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Haingasse 15, Scheune

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Basic Data
ID

996

Anschrift heute

Haingasse 15, Scheune

Alte Hausnummern

37.1

Type

Nebengebäude

Lage anzeigen

Orthophoto
Cadastral Map
ATKIS 1:10.000

Kunstgeschichtliche Bewertung

neutral / nicht bewertet

Gehört zu

Haingasse 15, Hauptgebäude

Grundbuch-Nummer

6/252 (1907, 1933)

Parzellen-Nummer

Flurkartenblatt 15 Nr. 135/9

Gebäudebeschreibung
Datum der Aufnahme

30. Juli 1907

Name

Scheune

Stockwerke

2.0

Bauart

Fachwerk und massiv

Dachdeckung

Ziegel

Status

gut

Description

Anzahl der Stockwerke: zweigeschossig (Quellenangabe);

Kuhstall für ca. 7 Kühe, 1 Tenne

1. Stock: Heu- und Bodenraum

– kein Nutzwert taxiert, da steuerfrei nach § 3,7 des Gebäudesteuergesetzes

Brandkassenwert

6430 Mark entspricht Rang 53 von 88 (Typ = Nebengebäude)

Versicherer

Nassauische Brandkasse

Notes

1933 mit dem Stall mit Remise zu einem Hintergebäude quer mit Anbau und Scheune vereinigt.

Gebäudebeschreibung mit Lageplanskizze 1907: in der Skizze gegen den Uhrzeigersinn: 1 Wohnhaus; 2 Seitengebäude mit Stallung; 3 Scheune; 4 Stall mit Remise.

Weitere Beschreibungen

1933 VN: Einbau gewerblicher Teile und Vereinigung von Nebengebäuden; Grundskizze.

Gebäudebeschreibung mit Grundskizze 1933: in der Skizze gegen den Uhrzeigersinn: Toreinfahrt; Wohnhaus; Seitengebäude mit neu errichteten Anbauräumen (Metzgerei-Anlage, rot schraffiert) und Scheune; Autogarage.

Gebäudebeschreibung mit Grundskizze 1938: in der Skizze gegen den Uhrzeigersinn: a Wohnhaus; b Seitengebäude; c Hintergebäude quer mit Anbau: Scheune mit eingebauter Autogarage.

Bauakten
Plans

Zeichnung zum Einbau einer Wurstküche und [eines] Maschinenraumes sowie einer Waschküche und eines Kühlraums in der Scheune für Herrn Metzgermeister Heinrich Fischer, 7. März 1932 (Grundrisse des Keller- und des Erdgeschosses, Lageplan)

Zeichnung zum Einbau einer Wurstküche und [eines] Maschinenraumes sowie einer Waschküche und eines Kühlraums in der Scheune für Herrn Metzgermeister Heinrich Fischer, 7. März 1932 (Querschnitt, Längenschnitt, Hinter-Ansicht, Hof-Ansicht)

Zeichnung zur Einrichtung einer Autogarage auf der Liegenschaft des Herrn Metzgermeisters Heinr. Fischer, 16. September 1937 (Vorder-Ansicht, Schnitt A-B, Grundplan, Lageplan)

Zeichnung zum Einbau eines Arbeitsraumes sowie eines Fleisch- und Pökelraumes in der ehemaligen Scheunentenne für Herrn Metzgermeister Heinrich Fischer, 24. November 1940 (Vorder-Ansicht, Längenschnitt) [Plan in dreifacher Ausfertigung vorhanden]

Zeichnung zum Einbau eines Arbeitsraumes sowie eines Fleisch- und Pökelraumes in der ehemaligen Scheunentenne für Herrn Metzgermeister Heinrich Fischer, 24. November 1940 (Grundrisse des Keller- und Erdgeschosses, Querschnitt, Lageplan) [Plan in dreifacher Ausfertigung vorhanden]

Weitere Gebäude im Lageplan

Lageplan (1932):

Haingasse 13 [Friedrich Mest]

Haingasse 17 [Michael Kany]

Lageplan (1937):

Haingasse 13 [Friedrich Mest]

Haingasse 17 [Michael Kany]

Lageplan (1940):

Haingasse 13 [Friedrich Mest]

Haingasse 17 [Michael Kany]

Name

Scheune

Bauart

siehe Feld Bemerkungen (BA)

Dachdeckung

siehe Feld Bemerkungen (BA)

Description

Aufteilung der Räume im Jahr 1932:

Kellergeschoss: Keller

Erdgeschoss (Scheune): Viehstall, Tenne, Waschküche, Maschinenraum, Durchgang in den Garten

Erdgeschoss (Seitenbau mit Stallung): früherer Maschinenraum (seither Wurstküche, jetzt Kühlraum), frühere Wurstküche (seither Waschküche), Waschküche, Sägemehlraum

Aufteilung der Räume im Jahr 1940:

Erdgeschoss (Scheune): Autogarage, Arbeitsraum, Fleischraum, Pökelraum, Wurstküche, Maschinenraum

Notes

In der umfangreichen "Baubeschreibung zum Baugesuch des Herrn Metzgermeisters Heinrich Fischer" vom 9. März 1932 [Einbau einer Wurstküche und eines Maschinenraums sowie einer Waschküche und eines Kühlraums in der Scheune] heißt es u. a.: "Der unterzeichnete Antragsteller hat das vorher seinen Eltern gehörige Anwesen in der Haingasse 15 seit kurzem käuflich erworben, und betreibt hier eine Metzgerei. [...]. Der seitherige Betrieb bestand aus dem Laden im Vorderhaus, dem Kühlraum im Keller hierunter sowie der Wurstküche, dem Maschinenraum und der Räucherkammer im hinteren Seitenbau. Diese 3 letzteren Räume sollen jetzt zu einem Raum, dem Kühlraum, vereinigt werden. Zu diesem Zwecke werden die Zwischenwände, die von oben her nicht belastet sind, entfernt. In dem Teil rechts von der Scheunentenne soll die neue Wurstküche und der Maschinenraum hergestellt werden. Unter diesen beiden Räumen befindet sich ein großer Keller. [...]. Die Kellerwände sind 51 cm stark aus Backsteinen hergestellt und noch gut erhalten. In die hintere und vordere Kellerwand wird ein Fenster gebrochen mit Lichtschacht davor. Die Lichtschächte werden mit Eisenrosten abgedeckt. Die alte Kellertreppe kommt in Fortfall. Es muss deshalb eine neue Kellertreppe von der Tenne aus, deren Stufen aus Beton bestehen, angelegt werden. Die Wangenmauer hierzu wird in Ringofensteinmauerwerk hergestellt und hierauf ein Eisengeländer (Schutzgeländer) angebracht. [...]. Die 4 Umfassungswände der geplanten Wurstküche und des Maschinenraums sind jetzt Holzfachwerkswände und mit Backsteinen ausgemauert. Hierbei soll nun die hintere und vordere Wand entfernt und durch neue 25 cm starke Ringofensteinwände ersetzt werden. [...]. An die seitlichen Langwände wird vor die bestehende Holzfachwerkswand noch eine 12 cm starke Ringofensteinwand in verlängertem Zementmörtel davor gemauert, so dass die Gesamtstärke dann 25 cm beträgt. [...]. Die Wurstküche und der Maschinenraum sind durch eine Zwischenwand aus Eisenfachwerk getrennt und wird hierbei der untere Teil bis Brüstungshöhe mit Ringofensteinen ausgemauert. [...]. In der rechten Ecke der Wurstküche ist die Räucherkammer vorgesehen. Dieselbe ist in massiver Ausführung mit einer Betondecke gedacht, wird vom Durchgang aus bedient und erhält eine feuersichere Eisentür. [...]. Ferner beabsichtigt der Bauherr noch eine Waschküche [zu errichten], und zwar soll dieselbe im vorherigen Pferdestall eingerichtet werden. Da der Pferdestall in der Breite bis zur Wurstküche ging, so ist geplant, hier eine Zwischenwand aus Ringofensteinen herzustellen, damit ein besonderer Durchgang nach dem Garten entsteht. [...]. Alle bestehenden Wände der Waschküche und des Kühlraums sind Eisenfachwerkswände mit Ringofensteinen ausgemauert. [...]. In gewerbepolizeilicher Hinsicht dienen die nachstehenden Angaben: Der Betrieb ist eine Schlächterei-Anlage, in welchem Fleisch und Wurstwaren verkauft werden. Aber selbst geschlachtet wird im Hause nicht, weil Homburg ein Städtisches Schlachthaus besitzt. [...]. Der Verkaufsladen befindet sich im Vorderhaus. [...]. Außer dem Meister werden noch ein Geselle und 2 Lehrlinge in dem Betrieb beschäftigt. [...]. Es werden zwei Maschinen aufgestellt und zwar: ein "Wolf" und ein "Kutter". Beide werden durch einen 1,8 PS Lahmayer-Motor angetrieben. Der Motor wird an die Wand angehängt bzw. befestigt. [...]."

Aus der "Baubeschreibung zum Baugesuch des Herrn Metzgermeisters Heinrich Fischer" vom 13. September 1937 geht hervor, dass der "Bauherr beabsichtigt, seine in der Hofecke stehende Garage mit Hühnerstall abzubrechen, da dieselbe im Hofe hinderlich ist. [...]. In der leerstehenden Scheune soll dafür jetzt in dem ehemaligen Viehstall die neue Garage untergebracht werden. Die Decke hierüber ist eine bestehende Trägerdecke, mit Ringofensteinen ausgerollt und einem Zementglattstrich hierauf versehen. Die Umfassungswände sind ebenfalls massiv. Die Tür nach der Tenne soll zugemauert werden. In die 40 cm starke Hofwand wird ein [...] Tor gebrochen, welches mit Trägern überdeckt wird. Das zweiflüglige Garagentor ist als Holztor mit Entlüftungsschlitzen über dem Fußboden geplant, und wird mit Ölfarbe gestrichen. [...]. In die neue Garage fährt man durch die Toreinfahrt des Vorderhauses nunmehr geradeaus in dieselbe. In die alte ehemalige Garage musste man seitlich einfahren, was umständlich und zeitraubend war. [...]".

In der "Baubeschreibung zum Baugesuch des Metzgermeisters Heinrich Fischer" vom 24. November 1940 heißt es u. a.: "Mitte Oktober wurde bereits das gleiche Baugesuch wie das jetzige eingereicht, in welchem die vorgesehenen 3 Räume [Arbeits-, Fleisch- und Pökelraum] im Kellergeschoss der ehemaligen Scheune vorgesehen waren. Dieses Baugesuch wurde jedoch mit [...] Schreiben vom 12. November 1940 nicht genehmigt mit der Begründung, dass es zweckmäßig erscheine, die vorgesehenen 3 Räume in der Tenne, anschließend an die vorhandenen Betriebsräume, unterzubringen. Diesem Vorschlag ist [...] nachgekommen worden. Die ehemalige Scheunentenne hatte eine Größe von 4,15 / 8,90 m. In derselben sollen nunmehr der Arbeitsraum sowie der Fleisch- und Pökelraum untergebracht werden. Die Fundamente unter den neuen Wänden, die in Ringofensteinmauerwerk vorgesehen sind, werden in Stampfbeton ausgeführt. [...]. Die Innenwände im Fleisch- und Pökelraum sind in 12 cm starken Ringofensteinwänden vorgesehen. [...]."

Veränderungen am Bauwerk

Einbau einer Wurstküche, eines Maschinenraums, einer Waschküche und eines Kühlraums (1932)

Einbau einer Autogarage in den ehemaligen Viehstall (1937)

Einbau eines Arbeits-, eines Fleisch- und eines Pökelraumes (1940)

Personen und Firmen
Architekten

Hett, Johann Gotthard (1940)

Schlott, Adolf (1932)

Struth, Eugen (1937)

Besitzer

Fischer, Anna geb. Schick (Ehefrau von Johann Christian Heinrich Fischer, Homburg v. d. H., 1907)

Fischer, Johann Christian Heinrich (Metzger, Metzgermeister, Homburg v. d. H., 1907)

Fischer, Heinrich (Metzgermeister, 1932)

Fischer, Heinrich (Metzgermeister, 1937)

Fischer, Heinrich (Metzgermeister, 1940)

Beteiligte Firmen

Baugeschäft J. G. Hett (1940)

References
Sources

HHStAW Bestand 433 Nr. 21063

StA HG, A 03, Nr. 132

Recommended Citation
„Haingasse 15, Scheune“, in: Digitales Gebäudebuch Bad Homburg <https://www.lagis-hessen.de/en/purl/resolve/subject/dgb/id/996> (aufgerufen am 05.05.2026)