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Eröffnung des 15. Provinziallandtags der Provinz Hessen-Nassau, 21. März 1921

Im Kasseler Ständehaus wird um 16 Uhr der 15. Provinziallandtag der preußischen Provinz Hessen-Nassau mit einer Ansprache des Landtagskommissars, des Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau Rudolf Schwander (1868–1950), eröffnet:

Meine Damen und Herren!
Ich begrüße in Ihnen den neugewählten Provinziallandtag, ich begrüße ihn diesmal mit dem Ausdruck erhöhter Genugtuung, denn der Provinziallandtag hat nun in der Tat die prominente politische Kraft erlangt, die, als seiner natürlichen Bedeutung entsprechend, von politischen Köpfen längst für ihn in Anspruch genommen wurde. Lange schon forderte man größeren Einfluß der Provinzen auf die Staatsleitung, die neue preußische Verfassung trägt dem Rechnung.1 Der Staatsrat ist ausschließlich von Vertretern der Provinzen gebildet. Das wirkt günstiger, als man es im allgemeinen noch erkennt, auf die Stellung der Provinzen zum Staate ein. Diese bestellen sodann auch die Hälfte der preußischen Stimmen im Reichsrat und erlangen damit ein unmittelbares Verhältnis auch zum Reich. Es ist nunmehr hauptsächlich die Sache jener Vertreter im Staats- und Reichsrat, daß die Verwaltung im gesunden Sinne dezentralisiert wird. Der Artikel 86 der Verfassung2 zeigt sehr erkennbar die Wendung zur provinziellen Autonomie, indem er bestimmt, daß Oberpräsidenten, Regierungspräsidenten und noch andere wichtige Staatsbeamte in den Provinzen nur im Einvernehmen mit den Provinzialausschüssen ernannt werden dürfen. Und nun liegt Ihnen ein Entwurf zur Begutachtung vor, wie ihn die Verfassung versprach, für ein Gesetz über Erweiterung der Selbständigkeitsrechte der Provinzen. Das ist mutatis mutandis, ziemlich so, wie unser großer Freiherr vom Stein es wollte.3 In allen Dingen, die nicht nach ihrer Natur zentralistisch betrieben werden müssen, wird den Provinzen in erster Linie die Regelung nach ihren eigenen Bedürfnissen zugestanden. Daraus folgt gewiß eine allgemeinere, lebendigere, freudigere Teilnahme an den Verwaltungsvorgängen; es folgt daraus ein erhöhtes staatsbürgerliches Verantwortungsgefühl und ein wärmeres Verhältnis des Vertrauens zu Staat und Reich.
Ich kann Einzelheiten vorerst beiseite lassen. Auch brauche ich nicht viel von den selbstverständlichen Divergenzen der politischen Sehweise zu sprechen - die treten dann schon ganz natürlich hervor bei den Beratungen, wie z. B. bei der wichtigen Frage, in welcher Form sich schließlich das Verhältnis des preußischen Staats zu den Provinzen regeln soll. Ich meine nur, über den verschiedenen Parteistandpunkten, und auch über dem, daß wir immer dem Wohle der Provinz zu dienen suchen, wird bei uns allen nie das Bewußtsein aussetzen, daß wir Deutsche sind, Angehörige des Reichs und daß wir, was auch jeweils zur Beschlußfassung vorliegen mag, den Zusammenhalt eines starken Reichs als die wichtigste aller politischen Fragen im Auge behalten.
In diese Betrachtungsreihe gehört auch die viel erörterte schicksalsschwere Frage, ob die Auflösung Preußens das Mittel ist, die Reichsgewalt zu stärken oder ob nicht vielmehr nur aus einem starken Preußen ein einheitliches Reich sich entwickeln kann. Sie werden verstehen, wenn ich mir hier vor Ihnen in dieser Frage einige Zurückhaltung auferlege, habe ich doch die meiste Zeit meines Lebens außerhalb Preußens in einem Lande zugebracht, wo so manche deutsche und insbesondere preußische Dinge mit anderen Augen angeschaut wurden als hier in einer preußischen Provinz.4 Immerhin erlaube ich mir zu erinnern an das, was ein so feiner Kopf wie Barrés5 einstmals über Preußen geschrieben hat, nämlich: daß die schöne Ausdauer in einer Politik des größeren Nationalinteresses und eigensinniger Provinzialgeist die beiden treibenden Kräfte seines Aufstieges seien. Das war gut geschaut und umschreibt treffend die Bedeutung der Staatseinheit Preußens für seine Provinzen und für das Reich gerade unter den heutigen Verhältnissen.
Aber vor allem: Das Reich muß uns bleiben. Das spricht unser Instinkt der Selbsterhaltung. Wir wollen uns da an politischem Gefühl nicht von denen unter unseren Gegnern beschämen lassen, die, sie mögen diese Absicht noch so sehr bestreiten, ja durchaus keine Mühe scheuen, das Reich, die Einheit zu zerstören. Jene wissen, wie viel daran liegt, - und wir, wir alle wissen es auch. Die letzten Ereignisse reden deutlich. Ich brauche es Ihnen nicht vorzuführen, was wir Bitteres leiden. Darum bitte ich Sie: Lassen Sie uns in Treue und herzlicher Teilnahme unsere Volksgenossen grüßen, die davon in besonderer Weise hart betroffen sind. Diese gewalttätige Behandlung eines wehrlosen Volkes - möge sie nun im Vertrag von Versailles begründet sein, wie die anderen sagen, oder eine Außerachtsetzung von Rechten und Verträgen, wie wir sie empfingen - wie erschütternd illustrieren das die werdenden Ideen von Völkersolidarität und gemeinsamen Menschheitsinteressen. Diese Ideen, sie sind trotz allem Widerspiel, hoffen wir, lebendig genug, um schließlich zum Siege zu kommen. Aber es soll anscheinend vorerst ein bedeutendes, reichbegabtes und tüchtiges Volk moralisch und physisch vernichtet werden.
Aber dies ist Trost: Inmitten all der Zerrüttung im internationalen Rechtsgefühl besinnt unser Volk sich sichtlich auf sich selbst, auf seine eigenen internationalen Pflichten und Verpflichtungen, aber auch auf seine nationale Würde. Es nimmt sein Leid auf sich nicht mit der Stumpfheit aus den Tagen des Zusammenbruches, sondern wissend. Bewußt, sich erbietend, zu leisten, was menschlich möglich ist, und bewußt sich weigernd zu versprechen, was zu leisten unmöglich ist. Die fremden Staatsmänner, die diese Ehrlichkeit der Gesinnung nicht verstanden und mißdeuteten, haben durch die Art, wie sie darauf antworten, jedenfalls erreicht, daß alles, was deutsch ist, sich zum Zusammenschluß gedrängt fühlt mehr als je zuvor. (Bravo!)
Wir durften es wieder neu erfahren, dort in Oberschlesien, wo schwerer Kampf ums Deutschsein und Deutschbleiben getobt und wo der ehrliche, unverzagte Wille einen geistigen und moralischen Sieg errungen hat.6 Wie überall in deutschen Landen, so ist auch in unserer Provinz die hoffnungsfrohe Kunde freudig vernommen worden. Heißen Dank und Gruß ihnen, die unter schweren Umständen und Gefahren Treue gehalten haben und - wenn Treu und Glauben in der Welt nicht gänzlich verschwunden sind - deutsches Land gerettet haben. (Lebhaftes Bravo!)
Ich erkläre den Provinziallandtag für eröffnet. Möge Ihr Wirken an Segen für das Volk, die Provinz, Staat und Reich so viel bringen, wie ich ihm von Herzen wünsche.
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Als Alterspräsident der Versammlung wirkt der 68-jährige Mühlenbesitzer Josef Kalteyer aus Mühlen. Ihm zur Seite stehen als Schriftführer die beiden jüngsten Mitglieder des Provinziallandtages, der 26-jährige Lehrer Wilhelm Diefenbach aus Höchst und der 27-jährige Schriftsetzer Adam Selbert. Zum Vorsitzenden des Provinziallandtages wird in derselben Sitzung erneut der Frankfurter Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Hopf (SPD) gewählt, zu dessen Stellvertreter Alexander von Keudell (Hessische Arbeitsgemeinschaft). Jakob Meier (Oberzwehren; SPD) und Theodor Sznurkowski (Frankfurt am Main; Deutsche Zentrumspartei) werden als Beisitzer gewählt.

In seiner Eröffnungsansprache führt der Vorsitzende des Provinziallandtages Hopf aus:

Verehrte Damen und Herren! Sie haben mich nun mit knapper Stimmenmehrheit zum Präsidenten gewählt. Ich habe zum zweiten Male die Ehre, den Vorsitz im Provinziallandtag zu führen und spreche die Hoffnung aus, daß die Herren von der Rechten es nicht als einen Schönheitsfehler im ästethischen Sinne betrachten, wenn ich an die Stelle des Herrn von Keudell gesetzt worden bin.8 Ich werde mich bemühen, objektiv zu handeln, weder nach links noch nach rechts zu sehen und der Gerechtigkeit freien Lauf zu lassen.
Ich danke dem Herrn Oberpräsidenten für die Worte der Begrüßung, ebenso danke ich dem Herrn Alterspräsidenten für seine Begrüßungsworte und spreche die Hoffnung aus, daß es uns noch recht lange vergönnt sein möge, ihn als Alterspräsidenten hier begrüßen zu dürfen.
Verehrte Damen und Herren! Seit unserem letzten Zusammensein ist neues Leid über unser deutsches Volk hereingebrochen. Das Inkrafttreten der sog. Sanktionen hat sich noch nicht ausgewirkt und wird sich erst allmählich bemerkbar machen. Zu alten Sorgen sind neue hinzugekommen, außer den seither besetzten Gebieten sind weitere Gebiete besetzt worden, die unter der fremden Besatzung zu leiden haben. Ihr Leid ist unser Leid, ihre Sorgen sind unsere Sorgen. Wir fühlen mit ihnen und wir haben die Hoffnung, daß ihre Bedrängnis und ihr Leid, das sie unter der Fremdherrschaft zu erdulden haben, sie enger zusammenschmiedet und daß sie sich noch mehr, als es schon zeither der Fall war, als Deutsche fühlen werden. Dazu berechtigt uns der Ausfall der Wahlen in Oberschlesien. Trotz aller Schikanen und Verbrechen wird Oberschlesien deutscher Besitz bleiben. Ich darf aus diesem Vorgang die Hoffnung schöpfen, daß ebenso wie in Oberschlesien auch in unseren westlichen Landesteilen die deutsche Treue zum Siege gelangen wird. (Bravo!)
Lassen Sie uns trotz des Vorspieles, das die Präsidentenwahl mit sich brachte, unbesorgt und unbekümmert mit unserer Arbeit dem Vaterlande dienen zu wollen.
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Zusammensetzung des 15. Provinziallandtages

Mitglieder des Kommunallandtages des Regierungsbezirks Kassel

Sitzverteilung:

SPD 18
Hessische Arbeitsgemeinschaft 15
Zentrum 7
DDP 4
Deutsche Volkspartei 3
Deutschnationale Volkspartei 2
VKPD 2
USPD 1

SPD

Braunholz, Johannes (1884–1966; Parteisekretär; Eschwege; Wahlbezirk Eschwege)
Brunner, Heinrich (1877–1956; Lehrer; Kleinenglis; Wahlbezirk Fritzlar)
Häring, Georg Ulrich (1885–1973; Stadtrat; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Hildwein, Joseph (1877–1947; Lehrer; Hanau; Wahlbezirk Hanau-Stadt)
Höner, Karl (1877–1969; Kaufmann; Hofgeismar; Wahlbezirk Hofgeismar)
Jordan, August (1864–1938; Stadtrat, Rendant; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Klehm, Friedrich (1880–1960; Heizer; Niedermittlau; Wahlbezirk Gelnhausen)
Küch, Konrad (1881–1948; Bürgermeister und Schreinermeister; Hönebach; Wahlbezirk Rotenburg)
Meier, Jakob (geb. 1880; Eisenbahnbeamter; Oberzwehren; Wahlbezirk Kassel-Land)
Persch, Ludwig (1873–1947; Buchdrucker; Melsungen; Wahlbezirk Melsungen)
Ramm, Otto (1875–1957; Parteisekretär; Rinteln; Wahlbezirk Grafschaft Schaumburg)
Sautter, Hans (1877–1961; Stadtrat, Professor; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Schnabrich, Michael (1880–1939; Parteisekretär; Hersfeld; Wahlbezirk Hersfeld)
Schröder, Robert (geb. 1882; Glaser; Rommershausen; Wahlbezirk Ziegenhain)
Selbert, Adam (1893–1965; Schriftsetzer; Niederzwehren; Wahlbezirk Kassel-Land)
Stein XII., Philipp (1859–1926; Weißbindermeister; Hochstadt; Wahlbezirk Hanau-Land)
Thöne, Georg (1867–1945; Landrat; Witzenhausen; Wahlbezirk Witzenhausen)
Wittrock, Christian (1882–1967; Privatsekretär; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)

Hessische Arbeitsgemeinschaft

Böhmer, Johannes (1879–1955; Sattlermeister; Witzenhausen; Wahlbezirk Witzenhausen)
Felde, Karl (1867–1925; Kaufmann; Schmalkalden; Wahlbezirk Herrschaft Schmalkalden)
Fenner II., Johannes (1875–1957; Landwirt; Obergrenzebach; Wahlbezirk Ziegenhain)
Grunelius, Alexander von (1869–1938; Landrat; Hersfeld; Wahlbezirk Hersfeld)
Hammerstein, Adolf Freiherr von (1868–1939; Ministerialdirektor a.D.; Wormsthal; Wahlbezirk Grafschaft Schaumburg)
Hülbig, Fritz (1866–1934; Landwirt; Rotenburg an der Fulda; Wahlbezirk Rotenburg)
Keudell, Alexander von (1861–1939; Landrat a.D.; Schloss Wolfsbrunnen; Wahlbezirk Eschwege)
Küchenthal, Dr. Paul (geb. 1875; Studiendirektor; Gelnhausen; Wahlbezirk Gelnhausen)
Landgrebe, Christian (1876–1956; Mühlenbesitzer; Obervellmar; Wahlbezirk Kassel-Land)
Lind, Heinrich (1878–1941; Bürgermeister; Niederissigheim; Wahlbezirk Hanau-Land)
Mink, Johannes (1868–1931; Landwirt; Wolfshausen; Wahlbezirk Marburg)
Murawski, Fritz (1879–1935; Hafnermeister; Hanau; Wahlbezirk Hanau-Stadt)
Stapenhorst, Dr. Ernst Ulrich (1878–1965; Landrat; Frankenberg; Wahlbezirk Frankenberg)
Uslar, Adolf von (1877–1960; Landrat; Wolfhagen; Wahlbezirk Wolfhagen)
Wollenhaupt, Martin (geb. 1870; Steuerinspektor; Fritzlar; Wahlbezirk Fritzlar)

Zentrum

Antoni, Dr. Georg (1862–1945; Oberbürgermeister; Fulda; Wahlbezirk Fulda)
Breitenbach, Konrad (1883–1960; Darlehnskassen-Rechner; Großenlüder; Wahlbezirk Fulda)
Graß, Dr. Fritz (geb. 1891; Generalsekretär; Fulda; Wahlbezirk Fulda)
Linker, Wilhelm (1868–1963; Bürgermeister; Neustadt; Wahlbezirk Kirchhain)
Ludwig, Walter (1882–1945; Landrat; Hünfeld; Wahlbezirk Hünfeld)
Savigny, Dr. Karl von (1855–1928; Geh. Reg.-Rat; Hof Trages; Wahlbezirk Gelnhausen)
Wehner, Josef (1856–1942; Kaufmann; Poppenhausen; Wahlbezirk Gersfeld)

Demokraten

Appel, Karl Friedrich (1868–1935; Lyzeallehrer; Hanau; Wahlbezirk Hanau-Stadt)
Klingelhöfer, Heinrich (1860–1933; Mühlenbesitzer und Landwirt; Niederwetter; Wahlbezirk Marburg)
Schroeder, Dr. Theodor (1860–1951; Geheimer Regierungsrat, Vorsitzender der Landesversicherungsanstalt Hessen-Nassau; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Seibert, Wilhelm (1871–1944; Rektor; Niederzwehren; Wahlbezirk Kassel-Land)

Deutsche Volkspartei

Becker, Dr. Franz (1888–1955; Studienrat; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Harnier, Eduard (1854–1936; Geheimer Justizrat; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Wissemann, D. Georg (1854–1925; Superintendent; Hofgeismar; Wahlbezirk Hofgeismar)

Deutschnationale Volkspartei

Brill, Otto (1884–1934; Rechtsanwalt; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Kreiß, Karl (1866–1945; Landes-Büro-Inspektor; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)

VKPD

Euler, Karl Lukas (1877–1928; Schlosser; Großkrotzenburg; Wahlbezirk Hanau-Land)
Rehbein, Karl (1885–1956; Verbandsangestellter; Hanau; Wahlbezirk Hanau-Stadt)

USPD

Pappenheim, Ludwig (1887–1934; Schriftleiter; Schmalkalden; Wahlbezirk Herrschaft Schmalkalden)

Mitglieder des Kommunallandtages des Regierungsbezirks Wiesbaden

Sitzverteilung:

SPD 18
Zentrum 13
Deutsche Volkspartei 11
Deutschnationale Volkspartei 7
DDP 6
USPD 3
Vereinigte Kommunistische Partei Deutschlands 2
Nassauer Land 1

SPD

Bechtel, Heinrich (1882–1962; Filialleiter; Diez; Wahlbezirk Unterlahn)
Bierbrauer, Rudolf (1884–1937; Diplom-Ingenieur; Weilburg; Oberlahnkreis)
Bittorf, Marie (1886–1974; Stadtverordnete; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main-Stadt)
Diefenbach, Wilhelm (geb. 1895; Lehrer; Höchst am Main; Kreis Höchst am Main)
Gräf, Eduard (1870–1936; Bürgermeister; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Heilmann, Friedrich (1886–1933; Beamter; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Hopf, Heinrich (1869–1929; Stadtverordnetenvorsteher; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main-Stadt)
Kirchner, Karl (1883–1945; Stadtverordneter; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main-Stadt)
Kirmsse, Max (1877–1946; Anstaltslehrer; Idstein; Untertaunuskreis)
Langgemach, Paul (geb. 1875; Stadtrat; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main-Stadt)
Odenweller, Johann Jakob († 1921; Stadtverordneter; Homburg vor der Höhe; Obertaunuskreis)
Poth, Ludwig (1881–1927; Angestellter; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main-Stadt)
Scheffler, Georg (1877–1933; Stadtverordnetenvorsteher; Biebrich; Kreis Wiesbaden Land)
Siebecke, Eugen (1891–1959; Lehrer; Herzhausen; Kreis Biedenkopf)
Trott, Louis (1877–1958; Kaufmann; Haiger; Dillkreis)
Weyland, Franz (geb. 1883; Dachdecker; Hadamar; Kreis Limburg)
Witte, Otto (1884–1963; Stadtverordneter; Wiesbaden; Kreis Wiesbaden-Stadt)
Zimmermann, Josef (1871–1929; Stadtverordneter; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)

Zentrum

Alken, Else (1877–1943; Hausfrau; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main-Stadt)
Dahlhoff, Heinrich (geb. 1882; Rektor; Homburg vor der Höhe; Obertaunuskreis)
Ernst, Dr. Lorenz (1890–1977; Studienrat; Höchst am Main; Kreis Höchst am Main)
Gräf, Jakob (1875–1924; Pfarrer; Kiedrich; Rheingaukreis)
Haenlein, Wilhelm (1876–1949; Weingutsbesitzer; Hochheim am Main; Kreis Wiesbaden Land)
Herkenrath, Heinrich (geb. 1863; Redakteur; Limburg; Kreis Limburg)
Kalteyer, Josef (1852–1932; Mühlenbesitzer; Mühlen; Kreis Limburg)
Lutsch, Wilhelm (1879–1942; Rechtsanwalt, Stadtrat; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Roth, Heinrich (1889–1955; Volksvereinssekretär; Holler; Unterwesterwaldkreis)
Schieren, Dr. Martin (1886–1956; Landrat; Westerburg; Kreis Westerburg)
Schmitz, Wilhelm (geb. 1869; Landgerichtsrat; Wiesbaden; Kreis Wiesbaden Stadt)
Sturm, Karl (1878–1960; Rechtsanwalt; Oberlahnstein; Kreis St. Goarshausen)
Sznurkowski, Theodor (1873–1951; Kürschner; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main-Stadt)

Deutsche Volkspartei

Beil, Albert (1870–1961; Chemiker; Höchst am Main; Wahlbezirk Höchst am Main)
Guckes, Wilhelm (1877–1942; Bürgermeister und Landwirt; Breithardt; Untertaunuskreis)
Klein, Hermann (1878–1960; Landwirt; Cubach; Oberlahnkreis)
Krücke, Georg (1880–1961; Rechtsanwalt; Wiesbaden; Kreis Wiesbaden-Stadt)
Lion, Rudolf (1868–1933; Regierungsbaumeister a.D., Zivilingenieur; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Meyer, Erich (1884–1955; Pfarrer; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main-Stadt)
Rumpf, Dr. Hermann (1875–1942; Rechtsanwalt, Stadtrat; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main-Stadt)
Schröder, Hermann (Oberingenieur; Biebrich; Kreis Wiesbaden-Land)
Travers, Fritz (1874–1929; Bürgermeister; Wiesbaden; Kreis Wiesbaden Stadt)
Ulrici, Werner (1877–1950; Landrat; Marienberg; Oberwesterwaldkreis)
Wagner, Wilhelm (1859–1926; Landwirt; Hahnstätten; Unterlahnkreis)

Deutschnationale Volkspartei

Heldmann, Heinrich (1871–1945; Senatspräsident; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main-Stadt)
Kupfrian, Fritz (1879–1953; Seminarlehrer; Dillenburg; Dillkreis)
Ortmüller, Louis (1859–1931; Landwirt und Mühlenbesitzer; Friedensdorf; Kreis Biedenkopf)
Passavant, Hans von (1890–1953; Kaufmann; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main-Stadt)
Rudolph, Arthur (geb. 1874; Stadtverordneter; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main-Stadt)
Stein, Dr. Wilhelm Freiherr von (1869–1954; Amtsgerichtsrat; Wiesbaden; Kreis Wiesbaden-Stadt)
Zorn II., Adam (1863–1930; Landwirt und Bürgermeister; Niederwallmenach; Kreis St. Goarshausen)

Demokratische Partei

Abt, Jakob (1869–1941; Buchdruckereibesitzer; Oberursel am Taunus; Obertaunuskreis)
Alberti, Dr. Alex (1855–1929; Rechtsanwalt, Geheimer Justizrat; Wiesbaden; Kreis Wiesbaden-Stadt)
Becker, Dr.-Ing. Arthur (1884–1967; Chemiker; Höchst am Main; Kreis Höchst am Main)
Gehrke, Dr. Max (1865–1943; Justizrat, Stadtverordneter; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Schultz, Dr. Anna (1874–1941; Frau; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main-Stadt)
Trumpler, Dr. Hans (1875–1955; Syndikus und Professor; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main-Stadt)

Unabhängige Sozialdemokratische Partei

Asch, Bruno (1890–1940; Stadtrat; Höchst am Main; Wahlbezirk Höchst am Main)
Plewe, Karl (geb. 1876; Stadtverordneter; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main-Stadt)
Schweig, Fritz (1874–1964; Schleifer; Oberursel am Taunus; Obertaunuskreis)

Vereinigte Kommunistische Partei

Birkelbach, Johann (1880–1964; Arbeiter; Ried; Wahlbezirk Höchst am Main)
Lang, Konrad (1885–1963; Stadtverordneter; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main-Stadt)

Nassauer Land

Wagner, Josef (1877–1945; Arbeiter und Landwirt; Ebernhahn; Wahlbezirk Unterwesterwald)10
(LV)


  1. Vgl. Verfassung des Freistaats Preußen vom 30. November 1920, in: Preußische Gesetzsammlung 1920, Nr. 54, S. 543-558, Online-Ausgabe (eingesehen am 2.8.2018).
  2. Der Artikel 86 im Wortlaut: »Bis nach Durchführung der im Artikel 72 vorgesehenen Gesetzgebung sind die Oberpräsidenten, die Regierungspräsidenten und die Vorsitzenden des Provinzial-Schulkollegiums und des Landeskulturamts im Einvernehmen mit dem Provinzialausschusse zu ernennen.« In Artikel 72 ist festgehalten: »(1) Die Provinzen verwalten nach Maßgabe des Gesetzes durch ihre eigenen Organe: a) selbständig die ihnen gesetzlich obliegenden oder freiwillig von ihnen übernommenen eigenen Angelegenheiten (Selbstverwaltungsangelegenheiten); b) als ausführende Organe des Staates die ihnen übertragenen staatlichen Angelegenheiten (Auftragsangelegenheiten). (2) Das Gesetz wird den Kreis der den Provinzen überwiesenen Selbstverwaltungsangelegenheiten erweitern und ihnen Auftragsangelegenheiten übertragen.« Preußische Gesetzsammlung 1920, Nr. 54, S. 556, 558, online unter: Internet-Portal »Westfälische Geschichte« (eingesehen am 14.9.2018).
  3. Schwander bezieht sich hier auf den preußischen Reformer Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein (1757-1831), der sich schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts für eine weitestgehende Selbstverwaltung der Provinzen ausgesprochen hatte. Vgl. Wikipedia: Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein (eingesehen am 25.9.2018).
  4. Schwander stammte aus dem Elsass und war bis 1919 in Straßburg tätig, zuletzt ab Oktober 1918 als »kaiserlicher Statthalter« für das Reichsland Elsaß-Lothringen. Vgl. Wikipedia: Rudolf Schwander (eingesehen am 2.8.2018).
  5. Er bezieht sich hier wahrscheinlich auf den französischen Schriftsteller und Politiker Maurice Barrès (1862-1923), vgl. Wikipedia: Maurice Barrès (eingesehen am 7.8.2018).
  6. Schwander bezieht sich hier auf die am 20. März 1921 durchgeführte Volksabstimmung in Oberschlesien, in der die dort lebende Bevölkerung über den Verbleib bei Preußen beziehungsweise Deutschland oder für eine Angliederung an Polen abstimmen konnten. 59,6 Prozent der Wählerinnen und Wähler votierten schließlich für den Verbleib bei Deutschland. Vgl. Wikipedia: Volksabstimmung in Oberschlesien (eingesehen am 2.8.2018).
  7. Verhandlungen des Provinziallandtags für die Provinz Hessen-Nassau vom 21. bis 23. März und 7. Juni 1921, Cassel 1921, Sp. 1-4.
  8. Die Wahl zum Präsidenten des 15. Provinziallandtages gewann Hopf mit 55 Stimmen knapp gegen Alexander von Keudell, der 52 Stimmen auf sich vereinigen konnte. Ebd., Sp. 10.
  9. Ebd., Sp. 10 f.
  10. Wagner schloss sich der Zentrumsfraktion an. Vgl. Verhandlungen des Provinziallandtags für die Provinz Hessen-Nassau vom 21. bis 23. März und 7. Juni 1921, Cassel 1921, Sp. 7.
Records
Recommended Citation
„Eröffnung des 15. Provinziallandtags der Provinz Hessen-Nassau, 21. März 1921“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edb/id/5418> (Stand: 23.11.2019)
Events in February 1921 | March 1921 | April 1921
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Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde