizenach, Michael“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/11775160X> (Stand: 5.12.2016)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde