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Hessische Biografie

Portrait

Hermann Jacobsohn
(1879–1933 (Freitod))

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GND-Nummer

117047384

Jacobsohn, Hermann [ID = 5567]

* 30.8.1879 Lüneburg, † 27.4.1933 (Freitod) Marburg, jüdisch
Prof. Dr. – Professor, Sprachwissenschaftler
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • bis 1898 Gymnasium Johanneum Lüneburg
  • Studium der Sprachwissenschaft, Klassischen Philologie und Slavischen Sprachen an den Universitäten Berlin und Göttingen
  • Staatsexamen in den Fächern Latein und Griechisch
  • 15.7.1903 Promotion zum Doktor der Philosophie in Göttingen
  • 1.3.1904-1.4.1911 Assistent am Thesaurus linguae Latinae in München
  • 25.6.1908 Habilitation im Fach Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft in München
  • 1911 außerordentlicher Professor der indogermanischen Sprachwissenschaft in Marburg
  • 11.10.1915-30.11.1918 Militäreinsatz
  • 21.7.1919 ordentlicher Professor und Direktor des Orientalischen und Indogermanischen Seminars
  • 1930 mit der Vertretung des Direktors der Zentralstelle für den Sprachatlas des Deutschen Reiches und Deutsche Mundartforschung betraut
  • 1933 Freitod nach seiner Entlassung auf der Basis des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“

Funktion:

  • Marburg, Universität, Philosophische Fakultät, Dekan, 1919/20

Studium:

  • Studium der Sprachwissenschaft, Klassischen Philologie und Slavischen Sprachen an den Universitäten Berlin und Göttingen
  • Staatsexamen in den Fächern Latein und Griechisch

Akademische Qualifikation:

  • 15.7.1903 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Göttingen
  • 25.6.1908 Habilitation im Fach Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft an der Universität München

Akademische Vita:

  • Marburg, Universität / Philosophische Fakultät / indogermanische Sprachwissenschaft / außerordentlicher Professor / 1911
  • Marburg, Universität / Philosophische Fakultät / orientalische und indogermanische Sprachwissenschaft / ordentlicher Professor / 1919

Akademische Ämter:

  • 1929/30 Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Marburg

Werke:

  • Altitalische Inschriften (1910)
  • Russlands Entwicklung und die ukrainische Frage (1916)
  • Arier und Ugrofinnen (1922)

Lebensorte:

  • Lüneburg; Berlin; Göttingen; München; Marburg;
Familie

Vater:

Jacobsohn, Moritz, Bankier

Verwandte:

  • Jacobsohn, Helmuth <Sohn>, 1906–1994, Begründer der Ägyptologie an der Universität Marburg
Nachweise

Literatur:

Bildquelle:

Schnack, Marburger Gelehrte, nach S. 224.

Zitierweise
„Jacobsohn, Hermann“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/117047384> (Stand: 7.11.2016)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde