Die SS (Schutzstaffel) war zunächst der 1925 gegründete persönliche Schutz des Führers der NSDAP, Adolf Hitler. Mit der Ernennung Heinrich Himmlers zum Reichsführer SS erhielt die SS einen Elitecharakter. Die Schutzstaffel sollte sich durch besondere Bindung an Hitler auszeichnen. Ausgedrückt wurde diese Haltung durch das Motto der SS „Meine Ehre heißt Treue“, wodurch Himmler die SS stärker von der SA abzugrenzen suchte. Zudem erfüllte die SS durch den Aufbau eines Nachrichtendienstes unter Reinhard Heydrich den Charakter einer „Parteipolizei“.
Nach der Machtübernahme 1933 kam es zu einer Erweiterung der Machtposition der SS. Damit war auch die Ausschaltung der SA als Konkurrenzorganisation möglich. Die SS ermordete im Zuge des sogenannten Röhm-Putsches die Machtelite der SA sowie bürgerliche Gegner der Nationalsozialisten. Damit war die SS zu einem Machtfaktor im Reich aufgestiegen und wurde zur „selbständigen Organisation“ der NSDAP. Sie begann jetzt mit dem systematischen Aufbau eines NS-Lagersystems, die Zuständigkeit für die Konzentrationslager lag allein bei der SS. Zudem stand Himmler nun an der Spitze der Politischen Polizei. Durch seine 1936 erfolgte Ernennung zum Chef der gesamten deutschen Polizei und der Errichtung des Reichssicherheitshauptamtes 1939 wurden Gestapo, Kriminalpolizei und Sicherheitsdienst der SS im Hauptamt zusammengefasst.
Seit 1939 gliederte sich die Allgemeine SS verwaltungstechnisch in 15 Oberabschnitte, die wiederum in 38 Abschnitte unterteilt waren. Diesen Abschnitten unterstanden Standarten der Allgemeinen SS. Die Standarten waren unterteilt in Fuß- und Reitstandarten.