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Hessian Biography

Portrait

Carl II. Landgraf von Hessen-Philippsthal
(1803–1868)

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Hessen-Philippsthal, Carl II. Landgraf von [ID = 9984]

* 22.5.1803 Philippsthal (Werra), † 12.2.1868 Philippsthal (Werra), Begräbnisort: Philippsthal (Werra) Friedhof, evangelisch-reformiert
Soldat, Generalmajor, Abgeordneter
Other Names | Activity | Family Members | References | Life | Citation
Other Names

Other Names:

  • Hessen-Philippsthal, Carl II. von
  • Hessen-Philippsthal, Karl II. von
Activity

Career:

  • Erziehung durch den Großvater nach dem Tod der Mutter
  • Erziehung am „Institut des Irlandais“ in Paris nach dem Tod des Großvaters
  • danach kurzer Schulbesuch in Bückeburg
  • militärische Laufbahn österreichischen Diensten, 1831 Major
  • Fortsetzung der militärische Laufbahn im Kurfürstentum Hessen, 1845 Oberst
  • 9.10.1845: Eheschließung mit Herzogin Marie von Württemberg
  • 1849-1868: Landgraf als Carl II. von Hessen-Philippsthal
  • 1855-1862 Mitglied der Ersten Kammer der Kurhessischen Ständeversammlung, keine Teilnahme an den Sitzungen

Role:

  • Hessen-Philippsthal, Landgraf, 1849-1868
  • Kurhessen, 15. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1855-1857
  • Kurhessen, 16. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1858-1860
  • Kurhessen, 17. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1860-1861
  • Kurhessen, 18. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1861
  • Kurhessen, 19. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1861-1862

Netzwerk:

  • Hessen-Philippsthal, Ludwig Landgraf von <Lehrer>

Places of Residence:

  • Philippsthal (Werra); Paris; Bückeburg; Wien
Family Members

Father:

Hessen-Philippsthal, Ernst I. Constantin Landgraf von, 1771–1849

Mother:

Schwarzburg-Rudolstadt, Christiane Luise Prinzessin von, 1775–1808

Partner(s):

Relatives:

References

Bibliography:

Life

Wie der ältere Bruder Ferdinand begann Prinz Karl seine Offizierslaufbahn in der österreichischen Armee. Anfang 1822 zunächst Oberleutnant im Chevauxlegers-Regiment Hohenzollern, wurde er schon im Herbst des Jahres zur Infanterie versetzt. Ab April 1826 war er Hauptmann im Regiment Prinz Philipp von Hessen-Homburg in Stuhlweißenburg, wurde aber 1831 auf eigenen Antrag als Major ad honorem beurlaubt und 1836 nach der Übernahme als kurhessischer Major endgültig aus dem österreichischen Dienst entlassen. Nach dem Tod des Bruders im Folgejahr war er Anwärter auf die Nachfolge des Vaters in Philippsthal, in die er nach dessen Tod 1849 eintreten sollte. Schon Anfang 1845 hatte der nunmehrige Erbprinz den aktiven Dienst als Oberst à la suite quittiert und im Herbst des Jahres die katholische Prinzessin Marie Alexandrine aus der schlesischen Herzogs-Linie „Carlsruhe“ des Hauses Württemberg geheiratet, deren Mutter eine Waldeckerin war. Das Paar lebte hinfort in Philippsthal, wo auch die beiden Söhne1 geboren wurden. Landgraf Karl starb Anfang 1868, im zweiten Jahr nach der Annexion Kurhessens und damit auch Philippsthals durch Preußen, an einer Lungenentzündung. Seine Frau lebte bis zu ihrem Tod zwei Jahrzehnte später weiterhin in Philippsthal.

Andrea Pühringer

(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 255)


  1. Ernst Landgraf von Hessen-Philippsthal (1846–1925) und Karl Prinz von Hessen-Philippsthal (1853–1916).
Citation
„Hessen-Philippsthal, Carl II. Landgraf von“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/1089475489> (Stand: 26.10.2022)