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Hessian Biography

Portrait

Friedrich Prinz von Hessen-Kassel
(1790–1876)

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GND-ID

1031971459

Hessen-Kassel, Friedrich Prinz von [ID = 15826]

* 25.4.1790 Maastricht, † 25.10.1876 Rumpenheim
Other Names | Activity | Family Members | References | Life | Citation
Family Members

Father:

Hessen-Kassel, Friedrich Landgraf von, * Kassel 11.9.1747, † Frankfurt am Main 20.5.1837

Mother:

Nassau-Usingen, Karoline Polyxena Prinzessin von, 1762–1823

Relatives:

References

Bibliography:

Image Source:

Prinz Friedrich, Ölbild, Hessische Hausstiftung, Schloss Fasanerie B 247 (beschnitten), in: Franz, Das Haus Hessen, Darmstadt 2012, S. 161

Life

Für seinen dritten Sohn beantragte Landgraf Friedrich 1802 beim Domkapitel von Brandenburg die Aufnahme als Kanonikus. Schon seit 1797 war Friedrich allerdings Kapitän à la suite im preußischen Infanterieregiment Landgraf von Hessen-Kassel. Nach dem Erwerb der Kurwürde gewährte ihm der Onkel neben dem Lehen Burggut Bürgeln einen jährlichen Sustentationszuschuss von 4.000 Talern. Als der Kurfürst 1805 im Rahmen der Mobilmachung die Einziehung seines Neffen forderte und weiteres Geld für dessen Ausrüstung schickte, lehnte Landgraf Friedrich jedoch mit dem Hinweis ab, der Sohn sei noch zu jung und sehr schwächlich. Dies geschah auch vor dem familiären Hintergrund, dass der nächstältere Bruder Karl drei Jahre zuvor im Alter von 13 Jahren verstorben war.

Erst im August 1810 begann Prinz Friedrich seinen aktiven Dienst im preußischen Militär, zunächst als Major à la suite des Leib-Infanterieregiments, dann im 3. Brandenburgischen Husarenregiment. In den Kriegsjahren 1814/15 war er kurhessischer Oberst und Brigadekommandeur der Kavallerie, wechselte dann in den niederländischen Dienst und kehrte im Winter 1821/22 in die preußische Armee zurück. Als Generalmajor 1825 Kommandeur der 11. Kavalleriebrigade, wurde er 1834 Kommandeur der 1. Division im 6. Armeekorps und 1837 Generalleutnant der Kavallerie. Im Frühjahr 1839 übernahm Friedrich den mit dem Tod Landgraf Ludwigs von Hessen-Homburg vakant gewordenen Posten des Gouverneurs der Bundesfestung Luxemburg. Sein besonderes Interesse galt fortan dem Fortifikationswesen. Aus gesundheitlichen Gründen erbat Friedrich 1846 seine Entlassung und lebte fortan mit seinem Bruder Georg auf Schloss Rumpenheim. Bei der Beisetzung 1876 wurden seine zahlreichen Ordensauszeichnungen auf beiden Seiten des Sarges auf vier Kissen ausgebreitet.

Christine Klössel

(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 160 f.)

Citation
„Hessen-Kassel, Friedrich Prinz von“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/1031971459> (Stand: 25.10.2021)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde