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Gauleiter Sprenger befiehlt die Evakuierung Südhessens, 24. März 1945

NSDAP-Gauleiter Jakob Sprenger (1884–1945) gibt angesichts des Rheinübergangs der US-Truppen bei Oppenheim und ihres Vormarschs auf Darmstadt und Frankfurt am Main den Befehl zur Evakuierung Südhessens, der jedoch nicht mehr ausgeführt wird. Angeblich ordnet Sprenger auch an, das Gauhaus zu zerstören, damit keine Parteiunterlagen in die Hände der vorrückenden Amerikaner fallen.

Sprenger selbst verlässt Frankfurt am 25. März oder in den ersten Stunden des 26. März in einem von seinem Chauffeur gesteuerten Dienstwagen. Er fährt zunächst offenbar ziellos umher, nachdem er mit einem Ersuchen um ein Gespräch mit Hitler von Martin Bormann abgewiesen worden ist, gelangt dann nach Thüringen und schlägt sich schließlich mit seiner Frau und seiner Tochter nach Bayern und Tirol durch. Am 8. Mai begeht er angesichts der sich nähernden amerikanischen Truppen mit seiner Frau in Kössen (Tirol) Selbstmord durch die Einnahme vergifteten Weinbrands.
(OV)

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„Gauleiter Sprenger befiehlt die Evakuierung Südhessens, 24. März 1945“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edb/id/2982> (Stand: 24.3.2019)
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