Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

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5915 Wiesbaden
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Herzogtum Nassau 1819 – 46. Wiesbaden

Kloppenheim

Stadtteil
Gemeinde Wiesbaden, Stadt Wiesbaden 
Settlement | Statistics | Constitution | Property | Church and Religion | Culture | Economy | References | Citation
Settlement

Settlement Type:

Dorf

Localization:

5 km nordöstlich von Wiesbaden

Geographical Situation:

Siedlung am Wäschbach. Älterer Teil links des Baches, Kirche in zentraler Lage.

Earliest Reference:

927

Historical Names:

Settlement Sites:

Coordinates:

Gauß-Krüger: 3450509, 5551255
UTM: 32 U 450454 5549475
WGS84: 50.09546221° N, 8.307286486° O OpenLayers

Statistics

Location Code:

414000230

Land Usage Statistics:

  • 1885 (Hektar): 691, davon 387 Acker (= 56.01 %), 46 Wiesen (= 6.66 %), 225 Holzungen (= 32.56 %)

Population Statistics:

  • 1885: 804, davon 741 evangelisch (= 92.16 %), 55 katholisch (= 6.84 %), 8 Juden (= 1.00 %)

Charts:

Kloppenheim: Einwohnerzahlen 1834-1967

Data source: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Constitution

Administrative Area:

  • 1353: Grafschaft Nassau (walramische Linie), Herrschaft Wiesbaden
  • 1355: Nassau-Sonnenberg, Amt Sonnenberg
  • 1404: Grafschaft Nassau-Weilburg und Nassau-Idstein-Wiesbaden, Herrschaft Sonnenberg
  • 1605: Nassau-Weilburg, Herrschaft Wiesbaden
  • 1787: Fürstentum Nassau-Usingen, Oberamt oder Herrschaft Wiesbaden
  • 1806: Herzogtum Nassau, Oberamt Wiesbaden, Kirchspiel Kloppenheim
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Wiesbaden
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk X (Kreisamt Wiesbaden)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Wiesbaden
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Wiesbaden (Main-Kreis)
  • 1928: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Stadtkreis Wiesbaden

Former Administrative District:

Wiesbaden

Court:

  • 1441: Abtretung der Hochgerichtsbarkeit von den Herren von Eppstein an Nassau
  • 1816: Amt Wiesbaden
  • 1849: Justizamt Wiesbaden
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Wiesbaden
  • 1867: Amtsgericht Wiesbaden

Lordship:

Um 1200 war das Hochgericht in Kloppenheim im Besitz der Herren von Eppstein und gelangt 1441 endgültig an Nassau.

1353 im Weistum des Hofes Wiesbaden genannt

Gemeindeentwicklung:

Am 1.4.1928 Eingemeindung in die Stadt Wiesbaden.

Property

Manorial System and Landholding:

  • 927 schenken die Eheleute Alfwin und Ada dem Ursula-Stift zu Köln einen Hof mit allem Zubehör in Bierstadt sowie mit 30 zu diesem Hof gehördenen Mansen samt den darauf sitzenden Hörigen und einen Anteil an der Bierstädter Kirche, in Bierstadt, Kloppenheim, Erbenheim und Wicker im Königssondergau und an einem weiteren Ort. 1076 vermacht Graf Drutwin dem Kloster Bleidenstadt 6 Mark in Kloppenheim und einen Wald mit Äckern zum Begräbnis und Jahrgedächtnis seines Vaters Dudo.
  • Das Hochgricht in Kloppenheim war um 1200 in den Händen der Herren von Eppstein, doch betrachteten die Grafen von Nassau das Dorf schon im 14. Jahrhundert als ihren Besitz. 1355 wurde es bei den Teilungsverhandlungen als eigenes Dorf behandelt. 1441 verzichteten die Eppsteiner mit der Übergabe der Leibeigenen und Rechte auf die höchste Gerichtsbarkeit.
  • 1457 verpfänden Graf Johann von Nassau und seine Frau Marie dem Schwiegersohn Ludwig von Isenburg die Hälfte ihres Halbenteils am Schloss Sonnenberg mit Einkünften u.a. in Kloppenheim unter Zustimmung des Erzbischofs Dietrich von Mainz als Lehnsherrn.
  • Als Grundherren waren seit dem 13. Jahrhundert in Kloppenheim zahlreiche Mainzer Kirchen, St. Jakob, St. Peter, Liebfrauen und das Georgshospital sowie das Kloster Eberbach vertreten.

Tithes:

Zehntherr war das Kloster Bleidenstadt.

Church and Religion

Local Churches:

  • Vor 1360: Pfarrei

Parochial Affiliation:

Zum Kirchspiel gehörte Heßloch

Monasteries:

  • vor 1360 und in der Folge zum Kloster Bleidenstadt gehörig

Conversions:

Die Einführung der Reformation erfolgte vermutlich um 1540. Auringen, Naurod und Heßloch wurden zeitweise von Kloppenheim versehen.

In allen Orten des Herzogtums Nassau wurde ab 1817 die Union des lutherischen und reformierten Bekenntnisses zu einer evangelischen Kirche eingeführt.

Intermediate Church Authorities:

Archidiakonat des Propstes von St. Peter in Mainz, Dekanat Kastel

References

Bibliography:

Citation
„Kloppenheim, Stadt Wiesbaden“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/ol/id/11145> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde