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Hessische Biografie

Portrait

Joachim Ludwig Freiherr von Schwarzenau
(1713–1787)

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Schwarzenau, Joachim Ludwig Freiherr von [ID = 1971]

* 26.8.1713 Darmstadt, † 16.12.1787 Regensburg, evangelisch
Legationsrat, Minister, Gesandter, Numismatiker
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • 1730 Studium in Gießen
  • 1734 bei der Kreisarmee und dann Studium in Jena
  • 1736 Reise über Halle, Braunschweig nach Darmstadt, Praktikant am Reichskammergericht in Wetzlar
  • 1738 in Straßburg, Reise durch Frankreich nach Paris
  • 1739 Brandenburg-Ansbach. Wirklicher Justizrat
  • 1740 bereits mit der Hessen-Darmstädtischen Comitialstimme betraut
  • 1744 Hessen-Darmstädtischer Geheimer Appellations- und Regierungsrat auf dem Reichstag in Frankfurt am Main
  • führt in Regensburg auch die Stimmen Baden-Durlachs, Sachsen-Weimars, Holstein-Gottorps bis 1756
  • 1756 Badischer Gesandter und 1762 Badischer Geheimer Rat und Wirklicher Minister
  • 1766 auch Kurbrandenburgischer Gesandter bei der Reichsversammlung zu Regensburg
  • 1787 Kgl. Preußischer Wirklicher Geheimer Staats- und Kriegsminister
  • 1768 mit den heimgefallenen Lehen der von Bicken zu Volpertshausen, Vollnkirchen, Weidenhausen und Herzhausen belehnt

Werke:

  • Ansehnlicher Vorrath von Thalern und Schaustücken des Landgräflich-Heßischen Gesamthauses, Regensburg 1776.
  • Geschichtsmäßige Beschreibung der Landgräflich-Heßischen Ganzen und Halben Thaler, wie auch einiger Denck-Münzen, Regensburg 1784.
Familie

Vater:

Schwarzenau, Kilian, 1687–1764, Hessen-Darmstädtischer Kanzler

Mutter:

Brawe, Catharina Sibylla, 1691–1722

Partner:

  • Streithorst, Eberhardine Juliane (Henriette) Wilhelmine von der, * 29.8. 1726, † 26.2. 1805, Verlobung Stuttgart 23.5.1749, Heirat Heimsheim 20.8.1750, einzige Tochter ihrer Eltern, 1749 Hofdame der verwitweten Herzogin Maria Augusta von Württemberg, Erbin eines württembergischen Weiber (bzw. Kunkel-) und eines Kammer-Lehens von jährlich 600 fl. Rendite, Tochter des Friedrich Hermann von der Streithorst, 1680–1735, Württembergischer Oberst und Obervogt zu Heidenheim, Generalmajor in Diensten des Schwäbischen Kreises, und der Dorothea Auguste Eleonore von Zabeltitz

Verwandte:

  • Schwarzenau, Auguste Johanne Luise Freiin von <Tochter>, 1750–1827, Stiftsdame in St. Walburgis zu Soest
  • Schwarzenau, Carl Ludwig Friedrich Freiherr von <Sohn>, 1751–1820, Gesandter
  • Schwarzenau, Carolina Johanna Wilhelmina Freiin von <Tochter>, * † 1752
  • Schwarzenau, Henriette* Dorothea Christiana Freiin von <Tochter>, 1754–1776
  • Schwarzenau, Carl Johann Heinrich Freiherr von <Sohn>, 1756–1759
  • Schwarzenau, Eberhard Friedrich August Freiherr von <Sohn>, 1757–1760
  • Schwarzenau, Eleonora Sophia Jacobina Freiin von <Tochter>, 1759–1760
  • Schwarzenau, Eberhard Friedrich* Kilian Freiherr von <Sohn>, 1761–1826, Kgl. Preußischer Oberst
  • Schwarzenau, August Jacob Wilhelm Freiherr von <Sohn>, * † 1762
  • Schwarzenau, Maria Wilhelmina* Amalia Freiin von <Tochter>, 1763–1792
  • Schwarzenau, Johanna Christina Sophia Freiin von <Tochter>, 1765–1787
Nachweise

Quellen:

  • Beschreibung des Leichen-Conducts des Wohlseligen Königlich-Preussischen wirklichen gemeinen Etats- und Kriegsministre Freyherrn von Schwarzenau, Regensburg 20.Dez.1787.
  • Kurzgefaßte Lebens- und Dienst-Geschichte des k. preuß. wirklichen geheimen Etats- und Kriegsminister Freiherrn v. Schwarzenau. Regensburg 1787.

Literatur:

  • ADB, Bd. 33, 1891, S. 257-259 (Heinrich Meisner)
  • Georg Schmidt-von Rhein, Napoleon und Nassau. 200 Jahre Herzogtum Nassau, 2006, S. 341
  • L. v. Lehsten, Die hessischen Reichstagsgesandten 2, 2003, S. 410-419 mit weiteren Nachweisen
  • Heinrich Meisner, Die Herzogin Maria Anna von Bayern und der preussische Reichstagsgesandte von Schwarzenau. Ein Beitrag zur Geschichte der preussischen Diplomatie in den Jahren 1778 bis 1785, in: Festschrift zur Feier des 25-jährigen Bestehens des Gymnasiums zu Jauer, Jauer 1890
Zitierweise
„Schwarzenau, Joachim Ludwig Freiherr von“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/11737928X> (Stand: 26.8.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde