| ID | 238 |
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| Anschrift heute | Louisenstraße 65, Hauptgebäude, Kaiserliches Postamt |
| Alte Hausnummern | 113 |
| Häusernamen | Europäischer Hof (bis 1889) Kaiserliches Postamt (ab 1893) |
| Namen in Kurlisten | Europäischer Hof (1848-1918) |
| Type | Hauptgebäude |
| Lage anzeigen | |
| Kunstgeschichtliche Bewertung | denkmalgeschützte Bauten ohne andere Farbcodierung |
| Nachfolger von | |
| Datum der Errichtung | 1891-1893 |
| Datum des Abgangs | 1890 |
| Denkmalschutz | |
| Grundbuch-Nummer | 23/1097 (1907, 1913, 1925, 1926, 1929, 1930) |
| Parzellen-Nummer | Flurkartenblatt 16 Nr. 42 |
| Lagerbuch-Nummer | Fol. 34 Nr. 10a; Fol. 38 Nr. 21 |
| See also | |
| Nebengebäude | Louisenstraße 65, Hintergebäude |
| Vorschaubilder |
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| Datum der Aufnahme | 7. August 1907 |
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| Name | Hauptdienstgebäude mit Seitenflügel nebst Hofraum und Hausgarten |
| Stockwerke | 3.0 |
| Bauart | massiv |
| Dachdeckung | Vordergebäude mit Schieferdach, Seitenflügel mit Holzcementdach |
| Status | sehr gut |
| Description | Anzahl der Stockwerke: dreigeschossig: Erdgeschoss, 1. und 2. Stock, dazu Keller und ausgebautes Dachgeschoß; Zu den drei Haupt-Stockwerken 16 heizbare Post- und Telegrafendiensträume, 2 Räume für das Publikum, 2 Vorplätze, 1 Durchfahrt, 4 Gänge, 3 Treppenhäuser, 2 Abortanlagen, 1 Geräteraum, 1 Pissoiranlage im Lichthof Außerdem (im 2. Geschoß) eine Dienstwohnung von 3 heizbaren Zimmern, 1 Küche, 1 Speisekammer, 1 Gang, 1 Abortanlage – Nutzwert jährlich 400 Mark (W) Im 3. Geschoß bzw. Dach eine Dienstwohnung von 6 heizbaren Zimmern, 2 nicht heizbaren Kammern, 1 Küche, 1 Speisekammer, 1 Gang, 1 Abortanlage – Nutzwert jährlich 1400 Mark (W) Im Keller: zu den Dienstwohnungen 4 Keller und 1 Waschküche; zu Dienstzwecken: 9 Räume Dachgeschoß: zu den Dienstwohnungen 3 Räume; zu Dienstzwecken 4 Räume und Uhrkammer |
| Taxierter Nutzwert | 1800 Mark entspricht Rang 209 von 468 (Typ = Hauptgebäude) |
| Nebengebäude 1907 | Wagenhalle, 1 Stockwerk, Bauart massiv, Holzcementdach, Zustand sehr gut; 1 Raum zur Aufstellung von drei Wagen |
| Notes | Zu den 3 Stockwerken außerdem Keller und Dachgeschoß. Bezeichnung des Gebäudes in den Angaben zu den Veranlagungsmerkmalen der Gebäudesteuerveranlagung: "Post und Wohngebäude mit Seitenflügel rechts und Hofraum". Das Kaiserliche Postamt mit Dienstwohnungen und das Nebengebäude Wagenhalle sind von der Gebäudesteuer befreit. Taxierung des jährlichen Nutzwertes nur für die als Wohnbereich nutzbaren Räume des Hauptgebäudes. Gebäudebeschreibung der Gebäudesteuerverwaltung von 1907 ohne Grundskizze/Lageplanskizze. |
| Weitere Beschreibungen | Nach der 1907 vorliegenden bisherigen Gebäudesteuerrolle: Jahrgang der Einschätzung 1895/96 Nr. und Lit. 499 a Jährlicher Nutzungswert 1200 Mark [1912?] Veränderungsnachweisung der Katasterverwaltung (VN): "Absetzung der Gebäudesteuer infolge Reg.-Verfügung v. 26.7.1912, III G. 1544". 1913 VN: Neubau einer Wagenhalle links, benutzbar seit Oktober 1913; 1 Stockwerk, Bauart massiv bzw. offen, Dach Pappe, Zustand gut; enthält 2 Wagenhallen; Baukostenwert 2500 Mark. 1925 VN: Umbau der Kraftwagenhalle, neuer Bauzustand nutzbar seit 15.3.1925. 1926 VN: Absetzung von 2 Zimmern der Dienstwohnung des Postdirektors. 1929 VN: Um- und Erweiterungsbau des Postgebäudes ("nur Wohngebäude mit Seitenflügel"); Aufbau des Seitenflügels. 1930 VN: Einrichtung einer Mietwohnung im Seitenflügel des Postgebäudes, neuer Bauzustand benutzbar seit 1.7.1930. 1945 Auszug aus dem Gebäudebuch der Vermessungsverwaltung: Bestandsaufnahme zu Kriegsschäden: Haupthaus des Postgebäudes (Buchstabe a): "Dachstock ausgebrannt, durch Wasserschaden z. Zt. nicht benutzbar"; "Totalschaden der rot schraffierten Gebäude und Hallen am 8.3.1945" (Lagergebäude, Offene Halle und Treibgaslager). Gebäudebeschreibung mit Grundskizze 1913: Postgebäude mit Seitenflügel rechts (in der Skizze unten und rechts); [Alte] Wagenhalle (in der Skizze oben links); neue Wagenhalle (in der Skizze Mitte links, rot schraffiert). Gebäudebeschreibung mit Grundskizze 1925: in der Skizze von links nach rechts: Kraftwagenhalle (rot schraffiert und rot umrahmt); Werkstätte für Kraftwagen; Stellplatz für Handkarren; Bauwagenhalle, Abort und Paketausgabe des Postgebäudes. Gebäudebeschreibung mit Grundskizze 1929: Postgebäude mit Seitenflügel rechts (in der Skizze rechts); Offene Wagenhalle (in der Skizze ganz oben links); Kraftwagenhalle links im Hof (in der Skizze links, "litt. d"). Gebäudebeschreibung mit Grundskizze 1930: Postgebäude, Haupthaus (in der Skizze unten) und Seitenflügel (in der Skizze rechts); Einfahrt. Gebäudebeschreibung mit Grundskizze 1945: Gesamtbestand der Gebäude des Grundstücks Louisenstraße 65, Parzelle 42. |
| Eigentümerwechsel | 12.4.1890: Kaufvertrag (Verkauf von Liegenschaftsteilen an die Reichs-Post- und Telegraphenverwaltung)
Vorherige(r) Eigentümer: Schmidt, Christian (Gastwirt; Homburg v. d. H.); Schmidt, Anna geb. Schick (Ehefrau von Christian Schmidt; Homburg v. d. H.); die Stadtgemeinde Homburg v. d. Höhe vertr. durch Herr Bürgermeister Schleussner als Haftungsverpflichtete Neue(r) Eigentümer: Reichs-Post- und Telegraphenverwaltung, vertr. durch den kaiserlichen Ober-Postdirektor Herr Geheimer Postrat Heldberg zu Frankfurt am Main |
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| History | Bis Ende der 1880er Jahre war das Gundstück Louisenstraße 65 Standort des Hotels Europäischer Hof. 1886 gab es erste Überlegungen, in Homburg v. d. Höhe ein vergrößertes und repräsentatives Postgebäude zu errichten, das dem steigenden Sendungsaufkommen zweckmäßig entsprach. Das bisherige Postgebäude in der Louisenstraße 70 war zu klein geworden. 1889 erwarb die Kaiserliche Postverwaltung das Grundstück Louisenstraße 65 und ließ das darauf befindliche Hotel 1890 abreißen. Von 1891 bis 1893 erfolgte dann an seiner Stelle der Bau des neuen Postamts, das sich architektonisch eng an das direkt gegenüberliegende Kurhaus anlehnte. Am 13. Mai 1893 wurde der Neubau als „Kaiserliches Postamt“ eröffnet. Am 8. März 1945 wurde das Gebäude durch den Luftangriff stark beschädigt und verlor Walmdach und Frontispiz. Nach Kriegsende erfolgte der Wiederaufbau des Hauses, das dann bis 1972 weiter als Postamt genutzt wurde. |
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| Keywords |
| Besitzer | Reichs-Post mit Telegraphen-Verwaltung (1907) Reichs-Post- und Telegraphenverwaltung, vertr. durch den kaiserlichen Ober-Postdirektor Herr Geheimer Postrat Heldberg zu Frankfurt am Main Reichspost- und Telegrafen-Verwaltung (1890) Schmidt, Anna geb. Schick (Ehefrau von Christian Schmidt, Homburg v. d. H., KB 1890) Schmidt, Christian (Gastwirt, Homburg v. d. H., KB 1890) Stadtgemeinde Homburg v. d. Höhe vertr. durch Herr Bürgermeister Schleussner als Haftungsverpflichtete |
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| Other Persons | Dinges, Karl (Nachbar, KB 1890) Rieser, Moritz (Nachbar, KB 1890) |
| Sources | HHStAW Bestand 433 Nr. 21065 StA HG, A 03, Nr. 439 StA HG, A 03, Nr. 9 l (Karton 389), S. 648 StA HG, A 03, Nr. 9 l (Karton 389), S. 814-816 StA HG, A 03, Nr. 9 l (Karton 390), S. 107-109 StA HG, E 41, Nr. 92 StA HG, S 01, Nr. A 103 |
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| Bibliography | LAGIS Hessen/Orte der Kur: Kaiserliche Post, Louisenstraße 65, URL: http://www.lagis-hessen.de/de/odk/record/id/1058 (abgerufen am 29.09.2015). Landesamt für Denkmalpflege Hessen Online, DenkXweb - Hessens Kulturdenkmäler online: Bad Homburg v. d. Höhe, Louisenstraße 65, ehem. Kaiserliche Post (abgerufen am 29.09.2015). Deutsche Digitale Bibliothek: Landesamt für Denkmalpflege Hessen [Institution]: Bad Homburg v. d. Höhe, Louisenstraße 65 (abgerufen am 29.09.2015). Wikipedia: Kaiserliches Postamt Bad Homburg (abgerufen am 29.09.2015). |