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Hessische Biografie

Portrait

Theodor Ludwig Wilhelm Ritter von Bischoff
(1807–1882)

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GND-Nummer

116195185

Bischoff, Theodor Ludwig Wilhelm Ritter von [ID = 2512]

* 28.10.1807 Hannover (angeblich), † 5.12.1882 München, evangelisch
Prof. Dr. med. – Arzt, Naturforscher, Anatom, Physiologe
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Gymnasium Bonn, Selekta in Gotha, Studium der Medizin 1826 in Bonn (bei Nees von Esenbeck, Goldfuß, Friedrich Nasse, Philipp Walther und dem eigenen Vater), Studium der Philosophie, Dr. phil. 1829, 1830 Studium in Heidelberg (bei Nägeli, Chelius, Puchelt, Friedrich Tiedemann), Dr. med. 1832, Staatsexamen Berlin 1832, Assistent an der Universitäts-Entbindungsanstalt bei Busch
  • Privatdozent in Bonn
  • 22.9.1843 Professor der Physiologie in Gießen, 8.2.1844 auch für Anatomie; baute das Anatomisch-physiologische Institut neu auf
  • 1857 ordentliches Mitglied der Königlich-Bayerischen Akademie der Wissenschaften
  • 8.12.1854 Professor für Anantomie und Physiologie in München
  • 1858 Mitglied des Maximilian-Ordens für Wissenschaft und Kunst
  • 1875 Ober-Medizinalrat
  • 30.12.1870 Königlich-Bayerischer Civil-Verdienst-Orden (verbunden mit dem Ritterstand)
  • starb an einer Darmperforation und Bauchfellentzündung
Familie

Vater:

Bischoff, Christian Heinrich Ernst, 1781-1861, Professor der Physiologie in Bonn

Mutter:

Amelung, Juliane, 1771-1845

Partner:

  • Tiedemann, Cunigunda* Maria Sophia Dorothea, * 1809, † 1889, katholisch, Heirat Heidelberg 10.4.1839, sie verheiratet I. mit Vincenz Vohmann (Fohmann), * Assamstadt, Baden, 1794, † 1837, Studium der Medizin in Heidelberg bei seinem Schweigervater Tiedemann, Dr. med., Professor in Heidelberg, 1825 in Lüttich, Tochter des Friedrich Tiedemann, Professor der Medizin in Landshut und Heidelberg, und der Jenny Rosa von Holzing

Verwandte:

  • Bischoff, Ernst* Philipp Andreas <Sohn>, † 1918, Dr. med., Arzt in München
  • Bischoff, Julie Henriette Friederike <Tochter>
Nachweise

Literatur:

  • Haupt, Hessische Biographien 3 1934, S. 1-11 (Karl Sudhoff) (vollständiges Werkverzeichnis);
  • ADB, Bd. 46, 1902, S. 570 (R. v. Töply);
  • NDB 2, 1955, S. 264-266 (Friedrich Mattik);
  • Dagmar Drüll, Heidelberger Gelehrtenlexikon 1803-1932, 1986, S. 21-22 und 269-270 (Tiedemann);
  • Emil Tonutti, Das Anatomische Institut. In: Ludwig-Universität/Justus Liebig-Hochschule 1607-1957, Gießen 1957, S. 31-34;
  • Christian Giese, Theodor Ludwig Wilhelm Bischff und der Beginn der naturwissenschaftlich-experimentellen Medizin in Giessen. In: Ulrike Enke (Hrsg.), Die Medizinische Fakultät der Universität Gießen: Institutionen, Akteure und Ereignisse von der Gründung 1607 bis ins 20. Jahrhundert, Stuttgart: Franz Steiner 2007, S. 197-217.

Bildquelle:

Bayerische Akademie der Wissenschaften (via Wikipedia: Datei:Theodor Ludwig Wilhelm von Bischoff, leicht bearbeitet)

Leben

Die Umstände von Bischoffs Geburt sind bis heute in Dunkel gehüllt. Ein Taufeintrag läßt sich weder in Hannover noch in Bonn oder Hähnlein nachweisen. Bischoffs Vater war seit 1802 Assistent von Hufeland. In Hähnlein südwestlich von Darmstadt erwarb Hufeland ein Landgut.1 Dort entwickelte sich das Verhältnis von Bischoff zu Frau Hufeland, das 1807 zur Scheidung der Ehe Hufeland-Amelung, 1807 zur Geburt von Theodor Bischoff und am 7.5.1809 zur Eheschließung von Juliane Amelung, geschiedene Hufeland, mit Ernst Bischoff führte.


  1. Vgl. D. Amelung, in: Hessische Familienkunde, 2009, Sp. 230.
Zitierweise
„Bischoff, Theodor Ludwig Wilhelm Ritter von“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/116195185> (Stand: 31.10.2013)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde