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Contemporary History in Hessen - Data · Facts · Backgrounds

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Eröffnung des 14. Provinziallandtags der Provinz Hessen-Nassau, 5. Oktober 1920

Im Kasseler Ständehaus wird um 9 Uhr morgens der 14. Provinziallandtag der preußischen Provinz Hessen-Nassau mit einer Ansprache des Landtagskommissars, des Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau Rudolf Schwander (1868–1950), eröffnet:

Meine Damen und Herren!
Der Provinziallandtag von Hessen-Nassau tritt nun wieder zusammen nach einer Pause, die zwei Jahre gedauert hat. Diese ungewöhnlich lange Pause könnte gerechtfertigt scheinen dadurch, daß die Funktionen des Landtages verhältnismäßig beschränkt sind zugunsten der beiden Kommunallandtage. Aber unmittelbar veranlaßt ist die lange Pause, wie Sie wissen, durch die Verhältnisse im besetzten Gebiet, die den Neuwahlen und damit der Einberufung entgegenstanden. Diese Hinderungen beleuchten mit grellem Schlaglicht die Ereignisse, die seit Ihrer letzten Tagung vor sich gegangen sind, und das Bild des heutigen Deutschlands – ein Bild, meine Damen und Herren, von dem man sich abwenden möchte.
Unsere Lage ist schwer. Sie enthält in Überfülle die Bedingungen zum endgültigen Ruin Deutschlands. Dennoch brauchten wir an der Kraft des deutschen Volkes nicht zu verzweifeln, wenn fremder Zerstörungswille nicht Helfershelfer fände in diesem unserem Volke selber. Ich rede nicht von Einzelnen. Ich rede vielmehr von Eigenschaften in unserem Volke, die in besserer Zeit wohl ertragen werden konnten, die aber bei der heutigen Ruhelosigkeit sehr geeignet sind, das Unheil schnell zu vollenden. Ich rede von dem anarchistischen Zug in unserem Charakter, dem Zuge der Zerrüttung, zum Auseinanderstreben. Er war nie gefahrvoller als jetzt – auf ihn zählen so viele. Ich rede sodann von dem Zuge zur Theoretisierung, die gerade in solchen schwachen Zeiten aus dem Doktrinären ins Praktische überzugreifen strebt und z. B. den Gedanken des Internationalismus, der an sich so schön und verheißungsvoll ist, ohne Hemmung propagiert, während die Nachbarvölker, auf die es ankommt, krasser als je den Nationalegoismus pflegen, gewiß nicht zum Nutzen des internationalistisch denkenden Deutschlands. Aus diesem Zuge folgt ein fortschreitend schmähliches Zerfressen der Staatsmoral. Aus ihm folgt, in anderer Anwendung, ein überschnelles Umbilden von Parteidoktrinen in praktische Forderungen, die leicht über den Rahmen hinausgehen, der dem tief verarmten Lande gezogen ist. Es folgt daraus das tiefe Mißtrauen gegeneinander, jetzt, da uns vor allem nottut: Einigkeit.
Wir sehen also im Inneren die Zerrissenheit tief und trostlos sich ausbreiten. Die verzweiflungsvolle Sprache, die dieses Bild redet, wird wohl gefühlsmäßig von vielen verstanden. Sehnsucht nach Ruhe und Ordnung macht sich in breitesten Schichten bemerkbar. Aber auch diese Sehnsucht wird zur Quelle neuen Widerstreits. Die Meinungen über das, was zum Heile führen soll, gehen wiederum auseinander.
Da gibt es noch solche, die dauernd das Heil von unveränderten Leitsätzen der Vorkriegszeit erwarten – sie konnten durch schwerste Erfahrungen nichts lernen und nichts vergessen. Die Arbeiter werden bei ihrer heutigen Machtstellung sich nicht nehmen lassen, was sie bisher erreichten. Herrenstandpunkte der Unternehmer und Besitzer lassen sich ebensowenig mehr behaupten, wie sich das vormalige System der Nutznießung aus der Produktion mehr gutheißen läßt, die nur verschwindend Wenigen zufloß, während die ungeheure Überzahl der Produzierenden kaum das nackte Leben behauptete.
Die Arbeiter sind vielmehr bestrebt, das Erreichte zu erweitern. Sie glauben, durch vollkommene Vergesellschaftung der Produktionsmittel und gänzliche Umgestaltung des Staatswesens zum dauernden Gedeihen des Ganzen kommen zu können. Von der anderen Seite wehrt man sich, und z.T. mit Gründen, die nicht zu übersehen sind, gegen gewaltsame Experimente, die für eine gesunde Wirtschaftsentwickelung sichere Bürgschaft enthalten, deren Gefahren aber, bei einiger Übereilung des Vorgehens, den bereits schwer erschütterten Wirtschaftskörper nur noch rapider in den völligen Verfall stürzen könnten. Der Streit der Meinungen, fort und fort weiter zum Auseinanderreißen treibend, hindert zunächst nur, das zu tun, worauf es jetzt unweigerlich ankommt: Nicht uferlose Steigerung der Löhne und Gehälter helfen – die ja nur weiterhin die Notenpresse abnutzt. Nur auf Erzeugung wirklicher Werte kommt es an: Schaffung von Brot, Wohnung, Kleidung. Der Naturforscher-Kongreß in Nauheim zeigte jüngst wieder mit erschreckender Klarheit, daß aus dem Vorhandenen in kurzem nicht mehr das Nötige entnommen werden kann, was die Millionen Volksmassen haben müssen. Man wird sie weder mit Parteiprogrammen, noch mit Versprechungen nähren und kleiden können.
Dieses tut not, nur auf dieses darf jetzt jeder denken: Werte zu schaffen, Bedürfnisse einzuschränken und seinerseits eine Geistesverfassung mit zu erarbeiten, die den einzig wirksamen Sozialismus enthält, der in dem Satze ausgesprochen ist: Liebe Deinen Nächsten als Dich selbst. Gedenken wir des Volksganzen, mit dem wir auf Gedeih und Verderb zusammengeschmiedet sind, und lassen wir jetzt dieses Gedenken über den Meinungsverschiedenheiten stehen. Kräfte sind noch genug in uns trotz allem und allem; aber sie können nicht zu unserem Heil das Notwendige wirken, wenn sie sich widerstreben in unausgesetzter Verkennung.
Hiermit arbeiten wir allein in die Hände jener, die uns nicht Freund sind. Im Auslande gibt es nicht wenige, die sich jetzt den billigen Luxus leisten, uns zu verachten. Mögen Sie – sie hatten lange genug Grund, uns zu beneiden – mag also ihr Pharisäertum sich nun in Verachtung des Unglücklichen genugtun. Ob wir aber verächtlich sind oder werden wollen, das hängt allein von uns ab. In der Tat würden wir es, wenn wir im jetzigen Elend nicht begriffen, daß nur Einigkeit und glühendes Gefühl für die Leiden aller Volksgenossen imstande sind, die vorhandenen Kräfte zusammenzuraffen, um das deutsche Volk vor endgültiger Verelendung und Versklavung zu bewahren.
Indem ich nun meiner Freude Ausdruck gebe, Sie, meine Damen und Herren, und insbesondere die Herren aus Nassau, die zum erstenmal hier sind, zu begrüßen, eröffne ich den Provinziallandtag mit herzlichen Wünschen für eine erfolgreiche Arbeit.
1

Als Alterspräsident der Versammlung wirkt der 77-jährige Rentner Adolf Theis aus Gladenbach. Ihm zur Seite stehen als Schriftführer die beiden jüngsten Mitglieder des Provinziallandtages, der 25-jährige Lehrer Wilhelm Diefenbach aus Höchst und der 27-jährige Schriftsetzer Adam Selbert. Zum Vorsitzenden des Provinziallandtages wird in derselben Sitzung der Frankfurter Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Hopf (SPD) gewählt, zu dessen Stellvertreter Dr. Hermann Rumpf (DVP), ebenfalls aus Frankfurt am Main. Hermann Oberhaus (DDP) aus Rinteln und Heinrich Roth (Zentrum) aus Holler im Westerwald werden als Schriftführer gewählt.2

In seiner Ansprache geht der Alterspräsident auf die Veränderungen in der Zusammensetzung des Provinziallandtages infolge der Novemberrevolution ein:

Meine Damen und Herren! Im Jahre 1886 wurde die Provinzialordnung bei uns eingeführt und damit der Kommunal- und Provinziallandtag gewählt. Ich habe das Glück gehabt, sämtlichen Tagungen dieser Körperschaften beizuwohnen. Es war mir eine große Freude, mitzuarbeiten an der Errichtung und dem Ausbau der Einrichtungen, die unserer Provinz zum Wohle und zum Segen gereichten. In unser ruhiges Arbeitshaus ist inzwischen ein neuer Gast eingezogen, nämlich die Politik und das Parteiwesen. Von vielen Seiten sind mir Befürchtungen über diese Neuerung ausgesprochen worden. Ich teile diese Befürchtungen nicht. Ich bin der festen Überzeugung, daß in allen Mitgliedern dieses Hauses das feste Bestreben nach dem gleichen Ziele vorhanden ist: der Wohlfahrt unseres Volkes. Um aber zu diesem Ziele zu gelangen, bedarf es gemeinsamer, ernster Arbeit aller Parteien. Da nun die auf unserem Arbeitsprogramm stehenden Beratungsgegenstände reine Hausangelegenheiten sind, frei von jedem politischen Einschlag, so hege ich die Hoffnung, daß hier gemeinsame, ernste und ruhige Arbeit geleistet wird.3

Zusammensetzung des 14. Provinziallandtages

Mitglieder des Kommunallandtages des Regierungsbezirks Kassel

Sitzverteilung

Mehrheitssozialdemokratie 19
Deutschnationale Partei 12
Freie Arbeitsgemeinschaft 11
Christliche Volkspartei 9
Demokratische Partei 8
Unabhängige Sozialdemokratische Partei 4

Mehrheitssozialdemokraten

Brunner, Heinrich (1877–1956; Lehrer; Kleinenglis; Wahlbezirk Fritzlar)
Busche, Friedrich (1850–1935; Bürgermeister; Beckedorf; Wahlbezirk Grafschaft Schaumburg)
Häring, Georg Ulrich (1885–1973; Stadtrat; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Hauschildt, Richard (1876–1934; Stadtverordneter; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Hildwein, Joseph (1877–1947; Lehrer; Hanau; Wahlbezirk Hanau-Stadt)
Höner, Karl (1877–1969; Betriebsleiter; Hofgeismar; Wahlbezirk Hofgeismar)
Hoßbach, Friedrich (1877–1971; Kaufmann; Eschwege; Wahlbezirk Eschwege)
Jordan, August (1864–1938; Stadtrat, Rendant; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Küch, Konrad (1881–1948; Bürgermeister, Schreinermeister; Hönebach; Wahlbezirk Rotenburg)
Meier, Jakob (geb. 1880; Eisenbahnbeamter; Oberzwehren; Wahlbezirk Kassel-Land)
Persch, Ludwig (1873–1947; Schriftsetzer; Melsungen; Wahlbezirk Melsungen)
Puth, Jean (1865–1933; Komm. Bürgermeister, Kaufmann; Fechenheim; Wahlbezirk Hanau-Land)
Ramm, Otto (1875–1957; Flaschenmacher; Rinteln; Wahlbezirk Grafschaft Schaumburg)
Sautter, Hans (1877–1961; Stadtrat, Professor; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Schnabrich, Michael (1880–1939; Gewerkschaftssekretär; Hersfeld; Wahlbezirk Hersfeld)
Selbert, Adam (1893–1965; Schriftsetzer; Niederzwehren; Wahlbezirk Kassel-Land)
Sohl, Heinrich (1883–1963; Bürgermeister; Ehlen; Wahlbezirk Wolfhagen)
Stein XII., Philipp (1859–1926; Beigeordneter, Weißbinder; Hochstadt; Wahlbezirk Hanau-Land)
Thöne, Georg (1867–1945; Landrat; Witzenhausen; Wahlbezirk Witzenhausen)

Deutschnationale

Altstadt, Adam (1874–1946; Bürgermeister, Landwirt; Burghaun; Wahlbezirk Hünfeld)
Breitstadt, Johannes (1858–1937; Bürgermeister; Hassenhausen; Wahlbezirk Marburg)
Francke, Lic. theol. Rudolf (1862–1953; Pfarrer; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Funck, Karl Freiherr von (1881–1963; Landrat; Homberg (Efze); Wahlbezirk Homberg)
Gilsa, Adolf von und zu (1876–1945; Landrat; Kirchhain, Herkulesstraße 15 II; Wahlbezirk Kirchhain)
Grunelius, Alexander von (1869–1938; Landrat; Hersfeld; Wahlbezirk Hersfeld)
Hagedorn, Ernst (1863–1941; Rittergutsbesitzer; Griemelsheim; Wahlbezirk Hofgeismar)
Justi, Heinrich (1876–1945; Gutsbesitzer; Lützelwig; Wahlbezirk Homberg)
Keudell, Alexander von (1861–1939; Landrat a.D.; Schloss Wolfsbrunn; Wahlbezirk Eschwege)
Lind, Heinrich (1878–1941; Bürgermeister; Niederissigheim; Wahlbezirk Hanau-Land)
Metz, Wilhelm (1864–1936; Gutsbesitzer; Zennern; Wahlbezirk Fritzlar)
Tuercke, Richard (1862–1930; Landrat, Geheimer Regierungsrat; Rotenburg an der Fulda; Wahlbezirk Rotenburg)

Freie Arbeitsgemeinschaft

Berta, Rudolf (1849–1928; Hauptmann a.D.; Soden; Wahlbezirk Schlüchtern)
Bredt, Dr. Victor (1879–1940; Professor; Marburg; Wahlbezirk Marburg)
Brunner, Karl (1862–1945; Bürgermeister; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Delius, Conrad (1881–1945; Regierungsrat; Gelnhausen; Wahlbezirk Gelnhausen)
Felde, Karl (1867–1925; Kaufmann; Schmalkalden; Wahlbezirk Herrschaft Schmalkalden)
Müller, Adolf (1864–1931; Bürgermeister; Allendorf an der Werra; Wahlbezirk Witzenhausen)
Stapenhorst, Dr. Ernst Ulrich (1878–1965; Landrat; Frankenberg; Wahlbezirk Frankenberg)
Steinau-Steinrück, Günther von (1881–1942; Landrat; Ziegenhain; Wahlbezirk Ziegenhain)
Stückrath, Konrad (1884–1952; Bürgermeister; Schlüchtern; Wahlbezirk Schlüchtern)
Uslar, Adolf von (1877–1960; Landrat; Wolfhagen; Wahlbezirk Wolfhagen)
Vetter, Kurt Heinrich (1862–1945; Bürgermeister; Breitenbach am Herzberg; Wahlbezirk Ziegenhain)

Christliche Volkspartei

Antoni, Dr. Georg (1862–1945; Oberbürgermeister; Fulda; Wahlbezirk Fulda)
Arnd, Karl (1867–1934; Kaufmann; Fulda; Wahlbezirk Fulda)
Brückner, Michael (1871–1936; Kalkbrennereibesitzer; Somborn; Wahlbezirk Gelnhausen)
Herbert, Karl (1883–1949; Bürgermeister; Zirkenbach; Wahlbezirk Fulda)
Jonas, Valentin (1865–1928; Bürgermeister; Rex; Wahlbezirk Fulda)
Linker, Wilhelm (1868–1963; Bürgermeister; Neustadt; Wahlbezirk Kirchhain)
Ludwig, Walter (1882–1945; Landrat; Hünfeld; Wahlbezirk Hünfeld)
Marx, Dr. Heinrich Karl Herrmann (1879–1938; Amtsrichter; Fulda; Wahlbezirk Gersfeld)
Wehner, Josef (1856–1942; Kaufmann; Poppenhausen; Wahlbezirk Gersfeld)

Demokraten

Hild, Karl (1873–1938; Oberbürgermeister; Hanau; Wahlbezirk Hanau-Stadt)
Klingelhöfer, Heinrich (1860–1933; Mühlenbesitzer; Niederwetter; Wahlbezirk Marburg)
Leineweber, Adolf (geb. 1874; Postrat; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Mater, Wilhelm (1877–1951; Mühlenbesitzer; Viermünden; Wahlbezirk Frankenberg)
Oberhaus, Hermann (geb. 1879; Steuersekretär; Rinteln; Wahlbezirk Grafschaft Schaumburg)
Schroeder, Dr. Theodor (1860–1951; Vorsitzender der Landesversicherungsanstalt Hessen-Nassau; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Seibert, Wilhelm (1871–1944; Rektor; Niederzwehren; Wahlbezirk Kassel-Land)
Wasmuß, Heinrich Christian Wilhelm (1865–1943; Landwirt; Bischofferode; Wahlbezirk Melsungen)

Unabhängige Sozialdemokraten

Heßberger, Heinrich (1873–1952; Landwirt; Bad Orb; Wahlbezirk Gelnhausen)
Küllmer, Karl (1877–1942; Gewerkschaftsbeamter; Reichensachsen; Wahlbezirk Eschwege)
Pappenheim, Ludwig (1887–1934; Schriftleiter; Schmalkalden; Wahlbezirk Herrschaft Schmalkalden)
Reumschüssel, Karl (1884–1940; Bürovorsteher; Steinbach-Hallenberg; Wahlbezirk Herrschaft Schmalkalden)

Mitglieder des Kommunallandtages des Regierungsbezirks Wiesbaden

Sitzverteilung

Mehrheitssozialdemokratie 21
Zentrumspartei 17
Deutsche Volkspartei 14
Demokratische Partei 12
Unabhängige Sozialdemokratische Partei 4
Deutschnationale Partei 3
Bauernschaft 1
Parteilos 1

Mehrheitssozialdemokraten

Bechtel, Heinrich (1882–1962; Filialleiter; Diez; Wahlbezirk Unterlahn)
Bierbrauer, Rudolf (1884–1937; Diplom-Ingenieur; Weilburg; Wahlbezirk Oberlahn)
Burkhardt, Georg (1884–1962; Lehrer; Rauenthal; Wahlbezirk Rheingau)
Bittorf, Marie (1886–1974; Kontrolleurin und Stadtverordnete; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Diefenbach, Wilhelm (geb. 1895; Lehrer; Höchst am Main; Wahlbezirk Höchst)
Gräf, Eduard (1870–1936; Bürgermeister; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Hopf, Heinrich (1869–1929; Stadtverordnetenvorsteher; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Kirchner, Karl (1883–1945; Stadtverordneter; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Langgemach, Paul (geb. 1875; Lagerhalter und Stadtrat; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Lieser, Wilhelm (1875–1926; Redakteur; Wiesbaden; Wahlbezirk Wiesbaden-Stadt)
Neuberger, Julius (1872–1922; Arzt und Stadtverordneter; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Petzold, Hermann (geb. 1874; Gauleiter; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Preis, Johannes (1885–1960; Spengler; Griesheim; Wahlbezirk Höchst)
Scheffler, Georg (1877–1933; Stadtverordnetenvorsteher; Biebrich; Wahlbezirk Wiesbaden Land)
Schwarz, Andreas (1869–1955; Schiffer; Flörsheim am Main; Wahlbezirk Wiesbaden-Land)
Siebecke, Eugen (1891–1959; Lehrer; Herzhausen; Wahlbezirk Biedenkopf)
Trott, Louis (1877–1958; Kaufmann; Haiger; Wahlbezirk Dill)
Witte, Otto (1884–1963; Parteisekretär; Wiesbaden; Wahlbezirk Wiesbaden-Stadt)
Wittich, Heinrich (1865–1943; Landtagsabgeordneter; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Zielowski, Otto (1866–1928; Stadtrat; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Zimmermann, Josef (1871–1929; Stadtverordneter; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)

Zentrumspartei

Dahlhoff, Heinrich (geb. 1882; Rektor; Homburg vor der Höhe; Wahlbezirk Obertaunus)
Ernst, Dr. Lorenz (1890–1977; Studienrat; Höchst am Main; Wahlbezirk Höchst)
Haenlein, Wilhelm (1876–1949; Weingutsbesitzer; Hochheim am Main; Wahlbezirk Wiesbaden Land)
Heil, Gerhard (1869–1943; Buchdruckereibesitzer und Stadtrat; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Kalteyer, Josef (1852–1932; Gutsbesitzer; Mühlen; Wahlbezirk Limburg)
Klemann, Jakob (1883–1969; Rektor; Eltville; Wahlbezirk Rheingau)
Krüsmann, Markus (1879–1964; Bürgermeister; Limburg; Wahlbezirk Limburg)
Lutsch, Wilhelm (1879–1942; Rechtsanwalt; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Rienecker, Theodor (Gewerkschaftsbeamter; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Roth, Heinrich (1889–1955; Volksvereinssekretär; Holler; Wahlbezirk Unterwesterwald)
Schellen, Karl (1885–1945; Landrat; Limburg; Wahlbezirk Limburg)
Schieren, Dr. Martin (1886–1956; Landrat; Westerburg; Wahlbezirk Westerburg)
Schmitt, Jakob (1860–1929; Ökonomierat; Molsberg; Wahlbezirk Westerburg)
Schmitz, Wilhelm (geb. 1869; Landgerichtsrat; Wiesbaden; Wahlbezirk Wiesbaden-Stadt)
Sturm, Karl (1878–1960; Rechtsanwalt; Oberlahnstein; Wahlbezirk St. Goarshausen)
Teves, Dr. Wilhelm († nach 1956; Rechtsanwalt und Notar; Montabaur; Wahlbezirk Unterwesterwald)
Wagner, Josef (1877–1945; Arbeiter und Landwirt; Ebernhahn; Wahlbezirk Unterwesterwald)

Deutsche Volkspartei

Buchsieb, Friedrich (1856–1933; Amtsrat, Kreisdeputierter; Runkel; Wahlbezirk Oberlahn)
Christ, Philipp (1867–1947; Landwirt; Kloppenheim; Wahlbezirk Wiesbaden-Land)
Göller, Karl (Bürgermeister; Bogel; Wahlbezirk St. Goarshausen)
Guckes, Wilhelm (1877–1942; Bürgermeister und Landwirt; Breithardt; Wahlbezirk Untertaunus)
Herpell, Heinrich (1861–1929; Bürgermeister; St. Goarshausen; Wahlbezirk St. Goarshausen)
Lex, Adolf (geb. 1862; Landrat, Geh. Regierungsrat; Weilburg; Wahlbezirk Oberlahn)
Lion, Rudolf (1868–1933; Regierungsbaumeister a.D., Zivilingenieur; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Lübke, Walter (1861–1930; Oberbürgermeister; Bad Homburg vor der Höhe; Wahlbezirk Obertaunus)
Rumpf, Dr. Hermann (1875–1942; Rechtsanwalt, Stadtrat; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Schneider, Karl (1873–1946; Bürgermeister a.D.; Steinfischbach; Wahlbezirk Usingen)
Theis, Adolf (1842–1924; Rentner; Gladenbach; Wahlbezirk Biedenkopf)
Travers, Fritz (1874–1929; Bürgermeister; Wiesbaden; Wahlbezirk Wiesbaden Stadt)
Velte, Fritz (1863–1940; Postagent; Wehrheim; Wahlbezirk Usingen)
Weigel, Adam (1875–1965; Bürgermeister; Breidenbach; Wahlbezirk Biedenkopf)

Demokratische Partei

Alberti, Dr. Alexander (1855–1929; Rechtsanwalt, Geh. Justizrat; Wiesbaden; Wahlbezirk Wiesbaden-Stadt)
Bleicher, Dr. Heinrich (1861–1929; Professor, Stadtrat; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Eck, Adolf von (1860–1923; Rechtsanwalt, Justizrat; Wiesbaden; Wahlbezirk Wiesbaden-Stadt)
Gehrke, Dr. Max (1865–1943; Justizrat, Stadtverordneter; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Goll, Emil (1865–1939; Landtagsabgeordneter; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Hertz, Dr. Moritz Philipp (1871–1940; Justizrat, Stadtverordneter; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Herwig, Moritz (1870–1930; Hüttenbesitzer; Dillenburg; Wahlbezirk Dill)
Scheuern, Ernst (1868–1953; Bürgermeister; Diez; Wahlbezirk Unterlahn)
Schmidt, Heinrich (1876–1931; Bürgermeister a.D.; Eisemroth; Wahlbezirk Dill)
Stoltze, Friedrich (1869–1964; Stadtverordneter; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Voigt, Georg (1866–1927; Oberbürgermeister; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Woell, Dr. Wilhelm (1871–1926; Stadtrat; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)

Unabhängige Sozialdemokratische Partei

Lang, Konrad (1885–1963; Stadtverordneter; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Plewe, Karl (geb. 1876; Stadtrat; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Reinemer, Ernst (1874–1933; Metallarbeiter; Hattersheim; Wahlbezirk Höchst)
Wick, Richard (1872–1955; Lagerverwalter; Oberursel; Wahlbezirk Obertaunus)

Deutschnationale Partei

Fetthauer, Wilhelm (1866–1925; Landwirt und Mühlenbesitzer; Wied; Wahlbezirk Oberwesterwald)
Till, Hermann (geb. 1873; Professor, Studienrat; Frankfurt am Main; Wahlbezirk Frankfurt am Main)
Trotha, Gebhard von (1871–1933; Landrat; Langenschwalbach; Wahlbezirk Untertaunus)

Bauernschaft

Wolf, August Karl (1871–1943; Landwirt und Bürgermeister; Kördorf; Wahlbezirk Unterlahn)

Parteilos

Ulrici, Werner (1877–1950; Landrat; Marienberg; Wahlbezirk Oberwesterwald)
(LV)


  1. Verhandlungen des Provinziallandtags für die Provinz Hessen-Nassau vom 5. und 6. Oktober 1920, Cassel 1920, Sp. 1-4.
  2. Ebd., Sp. 6 f.
  3. Ebd., Sp. 4.
Records
Recommended Citation
„Eröffnung des 14. Provinziallandtags der Provinz Hessen-Nassau, 5. Oktober 1920“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edb/id/5412> (Stand: 23.11.2019)
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