Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Jüdische Grabstätten

Salomon, Simon (1791) – Korbach

Grab Nr. 29 → Lageplan (PDF), Korbach, Jüdischer Friedhof, Gemarkung Korbach, Kreisstadt | Historisches Ortslexikon
Äußere Merkmale | Inschrift | Verstorbene(r) | Indizes | Nachweise | Zitierweise
Äußere Merkmale

Material:

Sandstein

Größe:

71 x 105 x 16 cm (B x H x T)

Platzierung:

stehend

Inschrift

Hebräische Inschrift:

Text Vorderseite

Hebräische Transkription der Inschrift

Zoom Symbol

(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)

Hier ruht

ein freigebiger Mann. Er wandelte untadelig und seine Handlungen waren

vollkommen. Er ernährte sich von seiner Hände Arbeit, und hielt fest an seiner Frömmigkeit bis zu

seinem Tode. In seinem Dasein bis zu seinem Tode vertraute er in Gott.

Seine Wohltaten waren verdienstvoll. Er sättigte die Hungernden, die Fernen

und Nahen. [. . . . . . . . . . .] war er mit seinen Worten

sein Handel. Er war einer von denen, die der Stimme

der Lehre und des Gebets andächtig zuhörten frühmorgens und abends. Er errichtete

ein gutes Werk zu einer beständigen Stiftung; hervorragend war er [. . .]

im Lehren des Gesetzes der Väter. Dies ist der Chawer Herr

Simon, Sohn des Chawer Herrn Salomo sel. A. aus

Rinthal. Er starb und wurde begraben am Dienstag, den 28.

Tewet [5] 551 n.d.k.Z. (= 4.1.1791). Du mögest ruhen und auferstehen am Ende der

Tage. Seine Seele sei eingebunden im Bunde des Lebens, Amen.

Sprache der Vorderseite:

hebräisch

Verstorbene(r)

Personendetails:

  1. Salomon, Simon

    Sterbetag

    4. Januar 1791

    Geschlecht

    männlich

    Herkunftsort

    Rinteln (?)

    Wohnort

    Korbach

    Beruf

    Handelsmann

Anmerkungen:

Chawer Simon, Sohn des verstorbenen Chawer Salomo aus "Rinthal" (wohl = Rinteln), gestorben am 04.01.1791.

Der Verstorbene ist sicherlich identisch mit dem Handelsmann und Schutzjuden Simon Salomon, der mit seiner Familie erstmals 1762 in Korbach genannt wird. Seine Witwe Heva [sicherlich Grabnummer 30] lebte noch 1826 80-jährig in Korbach. (Wilke, Karl (Bearb.): Die Geschichte der jüdischen Gemeinde Korbach, Korbach 1993, S. 236 und 239, mit weiteren Angaben)

Er war höchstwahrscheinlich der Vater der Brendel Wittgenstein geborene Simon [Grabnummern 12 und 14].

Indizes

Personen:

Salomon, Vater des Simon Salomon · Wittgenstein, Brendel geborene Simon · Simon, Brendel verheiratete Wittgenstein · Simon Salomon · Simon, Hewa geborene NN · Simon, Sohn des Salomon

Orte:

Korbach · Rinteln (?) · Rinthal (= Rinteln ?)

Sachbegriffe:

Chawerim · Handelsmänner · Schutzjuden

Nachweise

Bearbeitung:

Christa Wiesner 2003, ergänzt von Andreas Schmidt (HLGL)

Bildnachweise:

VS: 02/12,13, 02/12,14 und 02/12,15.

Fotos:

Zitierweise
„Salomon, Simon (1791) – Korbach“, in: Jüdische Grabstätten <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/juf/id/292> (Stand: 5.6.2012)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde