| ID | 245 |
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| Anschrift heute | Louisenstraße 67, Hauptgebäude |
| Alte Hausnummern | 114.1 |
| Type | Hauptgebäude |
| Lage anzeigen | |
| Kunstgeschichtliche Bewertung | neutral / nicht bewertet |
| Grundbuch-Nummer | 5/241 (1907; 1930; 1945; 1951) |
| Parzellen-Nummer | Flurkartenblatt 16 Nr. 99/41 |
| Lagerbuch-Nummer | Fol. 38 Nr. 20 |
| Nebengebäude | Louisenstraße 67, Gartenhaus |
| Vorschaubilder |
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| Datum der Aufnahme | 31. Juli 1907 |
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| Name | Wohnhaus mit Seitenflügel rechts und links, Hofraum und Hausgarten |
| Stockwerke | 3.0 |
| Bauart | Fachwerk |
| Dachdeckung | Ziegel |
| Status | gut |
| Description | Anzahl der Stockwerke: dreigeschossig: Erdgeschoß, 1. und 2. Stock; Erdgeschoß: a) 1 Schuhladen, 1 Werkstätte, 3 heizbare Zimmer, 1 Küche, 1 Keller, 1 Bodenkammer – Nutzwert jährlich 1800 Mark (G 1300/W 500); b) Stahlwarenladen, 1 heizbares Zimmer – Nutzwert jährlich 800 Mark (G 700/W 100); c) Mercerieladen – Nutzwert jährlich 1300 Mark (G) 1. Stock: a) 5 heizbare Zimmer – Nutzwert jährlich 700 Mark (W); b) 3 heizbare Zimmer, 1 Küche, 1 Keller, 1 Bodenkammer – Nutzwert jährlich 550 Mark (W); c) 4 heizbare Zimmer, 1 Küche, 1 Keller, 1 [? - Angabe fehlt in der Gebäudebeschreibung] – Nutzwert jährlich 700 Mark (W); d) 3 heizbare Zimmer, 1 Küche, 1 Keller – Nutzwert jährlich 300 Mark (W) 2. Stock: a) 2 heizbare Zimmer, 1 Küche, 1 Keller, 1 Bodenkammer – Nutzwert jährlich 250 Mark (W); b) 3 heizbare Zimmer, 1 Küche, 1 Keller, 1 Bodenkammer – Nutzwert jährlich 450 Mark (W); c) 3 heizbare Zimmer, 1 Küche, 1 Keller, 1 Bodenkammer – Nutzwert jährlich 430 Mark (W) Mansardenstock: a) 2 heizbare Zimmer, 1 Küche, 1 Keller – Nutzwert jährlich 140 Mark (W); b) 2 heizbare Zimmer, 1 Küche, 1 Keller – Nutzwert jährlich 180 Mark (W) |
| Taxierter Nutzwert | 7200 Mark entspricht Rang 451 von 468 (Typ = Hauptgebäude) |
| Nebengebäude 1907 | 1.) Trockenhalle (früher Holzschuppen), 1 Stockwerk, Bauart Pfosten, Dach Ziegel, Zustand gut; Raum zum Wäschetrocknen – Nutzwert jährlich 12 Mark (W) 2.) Gartenhaus (Neubau 1910/benutzbar seit 1. April 1910), 1 Stockwerk, Bauart Pfosten und Bretter, Dach Pappe, Zustand gut; 1 Lagerraum für Glas und Porzellan – Nutzwert jährlich 12 Mark (G) |
| Notes | Das Gebäudegrundstück wurde 1902 für 95000 Mark verkauft. Die für das 1. Stockwerk unter a) aufgeführten 5 heizbaren Zimmer gehören zum Schuhladen im Erdgeschoß. Die für das 1. Stockwerk unter c) aufgeführten 4 heizbaren Zimmer gehören zum Mercerieladen im Erdgeschoß. Der taxierte jährliche Nutzwert des Gebäudes verteilt sich auf 3900 Mark für Wohnräume und 3300 Mark für gewerbliche Räume. Angabe des taxierten jährlichen Nutzwertes in Höhe von 7200 Mark nach Abzug von Abgaben (Wassergeld, jährlich 400 Mark) Gebäudebeschreibung der Gebäudesteuerverwaltung von 1907 ohne Grundskizze/Lageplanskizze. |
| Weitere Beschreibungen | Nach der 1907 vorliegenden bisherigen Gebäudesteuerrolle: Jahrgang der Einschätzung 1895/96 (damals als insgesamt 3 Gebäude a, b und c) Nr. und Lit. 501 a, b und c Jährlicher Nutzungswert 2740 (a), 300 (b) und 240 (c) Mark 1930 Veränderungsnachweisung der Katasterverwaltung (VN): Laden-Umbau und und Umbau im Kellergeschoß, neuer Bauzustand benutzbar seit 1.6.1929. 1945 VN mit Auszug aus der Gebäudesteuerrolle: Bestandsaufnahme zu Kriegsschäden: Wohnhaus mit Seitenflügel rechts und links und Trockenhalle Totalschaden am 8.3.1945. 1952 Gebäudebeschreibung der Vermessungsverwaltung: Wiederuafbau Wohn- und Geschäftshaus, fertiggestellt im Januar 1951; 4 Stockwerke und Keller, Bauart massiv, Dach Ziegel, bebaute Fläche 200 qm. Gebäudebeschreibung mit Grundskizze 1930: Wohnhaus mit Seitenflügel rechts und links. Gebäudebeschreibung mit Grundskizze 1945: Skizzen nach der Gebäudebeschreibung und nach der Reinkarte: a Wohnhaus mit Seitenflügel rechts und links (in der Skizze n. d. Reinkarte unten und Mitte r. u. l.); b Trockenhalle (in der Skizze n. d. Reinkarte links oben). Gebäudebeschreibung mit Grundskizze 1952: wiederaufgebautes Wohn- und Geschäftshaus louisenstraße 67 auf der Parzellen 41/3 und 40/1. |
| Eigentümerwechsel | 18.2.1886: Erbteilungsvertrag
Vorherige(r) Eigentümer: Dinges, Friedrich (verst. am 6 Februar 1879; ohne Ortsangabe; Erblasser); Reitz, Louise geb. Dinges (Schwester des verst. Friedrich Dinges; Ehefrau von Ludwig Reitz; Homburg v. d. H.; Erbin); Becker, Marianne geb. Dinges (verst.; Schwester des verst. Friedrich Dinges; Ehefrau von Franz Friedrich Christian Becker; Homburg v. d. H.); Becker, Franz Friedrich Christian (Ehemann und Testamentserbe der verst. Marianne Becker geb. Dinges; Homburg v. d. H.); Dinges, Jean (Bruder des verst. Friedrich Dinges; Homburg v. d. H.; Erbe); Dinges, Karl (Bruder des verst. Friedrich Dinges; Homburg v. d. H.; Erbe); Dinges, Georg (Bruder des verst. Friedrich Dinges; Homburg v. d. H.; Erbe) |
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| Plans | Zeichnung zu einer Fassadenveränderung am Wohnhaus des Simon Nagel, März 1860 (Ansicht der gegenwärtigen Fassade, Ansicht der projektierten Fassade) Zeichnung über den Dachaufbau auf dem Wohnhause des Herrn Fritz Dinges, 22. August 1887 (Vordere Ansicht, Querschnitt, Grundrisse des Zweiten Obergeschosses und des Dachstockes) Zeichnung zu einer Veränderung des Ladens im Hause des Herrn Fr. Dinges, 6. September 1889 (Schnitt a-b, Grundplan des Erdgeschosses) Zeichnung zu einer Ladenveränderung am Wohn- und Geschäftshause H. Mayer, 24. Januar 1920 (Ansicht, Schnitt, jetziger Grundriss, neuer Grundriss) |
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| Name | Wohn- und Geschäftshaus |
| Notes | Aus dem "Gesuch des Fritz Dinges [...] um Konzession zum Dachaufbau seines Wohnhauses" vom 26. August 1887 geht hervor, dass der Antragsteller "beabsichtigt, das abgebrannte Dachwerk seines Wohnhauses wieder aufzubauen und durch einen Kniestock zu erhöhen". Daneben "sollen die Fenster der beiden Etagen durch Verdachungen etwas dekoriert werden". Im Gesuch des Schuhmachers Fritz Dinges vom 9. September 1889 wird gesagt, dass der Bittsteller beabsichtigt, "an seinem Hause [...] an den Verkaufslokalen einige Änderungen derart fertigen zu lassen, daß die bisherigen Räume [...] zu einem Verkaufs-Lokal vereinigt werden, und die vorhandene Holzscheidewand zwischen beiden wegkommt. Außerdem soll nach dem hinten liegenden Magazin [Seitenbau links anschließend] die Öffnung erweitert und die Treppe verbreitert werden". An dieser Stelle wird bereits darauf hingewiesen, dass beabsichtigt wird, "allerdings erst im nächsten Frühjahr auch den Verkaufsladen an der rechten Hausseite zu vergrößern", indem die beiden dortigen Räume "zu einem Lokale" vereinigt würden. In der Baubeschreibung vom 24. Januar 1920 wird ausgeführt: "Es ist beabsichtigt, den nach dem Postgebäude [Nr. 65] zu gelegenen Laden umzuändern, um die Ausstellungsflächen möglichst zu vergrößern. Zu diesem Zwecke wird die bestehende Holzkonstruktion beseitigt und durch eiserne Unterstützungen ersetzt. Der vor das Postgebäude vorstehende Mauerteil wird abgebrochen und ein schmales Schaufenster geschaffen. [...]." Im Schlussabsatz des Schriftstückes wird eine weitere geplante Baumaßnahme für die anderen Ladenbereiche angekündigt. Es heißt: "Der übrige Teil der Schaufensteranlage wird später in gleicher Weise wie der jetzt projektierte umgestaltet werden." |
| Veränderungen am Bauwerk | Fassadenveränderung (1860) Aufsetzen eines Dachstockes (1887) Umbau des Ladens in der linken Haushälfte (1889) Anbringung eines Schaufensters (1920) |
| History | 1945 durch Bombentreffer zerstört. |
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| Miscellaneous | (Nach Bauakten:) Im Jahr 1850 wird ein Gesuch des Spezereihändlers Johann Georg Seip wegen Bewilligung einer neuen Treppe vor seinem Hause von "Seiner Landgräflichen Durchlaucht" abgelehnt, weil die Treppe "über die gesetzlich erlaubte Breite hinaus in die Straße" vorspringe. |
| Keywords | Werkstätten · Gewerbe und Industrie · Ladengeschäfte · Handel und Dienstleistungen · Gewerberaumvermietung · Immobilienmarkt · Wohnraumvermietung · Immobilienmarkt |
| Architekten | Creutz, Wilhelm (Baumeister, 1860) Holler, Christian (Königlicher Baurat, 1887) Jacobi, Heinrich (1920) Struth, Peter (1889) |
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| Besitzer | Becker, Franz Friedrich Christian (Ehemann und Testamentserbe der verst. Marianne Becker geb. Dinges, Homburg v. d. H., KB 1886) Becker, Marianne geb. Dinges (verst., Schwester des verst. Friedrich Dinges, Ehefrau von Franz Friedrich Christian Becker, Homburg v. d. H., KB 1886) Dinges, Friedr. (1876) Dinges, Carl (Schuhmachermeister, 1887) Dinges, Carl (Schuhmachermeister, 1889) Dinges, Friedrich (verst. am 6 Februar 1879, ohne Ortsangabe, Erblasser, KB 1886) Dinges, Georg (Bruder des verst. Friedrich Dinges, Homburg v. d. H., Erbe, KB 1886) Dinges, Jean (Bruder des verst. Friedrich Dinges, Homburg v. d. H., Erbe, KB 1886) Dinges, Karl (1886) Dinges, Karl (Bruder des verst. Friedrich Dinges, Homburg v. d. H., Erbe, KB 1886) Hämbert [Humbert?; Herbert?], [?] (1804) Mayer, Hermann (Kaufmann; Frankfurt am Main, 1907, 1910) Mayer, Regina geb. Marx (Ehefrau von Hermann Mayer; Frankfurt am Main, 1907, 1910) Meier, Christoph (Kaufmann, Schuhwarenhandlung J. Kern Nachfolger, 1920) Nagel, Simon (Schlossermeister, 1860) Nagel, Susanne Sophie geb. Schudt (Witwe von Simon Nagel, 1873) Reitz, Louise geb. Dinges (Schwester des verst. Friedrich Dinges, Ehefrau von Ludwig Reitz, Homburg v. d. H., Erbin, KB 1886) Schudt III, Philipp (1817) Schudt, F. Andreas (Witwe, 1804) Schudt, Georg Phil. (1826/1828) Schuth, Fried. Andreas (1787) Seip [Feip ?], Joh. Georg (1839) Seip, Johann Georg (Spezereihändler, 1850) |
| Other Persons | Dinges, Adam (Schuhmachergeselle, 1886) Dinges, Fritz (Schuhmachermeister, 1878) Dinges, Karl (Schuhmacher, 1886) Eickstedt-Tantow, Marie von (Witwe, 1886) Ette, Sebastian August (Bahnmeister, 1886) Koch, Eduard (Nachbar, KB 1886) Schmidt, Georg (Nachbar, KB 1886) Schramm, Louis (Chirurg, 1878) Seligmann, H. Löb (Handelsmann, 1878) Volland, Karl (1910, eingetragen als Besitzer des Gartenhauses) |
| Sources | HHStAW Bestand 433 Nr. 21065 StA HG, A 03, Nr. 459 StA HG, A 03, Nr. 9 l (Karton 389), S. 650 StA HG, A 03, Nr. 9 l (Karton 389), S. 650-652 StA HG, E 41, Nr. 94 |
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| Bibliography |