Die Deutsche Arbeitsfront (DAF) war ein Einheitsverband der Arbeitnehmer, der der NSDAP angeschlossen war. Er trat nach der Zerschlagung der Gewerkschaften am 2.Mai 1933 seit dem 10. Mai 1933 an deren Stelle und sollte als Massenorganisation „alle schaffenden Deutschen“ umfassen. Ziel war es, die Arbeiterbewegung fest in das nationalsozialistische System zu integrieren. Das darüber hinaus von Robert Ley, dem Leiter der DAF, angestrebte Ziel, die Deutsche Arbeitsfront zum zentralen Machtfaktor und Gestalter der Sozial- und Wirtschaftspolitik zu erheben, konnte nicht erfüllt werden. Vielmehr übte die DAF eine allgemeine und weltanschauliche Schulung ihrer rund 23 Millionen Mitglieder aus. 1939 waren 40.000 hauptberufliche und 1,3 Millionen ehrenamtliche Mitarbeiter innerhalb des Funktionärskörpers der DAF tätig. Zahlreiche Wirtschafsunternehmen gehörten zur DAF: Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaften, Bauunternehmen, Versicherungsgesellschaften, Banken, Verlags- und Druckereiunternehmen, Werften aber auch der Volkswagen-Konzern. Zudem suchte die DAF durch die Schaffung zahlreicher untergeordneter Ämter, u.a. auch die Organisation „Kraft durch Freude“, die Arbeitnehmer einerseits an die nationalsozialistische Bewegung zu binden und sie zu kontrollieren. Neben der Kontrolle der Arbeitswelt suchte die DAF für das soziale Wohl ihrer Mitglieder zu sorgen und sie über ein breit gestreutes Freizeitangebot zu überwachen.