| ID | 480 |
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| Anschrift heute | Louisenstraße 16, Wohn- und Werkstattsgebäude quer vor |
| Alte Hausnummern | 58 |
| Type | Nebengebäude |
| Lage anzeigen | |
| Kunstgeschichtliche Bewertung | neutral / nicht bewertet |
| Gehört zu | |
| Datum des Abgangs | 8.3.1945 (Totalschaden durch Luftangriff) |
| Grundbuch-Nummer | 26/1247 (1907; 1920; 1921) |
| Parzellen-Nummer | Flurkartenblatt 15 Nr. 25 |
| Datum der Aufnahme | 20. Juni 1907 |
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| Name | Wohn- und Werkstattsgebäude quer vor |
| Stockwerke | 2.0 |
| Bauart | Fachwerk |
| Dachdeckung | Ziegel |
| Status | gut |
| Description | Anzahl der Stockwerke: zweigeschossig: Erdgeschoß, 1. Stock, dazu Keller- und Bodenräume. Erdgeschoß: 1 Schreinerwerkstatt, 1 Remise, 1 Waschküche – Nutzwert Erdgeschoß jährlich 140 Mark 1. Stock: 6 heizbare Zimmer, 2 Küchen, dazu 2 Keller, 2 Bodenkammern – Nutzwert 1. Stockwerk jährlich 580 Mark |
| Taxierter Nutzwert | 720 Mark entspricht Rang 631 von 690 (Typ = Nebengebäude) |
| Versicherer | |
| Notes | Gebäudebeschreibung mit Lageplanskizze 1907: in der Skizze von rechts nach links: 1 Wohnhaus; 2 Back- und Wohnhaus; 3 Werkstatts- und Wohngebäude rechts hinten; 4 Wohn- und Werkstattgebäude quer vor. |
| Weitere Beschreibungen | Nach der 1907 vorliegenden bisherigen Gebäudesteuerrolle: Jahrgang der Einschätzung 1895/96 Nr. und Lit. 449 c Jährlicher Nutzungswert 360 Mark 1921 VN: Umbau des Hintergebäudes quer vor: Konditorei-Backraum u. a., nutzbar seit 1. August 1920; 1945 VN/Auszug aus der Gebäudesteuerrolle: Hintergebäude quer vor Totalschaden: ganz zerstört am 8.3.1945; Grundskizze. Gebäudebeschreibung mit Grundskizze 1921: Wohnhaus mit Seitenflügel rechts (in der Skizze unten); Hintergebäude quer vor (in der Skizze oben, rot schraffiert). Gebäudebeschreibung mit Grundskizze 1945: Skizzen nach der Gebäudebeschreibung und nach der Reinkarte: jeweils von links nach rechts: a Wohnhaus mit Seitenflügel rechts; b Back- und Wohnhaus; c Werkstatt- und Wohngebäude rechts; d Hintergebäude quer vor. Architektenzeichnung mit Grundrissen, Querschnitt und Fassade des am 8.3.1945 zerstörten Hintergebäudes quer vor: "Flieger (Total)-Schaden Bad Homburg v. d. Höhe, Luisenstraße 16 - Hinterhaus bÜbersicht"; Maßstab 1:100 und 1:500; Bauherr und Eigentümer: Karl Schneider. |
| Plans | Entwurf zum Umbau der Scheune des Herrn Heinrich Lanz Bäckermeister, Juli 1894 (Grundrisse des Erd- und des Ersten Obergeschosses, Ansicht im Hof, Schnitt A-B, Schnitt C-D) Zeichnung für die Conditoreianlage im Hinterhaus des Herrn Leo Rothschild, September 1920 (Schnitt, Grundriss, Lageplan) Zeichnung wegen Flieger (Total-)Schaden am Hinterhaus des Karl Schneider, 20. Juni 1945 (Querschnitt, Ansicht, Grundrisse des Erd- und des Ersten Obergeschosses) |
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| Name | Scheune; Conditoreibetrieb |
| Bauart | Fachwerk mit Backsteinausmauerung (alt), Fachwerk mit Tuffsteinausmauerung (neu) |
| Dachdeckung | Ziegel |
| Description | Aufteilung der Räume im Jahr 1920: Erdgeschoss: Ofen- und Holzraum, Gang, Eisraum, Conditorofen, Warenschrank, Conditorei-Backstube |
| Notes | Im Baugesuch vom 23. Juni 1894 wird die Beschaffenheit der Außentreppe wie folgt beschrieben: "Die neu anzulegende Treppe gegen den Hof wird von der Erde bis an das erste Podest massiv in Backsteinen aufgemauert und mit Sandstein-Tritten überlegt. Der andere Lauf wird in Holz-Tritten ausgeführt." Im Herbst 1920 wird im Erdgeschoss des Hinterbaus ein Conditoreibetrieb eingerichtet. Aus der Baubeschreibung vom 6. September 1920 wird ersichtlich, dass die Anlage aus drei Räumen (Ofen- und Holzraum, Conditorei-Backstube, Eisbereitungsraum) besteht. Weiter wird ausgeführt: "Um diese Anlage herstellen zu können, war es erforderlich, dass der Conditoreiraum-Backstube, der früher Pferdestall und Schreinereiraum war, infolge übler Gerüche tiefer gelegt werden musste. [...]. Die Höhendifferenz zwischen der Conditorei-Backstube und den übrigen Räumen wurde mittelst Treppe ausgeglichen. Ferner wurde eine Waschgelegenheit in diesem Raum an das bestehende Kanalnetz angeschlossen. [...]." Darüber hinaus erfährt man aus einem unscheinbaren Blatt noch Einzelheiten über die Anzahl der Mitarbeiter und die technische Ausstattung. In der Backstube waren 6 bis 8 Arbeiter beschäftigt, im Maschinenraum 1 bis 2. An motorbetriebenen Maschinen waren vorhanden: eine Reibmaschine (Backstube), je eine Eiszerkleinerungsmaschine, ein Schlag, eine Rührmaschine und eine Eismaschine (Maschinenraum). Die Beleuchtungsanlage wurde mit Gas und Elektrizität betrieben. Da es u. a. lediglich einen Abort gibt, sind "weibliche Angestellte vorläufig noch nicht vorhanden" - wie es in der Aufstellung vom Oktober 1920 heißt. Ein Schreiben des Frankfurter Architekten Heinz Kühn an das Bad Homburger Bürgermeisteramt (Kriegsschadenstelle) vom 9. Juli 1945 besagt, dass das Gebäude durch den Fliegerangriff im März desselben Jahres vollständig zerstört wurde und die Trümmer des Gebäudes bereits beseitigt waren. Mit dem zerstörten Gebäude entfielen somit zwei Wohnungen im Obergeschoss und die zum Betrieb des Schloss-Cafés (Karl Schneider) gehörigen Gewerberäume. |
| Veränderungen am Bauwerk | Umbau in Wohnung (1894) Einrichtung eines Konditoreibetriebes (1920) |
| History | Am 8.3.1945 durch Fliegerangriff vollständig zerstört. |
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| Architekten | Borig, Karl (1920) Braun, H. (Konzipient, 1894) Kühn, Heinz (1945) |
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| Besitzer | Lanz, Christian (Bäcker, 1907) Lanz, Heinrich (Bäckermeister, 1894) Rothschild, Leo (Konditorei- und Cafébesitzer, 1920) Schneider, Karl (Kaffeehausbesitzer, 1945) |
| Sources | HHStAW Bestand 433 Nr. 21065 StA HG, A 03, Nr. 404 StA HG, S 02, Nr. 562 (A-18, A-19) StA HG, S 02, Nr. 562 (B-3) |
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