| ID | 535 |
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| Anschrift heute | Louisenstraße 83a [früher: Louisenstraße 83 1/2], Hauptgebäude |
| Anschrift historisch | Louisenstraße 83 1/2 |
| Namen in Kurlisten | Haus Supp (1912) |
| Type | Hauptgebäude |
| Lage anzeigen | |
| Kunstgeschichtliche Bewertung | städtebaulich und architektonisch qualitätsvolle Bauten bis 1918 |
| Baubeschreibung | Das heute als Doppelhaus dienende breitgelagerte Gebäude entstand 1846 nach Entwurf des Bauinspektors Jakob Westerfeld als sein eigenes Wohnhaus (Baeumerth 2000, S. 58). Erst 1903 erfolgte eine Besitzteilung in zwei Gebäude, die sich im Äußeren aber nicht abzeichnet. Die einstigen Nebengebäude auf der Hofseite wurden im 20. Jahrhundert durch unspektakuläre Neubauten ersetzt. Der großzügige, streng axial gegliederte klassizistische Bau zeugt von der Stellung des Bauinspektors. Die Mitte nimmt die Einfahrt in den Hof auf. Die Gliederung ist zurückhaltend, die Fenster über der Einfahrt sind durch profilierte Rahmungen von den übrigen Wandöffnungen abgesetzt. Diese erscheinen rahmenlos in die Wand eingeschnitten. Rückwärtig springt gegen den Hof das Treppenhaus über der Durchfahrt risalitartig vor. Wertung: Hervorragender, in den frühen 1980er Jahren renovierter Großbau des Klassizismus. Im modern umgebauten Erdgeschoss blieben Reste der später eingebauten Ladengestaltungen mit korinthischen Pfeilern erhalten. Den Fenstern in den Obergeschossen fehlen leider die historischen Sprossierungen, doch zeigen die Öffnungen im zweiten Obergeschoss noch die alten Brüstungsgitter. (Chr. Ottersbach) |
| Datum der Errichtung | 1846 |
| Denkmalschutz | |
| Grundbuch-Nummer | 29/1323 (1907); 62/2144 (1945) |
| Parzellen-Nummer | Flurkartenblatt 17 Nr. 105/39 |
| Nebengebäude | Louisenstraße 83 1/2, Hintergebäude links und quer vor |
| Vorschaubilder |
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| Datum der Aufnahme | 31. Juli 1907 |
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| Name | Wohnhaus mit kleinem Anbau links, Hofraum und Hausgarten |
| Stockwerke | 3.0 |
| Mansarde | ✓ |
| Bauart | massiv |
| Dachdeckung | Schiefer |
| Status | gut |
| Description | Anzahl der Stockwerke: dreigeschossig: Erdgeschoß, 1. und 2. Stock, Mansardenstock; Erdgeschoß: a) 1 Buchladen, 1 Kontorzimmer – Nutzwert jährlich 1000 Mark (G); b) 1 Schneiderladen – Nutzwert jährlich 1000 Mark (G), 1 heizbares Zimmer – Nutzwert jährlich 100 Mark (W) 1. Stock: 3 heizbare Zimmer, 1 Küche, 1 Keller, 1 Bodenkammer – Nutzwert jährlich 1000 Mark (W) 2. Stock: 3 heizbare Zimmer, 1 Küche, 1 Keller, 1 Bodenkammer – Nutzwert jährlich 900 Mark (W) Mansardenstock: 2 heizbare Zimmer – Nutzwert jährlich 150 Mark (W) |
| Taxierter Nutzwert | 3950 Mark entspricht Rang 383 von 468 (Typ = Hauptgebäude) |
| Brandkassenwert | 83200 Mark entspricht Rang 328 von 380 (Typ = Hauptgebäude) |
| Versicherer | Deutscher Phönix Feuerversicherungs-Aktiengesellschaft in Frankfurt am Main |
| Nebengebäude 1907 | 1.) Seitengebäude links (Seitenbau links im Hofe), 1 Stockwerk, Bauart Fachwerk, Dach Ziegel, Zustand gut; Erdgeschoß: 1 Kontorzimmer – Nutzwert jährlich 30 Mark (G), 3 heizbare Zimmer, 1 Küche, 1 Keller, 1 Bodenkammer – Nutzwert jährlich 270 Mark (W) 2.) Hintergebäude links und quer vor, 2 Stockwerke, Bauart Fachwerk, Dach Ziegel, Zustand gut; Erdgeschoß: 1 Werkstätte (gehört zum Schneidergeschäft), 1 Waschküche, Holzstall – Nutzwert zusammen jährlich 170 Mark (G 150/W 20); 1. Stock: 6 heizbare Zimmer, 2 Küchen, 2 Keller, Bodenkammer – Nutzwert jährlich 580 Mark (W) |
| Notes | In der Gebäudebeschreibung der Gebäudesteuerverwaltung von 1907 als Louisenstraße 83 1/2 bezeichnet; Besitzer: Franz Supp. Angabe des taxierten jährlichen Nutzwertes (brutto 4150 Mark) nach Abzug von Abgaben (Wassergeld) und des Nutzwertes für die zum Schneiderladen gehörende Werkstätte im Erdgeschoß des Nebengebäudes "Hintergebäude links und quer vor". Abzugsbetrag zusammen jährlich 200 Mark. Gebäudebeschreibung mit Lageplanskizze 1907: Skizze der Nebengebäude: 2 Seitengebäude links (in der Skizze links); 3 Hintergebäude links und quer vor (in der Skizze rechts). |
| Weitere Beschreibungen | Nach der 1907 vorliegenden bisherigen Gebäudesteuerrolle: Jahrgang der Einschätzung 1895/96 Nr. und Lit. 517 a Jährlicher Nutzungswert 2700 Mark 1945 Auszug aus dem Gebäudebuch der Vermessungsverwaltung: Bestandsaufnahme zu Kriegsschäden: "Kein Totalschaden." Gebäudebeschreibung mit Grundskizze 1945: Skizzen nach der Gebäudebeschreibung und nach der Reinkarte: a Wohnhaus mit kleinem Anbau links [nur in der Skizze n. d. Reinkarte eingezeichnet]; b Seitengebäude links; c Hintergebäude links. |
| Plans | Erker-Einrichtung im Wohnhause des Herrn Franz Supp Luisenstraße No 83 (1903) |
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| Veränderungen am Bauwerk | Umbau: Frontveränderungen (1903) |
| Keywords | Ladengeschäfte · Handel und Dienstleistungen · Werkstätten · Gewerbe und Industrie |
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| Architekten | Jacobi, L. (1903) |
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| Besitzer | Supp, Franz (1903) Supp, Franz (Buchhändler, 1907) Supp, Franziska geb. Lanth [Lauth?] (Ehefrau von Franz Supp, 1907) |
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| Sources | HHStAW Bestand 433 Nr. 21065 StA HG, A 03, Nr. 446 |
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