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Zeitgeschichte in Hessen - Daten · Fakten · Hintergründe

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Stimmzettel zur Landtagswahl im Volksstaat Hessen, 7. Dezember 1924

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Ergebnisse der Landtagswahl vom 7. Dezember 1924 im Volksstaat Hessen (4. Spalte)

Landtagswahlen im Volksstaat Hessen, 7. Dezember 1924

Bei den Landtagswahlen im Volksstaat Hessen wird die bisherige Regierungskoalition bestätigt. SPD, Zentrum und DDP erreichen mit 43 von 70 Sitzen zusammen die absolute Mehrheit.

Es erhalten (in Klammern die Zahl der Mandate in der vorhergehenden Wahl vom 27. November 1921):
Sozialdemokratische Partei: 220.108 Stimmen (34,53 %) – 26 Mandate (26)
Deutsche Zentrumspartei 100.384 Stimmen (15,75 %) – 11 Mandate (13)
Hessischer Bauernbund und Rheinhessische Landliste 82.742 Stimmen (12,98 %) – 9 Mandate (11)
Deutsche Volkspartei 73.930 Stimmen (11,60 %) – 8 Mandate (10)
Deutsche Demokratische Partei 53.301 Stimmen (8,36 %) – 6 Mandate (5)
Kommunistische Partei 33.689 Stimmen (5,28 %) 4 Mandate (2)
Deutschnationale Volkspartei 43.717 Stimmen (6,86 %) – 3 Mandate (5)
Nationalsozialistische Freiheitsbewegung 8.478 Stimmen (1,33 %) – 1 Mandat (0)

Bei dieser Landtagswahl ist die Wahlbeteiligung mit 75,3 % fast identisch mit der gleichzeitigen Reichstagswahl (75,5 %) und damit erheblich höher als bei der vorherigen Landtagswahl 1921 mit nur 67,0 %. Vermutlich lässt sich dieser Anstieg mit der zeitgleichen Reichstagswahl begründen.1

Wahlanalyse2

Wahlbeteiligung

In den Kreisen Darmstadt (81,7 %), Offenbach (82,2 %) und Friedberg (80,0 %) wurde die höchste Wahlbeteiligung erlangt, während die meisten übrigen Kreise (ausgenommen Gießen, Schotten und Mainz mit gleichbleibenden Prozenten) eine Abnahme erlitten. Zusätzlich sind explizit die Stimmbezirke Hattenrod (Kreis Gießen), Vockenrode (Kreis Schotten) und Seibelsdorf (Kreis Alsfeld) zu benennen, welche mit einer Teilnahme von 98,05 %, 97,12 % und 96,40 % herausragen. Demgegenüber wählten die Orte Michelau aus dem Kreis Büdingen (22,14 %), aus dem Kreis Erbach Ober-Hiltersklingen und Unter-Hiltersklingen (31,16 %) und Hebstahl (33,52 %) die wenigsten Stimmberechtigten.

Wahlergebnisse der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands

Die Sozialdemokratische Partei konnte in 24 Gemeinden keine Stimme erzielen, von denen allein 14 in dem Kreis Alsfeld lagen. Diese Tendenz in Alsfeld hatte sich bereits bei der vorherigen Wahl gezeigt. Weiterhin konnten sie in den Städten Gießen 21,67 %, in Darmstadt 27,79 % und in Offenbach sogar 29,87 % der Stimmen für sich gewinnen. Ihre Höchstwerte wurden in den Gemeinden Raubach (Kreis Erbach) mit 76,47 %, Nieder-Florstadt mit 62,57 % und Ossenheim (beide Kreis Friedberg) mit 59,15 %.

Wahlergebnisse der Deutschen Zentrumspartei

Die Wahlergebnisse dieser Partei waren auf Gemeindeebene am stärksten in Vockenrode (Kreis Alsfeld) mit 97,12 %, Seibelsdorf (Alsfeld) mit 94,24 % und Oppershofen(Friedberg) mit 85,5 %. Bereits 1921 lagen in den ersten beiden Orten die Höchstwerte. Im Gegensatz dazu wurden in 254 Orten keine Stimme erreicht von denen die meisten im Kreis Alsfeld lagen. Dahingegen erreichten sie in der Stadt Gießen einen starken Wert von 3,94 % und in Darmstadt nur 5,33 %. Jedoch erhielten sie in Offenbach 10,93 %. Im Vergleich zur vorherigen Wahl findet sich kein deutlicher An- oder Abstieg der Werte in den Städten.

Wahlergebnisse des Hessischen Bauernbunds und Rheinhessischer Landliste

Diese Partei wurde hauptsächlich im Kreis Schotten und dort in den Gemeinden Unter-Seibertenrod mit 87,63 %, Busenborn mit 87,07 % und Eschenrod mit 85,20 % gewählt. Trotzdem konnten sie nur in 16 weiteren Gemeinden keine Stimme gewinnen. Davon waren sieben Gemeinden in Heppenheim betroffen. So überrascht es nicht, dass in Gießen selbst nur ein Wert von 0,3 % erreicht werden konnte. Auch in der Stadt Darmstadt wurden schwache 0,24 % erlangt, welcher sich zur vorherigen Wahl (0,18 %) noch weiter verschlechtert hat. Diese Entwicklung lässt sich noch deutlicher an den Ergebnissen in Offenbach (0,1 %) im Vergleich zur Wahl 1921 (6,68 %) beobachten.

Wahlergebnisse der Deutschen Volkspartei

Die Höchstwerte erreichte die Deutsche Volkspartei in den Gemeinden Uffhofen (Kreis Alzey) mit 37,34 %, Bernshausen mit 37,20 % und Heppenheim an der Wiese (Kreis Worms) mit 35,06 %. In Offenbach wählten die Partei 8,95 %, in Gießen 19,36 % und in Darmstadt 23,77 %. In 79 Gemeinden wurde keine Stimme für die DVP abgegeben, davon 13 im Kreis Erbach.

Wahlergebnisse der Deutschen Demokratischen Partei

Die höchsten Werte erlangte die Partei in den Gemeinden Wolfsheim (Kreis Oppenheim) mit 37,65 %, Biebelsheim (Kreis Alzey) mit 34,22 % und Wendelsheim mit Dreigemeinde Wald (Kreis Alzey) mit 27,45 %. Hingegen hat sie in 103 Gemeinden keine Stimme erzielt, bei denen 24 aus dem Kreis Alsfeld stammten. Andererseits wählten in Gießen 8,9 % der Stimmberechtigten die DDP. In Offenbach waren es 6,88 % und in Darmstadt 7,53 %.

Wahlergebnisse der Deutschnationalen Volkspartei

Das Wahlergebnis in der Stadt Darmstadt lag bei 11,99 %, in Gießen sogar bei 13,72 %. Dahingegen wurde in Offenbach nur 7,35 % erzielt. Gleichzeitig wählten in 66 Gemeinden niemand für die DNVP, von denen 14 alleine in Heppenheim lagen. In Bindsachsen im Kreis Büdingen wählten die meisten Stimmberechtigten mit 43,80 %, darauf folgten Nonrod (Kreis Dieburg) mit 34,54 % und Schadges (Kreis Dieburg) mit 33,87 %.

Wahlergebnisse der Kommunistischen Partei

In 306 Gemeinden erhielt die Kommunistische Partei überhaupt keine Stimme, wovon 47 aus dem Kreis Alsfeld stammten. Auch im Kreis Gießen erhielten sie nur einen Stimmenanteil von 0,33 %, im Kreis Darmstadt 2,04 %, während sie im Kreis Offenbach 12,44 % der abgegebenen Stimmen erringen konnte. Besonders stark waren die Kommunisten in Wisselsheims (Kreis Friedberg) mit 32,02 %, Rommelhausen (Kreis Büdingen) mit 30,76 %, sowie Mitlechtern mit Igelsbach aus dem Kreis Heppenheim mit 28,04 %.

Wahlergebnisse Nationalsozialistischen Freiheitsbewegung

In den Städten Darmstadt, Offenbach und Gießen konnte diese Partei 1,67 %, 1,0 % und 1,6 % der Wähler für sich gewinnen. Weiterhin konnten die stärksten Ergebnisse in Beerfelden (Kreis Erbach) mit 32,02 %, Eckertshausen mit Marienborn aus dem Kreis Büdingen (16,70 %) und Rodheim an der Horloff mit Grab (Hof) aus dem Kreis Gießen mit 16,66 %. Gleichzeitig wählten keine Stimmberechtigten sie in 314 Orten (60 davon in Alsfeld).

Gewählte Abgeordnete

SPD

Adelung, Bernhard (1876–1943; Bürgermeister; Mainz)
Anthes, Wilhelm (1877–1934; Schlossermeister; Sprendlingen/Kreis Offenbach)
Bornemann, Karl Heinrich (1874–1963; Ministerialrat; Darmstadt)
Delp, Heinrich (1878–1945; Bürgermeister; Darmstadt)
Engelmann, Johann (1874–1955; Direktor des Arbeitsamtes; Mainz)
Harth, Jean (1882–1956; Beigeordneter; Rüsselsheim)
Kaul, Georg (1873–1933; Redakteur; Offenbach am Main)
Kiel, Alfred (1878–1954; Gauleiter; Gießen)
Leuschner, Wilhelm (1890–1944; Gewerkschaftssekretär; Darmstadt)
Lückel, Ludwig (1868–1929; Beigeordneter; Alzey)
Lux, Anton (1878–1953; Gast- und Landwirt; Nieder-Florstadt)
Mann, Albin (1883–1960; Gewerkschaftsangesteller; Gießen)
Raab, Georg (1869–1932; Minister; Pfungstadt)
Rechthien, Bernhard (1876–1941; Bürgermeister; Vilbel)
Reuter, Ferdinand Jakob (1888–1940; Spengler; Mainz)
Ritzel, Heinrich (1893–1971; Bürgermeister; Michelstadt i.O.)
Roß, Franz Josef (1881–1949; Geschäftsführer und Amtsvormund; Bensheim a. d. B.)
Schaub, Heinrich Wilhelm (1875–1930; Schreinermeister; Büdesheim/Kreis Friedberg)
Steinhäuser, Margarethe (1874–1955; Hausfrau; Offenbach am Main)
Strecker, Dr. Reinhard (1876–1951; Professor; Darmstadt)3
Storck, Karl (1891–1955; Rektor; Darmstadt)
Sturmfels, Otto (1880–1945; Rechtsanwalt und Notar; Groß-Umstadt, jetzt Darmstadt)
Ulrich, Karl (1853–1933; Staatspräsident; Darmstadt)
Weber, Wilhelm (1876–1959; Gewerkschaftsbeamter; Offenbach am Main)
Widmann, Ernst Wilhelm (1876–1955; Landessekretär; Offenbach am Main)
Zinnkann, Heinrich (1885–1973; Arbeitersekretär; Worms)

Zentrum

Blank, Sebastian Pankraz (1882–1961; Landwirt; Gaulsheim)
Brentano di Tremezzo, Otto von (1855–1927; Minister; Darmstadt)4
Hattemer, Else (1870–1948; Professorswitwe; Darmstadt)
Heinstadt, Anton (1886–1970; Studienrat; Bensheim a. d. B.)
Hoffmann, Hans (1880–1949; Oberschulrat; Darmstadt)
Hofmann, Johann Philipp (1873–1925; Fabrikant; Seligenstadt)5
Knoll, Wilhelm (1873–1947; Regierungsrat; Darmstadt)6
Lenhart, Georg (1869–1941; Professor, Domkapitular; Mainz)
Nuß, August (1883–1958; Rechtsanwalt; Worms)
Schül, Joseph Maria (1873–1960; Amtsgerichtsrat; Offenbach am Main)
Weckler, Heinrich (1894–1958; Landwirt; Rockenberg)

Hessischer Bauernbund

Dehlinger, Dr. Gustav Adolf (1860–1940; Landwirt; Weilerhof bei Wolfskehlen)7
Fenchel, Wilhelm (1873–1938; Landwirt; Ober-Hörgern)
Glaser, Konrad Karl (1876–1956; Landwirt; Nordheim)
Helmolt, Dr. Georg von (1876–1946; Rechtsanwalt; Nieder-Wöllstadt)
Jost, Friedrich (1862–1931; Bürgermeister; Bermuthshain)
Leuchtgens, Dr. Heinrich (1876–1959; Seminarlehrer i.R. und Beigeordneter; Friedberg)
Moebus, Dr. Otto (1891–1970; Landwirt; Siefersheim)
Müller, Dr. phil. Georg (1889–1959; Direktor; Darmstadt)
Wolf, Richard (1875–1955; Landwirt; Effolderbach)

Deutsche Volkspartei

Birnbaum, Maria (1872–1959; Lehrerin i.R.; Gießen)
Dingeldey, Eduard (1886–1942; Rechtsanwalt; Darmstadt)
Haury, Konrad (1872–1931; Zimmermeister und Stadtverordneter; Darmstadt)
Heyl zu Herrnsheim, Ludwig Freiherr (1886–1962; Fabrikant; Worms)
Keller, Dr. Otto (1879–1947; Oberstudiendirektor; Büdingen)
Niepoth, Dr. Fritz (1888–1963; Bürgermeister; Schlitz)
Scholz, Christian (1874–1931; Kaufmann; Mainz)
Schott, Friedrich Jakob (1871–1944; Landwirt und Bürgermeister; Uffhofen)

Deutsche Demokratische Partei

Eberle, Johann (1879–1932; Landwirt und Bürgermeister; Wolfsheim)
Henrich, Konrad (1864–1928; Finanzminister; Darmstadt)8
Külb, Dr. Karl (1870–1943; Oberbürgermeister; Mainz)9
Reiber, Julius (1883–1960; Rektor; Darmstadt)
Schreiber, Johannes (1881–1935; Oberamtsrichter; Vilbel)
Urstadt, Otto (1868–1945; Ministerialdirektor; Darmstadt)10

Deutschnationale (Hessische) Volkspartei

Böhm, August (1891–1938; Amtsgerichtsrat; Mainz)
Diehl, D. Dr. Wilhelm (1871–1944; Prälat; Darmstadt)
Heraeus, Julie (1873–1950; Hausfrau; Offenbach am Main)
Kindt, Rudolf (1873–1928; Schriftsteller; Darmstadt)
Werner, Dr. Ferdinand (1876–1961; Prof., Studienrat; Butzbach

Kommunistische Partei

Angermeier, Heinrich (1884–1945; Landwirt; Groß-Zimmern)
Galm, Heinrich (1895–1984; Gewerkschaftsangestellter; Offenbach am Main)
Greiner, Dr. Daniel (1872–1943; Bildhauer; Jugenheim a. d. B.)
Roth, Katharina (1882–1967; Hausfrau; Sprendlingen/Kreis Offenbach am Main)

Nationalsozialistische Freiheitsbewegung

Philipp Hauck (1882–1935; Landwirt; Schaafheim)11
(OV/MK)


  1. Vgl. Ergebnisse der Reichstags- und Landtagswahl im Volkstaat Hessen am 7. Dezember 1924 nach einzelnen Gemeinden und Wahlbezirken, hrsg. von der Zentralstelle für Landesstatistiken, Darmstadt 1925, S.6.
  2. Erarbeitet auf Grundlage von: Ergebnisse der Reichstags- und Landtagswahl im Volkstaat Hessen am 7. Dezember 1924 nach einzelnen Gemeinden und Wahlbezirken, hrsg. von der Zentralstelle für Landesstatistiken, Darmstadt 1925.
  3. Mandatsniederlegung am 18. Februar 1925. Nachfolger: Adam Lang (1876–1965; Lagerhalter; Urberach).
  4. Otto von Brentano verstarb am 21. Juli 1927. Landtagspräsident Adelung würdigte ihn in der 130. Plenarsitzung am 27. September 1927: Meine Damen und Herren, am 21. Juli dieses Jahres [...] ist einer der ältesten und bewährtesten Parlamentarier und Staatsmänner des Hessenlandes, der Abgeordnete und Minister des Innern und der Justiz, Herr Otto von Brentano, im Alter von 72 Jahren dahingeschieden. Seit dem Jahre 1897, also über 30 Jahre, hat der Verstorbene dem hessischen Parlament angehört, Mitglied der hessischen Regierung war er ununterbrochen seit dem November 1918. Aus Anlaß seiner 25jährigen Mitgliedschaft und später anläßlich seines 70. Geburtstages hat der Landtag den Kollegen von Brentano in herzlichster Weise geehrt und seine Verdienste um Land und Volk gewürdigt. Nun ist er von uns geschieden. Wir haben in tiefer und aufrichtiger Trauer an seinem Grabe gestanden. Er war in schwerer und stürmischer Zeit unserem Lande und Volke ein treuer Führer und Berater. Uns allen war er ein lieber Kollege. Im Namen des Landtags habe ich an der Bahre Otto von Brentanos Worte des Gedenkens gesprochen und unsere Wertschätzung, unsere Verehrung und unsere Dankbarkeit zum Ausdruck gebracht. Der Name und das Andenken Brentanos werden im Hessenlande fortleben. Verhandlungen des Landtags des Volksstaates Hessen im Jahre 1924/27, Protokolle, Bd. 3, S. 3044. Nachfolger: Kaspar Winter (1869–1950; Rektor; Mainz).
  5. Johann Philipp Hofmann verstarb am 21. Oktober 1925. Landtagspräsident Adelung würdigte ihn in der 47. Plenarsitzung am 8. Dezember 1925: Meine Damen und Herren, am 21. Oktober ist unser Kollege, Herr Abg. Hofmann-Seligenstadt, nach längerer schwerer Krankheit im Alter von 52 Jahren aus dem Leben geschieden. Seit dem 26. Januar des Jahres 1919 war der Verstorbene Mitglied des Landtags; er war Mitglied des Zweiten Ausschusses vom Februar bis April 1923, und vom 24. April 1923 bis zu seinem Tode war er Mitglied des Finanzausschusses; ferner gehörte er als Mitglied dem Hessischen Staatsgerichtshof und dem Beirat zum Landessiedlungsamt an. Der Herr Abg. Hofmann-Seligenstadt hat sich die große Sympathie und Anerkennung der Kollegen und weiter Bevölkerungsschichten durch die Lauterkeit seines Wesens, durch seinen unermüdlichen Fleiß und vor allem auch durch die Objektivität, mit der er an alle Fragen des öffentlichen Lebens herantrat. Sein Tod hat daher allgemeine und tiefe Trauer in allen Kreisen hervorgerufen, weit hinaus über den Rahmen seiner eigenen Partei. Ich habe im Namen des Landtags den Angehörigen tiefstgefühltes Beileid zum Ausdruck gebracht, und an der Bahre des Entschlafenen hat im Auftrage des Präsidiums Herr Kollege Dr. von Helmolt Worte treuen Gedenkens gesprochen. Verhandlungen des Landtags des Volksstaates Hessen im Jahre 1924/27, Protokolle, Bd. 2, S. 966. Nachfolger: Hans Lautenbacher (1883–1966; Schreinermeister; Dieburg).
  6. Mandatsniederlegung am 2. Februar 1925. Sein Nachfolger, Karl Felder (1879–1962; Gewerkschaftssekretär; Mainz), legte im Verlauf der Legislaturperiode, am 1. September 1927, ebenfalls das Mandat nieder. Nachfolger: Johann Wesp (1886–1954; Gewerkschaftssekretär; Darmstadt).
  7. Dehlinger schied im Juni 1927 aus der Fraktion des Hessischen Bauernbundes aus und schloss sich der Fraktion der Deutschen Volkspartei an. Vgl. Mitteilung des Landtagspräsidenten Adelung hierzu in der 127. Plenarsitzung am 21. Juni 1927, in: Verhandlungen des Landtags des Volksstaates Hessen im Jahre 1924/27, Protokolle, Bd. 3, S. 2986.
  8. Mandatsniederlegung am 14. September 1925. Nachfolger: Dr. Georg Büchner (1862–1944; Fabrikant; Darmstadt).
  9. Mandatsniederlegung am 27. Januar 1927. Nachfolger: Jakob Roos (1868–1942; Flonheim/Rheinhessen).
  10. Mandatsniederlegung am 20. September 1925. Nachfolgerin: Karoline Balser (1873–1928; Hausfrau, Stadtverordnete; Darmstadt).
  11. Hauck war Mitglied der Fraktion der Deutschnationalen (Hessischen) Volkspartei.
Belege
Empfohlene Zitierweise
„Landtagswahlen im Volksstaat Hessen, 7. Dezember 1924“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/2300> (Stand: 24.2.2021)
Ereignisse im November 1924 | Dezember 1924 | Januar 1925
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