Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Jüdische Grabstätten

Sommer, Süßmann (1873) – Binsförth

Grab Nr. 215 → Lageplan (PDF), Binsförth, Jüdischer Friedhof, Gemarkung Binsförth | Historisches Ortslexikon
Äußere Merkmale | Inschrift | Verstorbene(r) | Indizes | Nachweise | Zitierweise
Äußere Merkmale

Material:

Sandstein

Größe:

65 x 103 x 10 cm (B x H x T)

Platzierung:

stehend

Inschrift

Sprache der Vorderseite:

hebräisch

Sprache der Rückseite:

deutsch

Übertragung:

Text Vorderseite

Hebräische Transkription der Inschrift

Zoom Symbol

(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)

Hier ruht

ein geachteter Mann: Jekutiel, genannt

Süßman Sommer, Heinebach.

Er starb in gutem Ruf am Donnerstag, den 19. Elul

[5] 633 n.d.k.Z. (= 11.9.1873). Er war ein guter und tüchtiger Mann;

Seine Handlungen waren für alle eine Zier. Seine Hand

war für die Armen geöffnet, er sättigte die Hungernden,

betete mit Andacht und seine Seele war bereit.

Seine Seele sei eingebunden im Bunde des Lebens.

Rückseite

(Deutsche Inschrift:)

Susmann Sommer

Heinebach

Bemerkungen:

Von der Vorderseite des Steines liegt kein Foto vor.

Verstorbene(r)

Personendetails:

  1. Sommer, Süßmann

    Geburtstag

    April 1801

    Sterbetag

    11. September 1873

    Geschlecht

    männlich

    Herkunftsort

    Heinebach

    Wohnort

    Heinebach

    Beruf

    Handelsmann

Anmerkungen:

Süßmann (Susmann, Jekutiel) Sommer, Handelsmann aus Heinebach, gestorben am 11.09.1873 im Alter von 72 Jahren und 4 1/2 Monaten.

Angaben ergänzt nach HHStAW, Abt. 365, Nr. 443 (Sterberegister Heinebach 1853-1919).

---

Der Verstorbene war ein Sohn des Joseph Sommer [Grabnummer 106] und der Jüdel geb. Wallach zu Heinebach. Sein Geburtsjahr wird auch mit 1802 angegeben. Er heiratete in erster Ehe am 22.07.1834 in Gudensberg Malchen geb. Mansbach [Grabnummer 143] aus Maden. (Preuschhof, Eckhard: Nachkommen von Susman Isaak in Heinebach, online unter http://www.jinh.site50.net, Stand: 19.08.2009)

Am 04.09.1844 wurde ihm gestattet, sich in zweiter Ehe an seine Cousine Edel Katz aus Aua verheiraten zu dürfen, deren Mutter eine Schwester seiner Mutter gewesen war. Süßmann Sommer soll zu dieser Zeit 41 Jahre, seine Verlobte Edel 22 Jahre, 5 Monate und 24 Tage alt gewesen sein. Aus erster Ehe hatte Süßmann Sommer vier Kinder, die damals 3, 5, 7 und 9 Jahre alt waren. (Alle Angaben dieses Absatzes nach HStAM, Bestand 100, Nr. 2239)

Die zweite Eheschließung mit Edel (auch Ettel) geb. Katz erfolgte daraufhin am 25.12.1844 in Heinebach. Hierbei wird angegeben, dass Edel im April 1819 in Aua geboren worden sei. Ihr Todesdatum ist unbekannt. (Preuschhof, Eckhard: Nachkommen von Susman Isaak in Heinebach, wie oben)

Indizes

Personen:

Mansbach, Malchen verheiratete Sommer · Sommer, Malchen geborene Mansbach · Sommer, Edel geborene Katz · Katz, Edel verheiratete Sommer · Sommer, Joseph (I) · Sommer, Jüdel geborene Wallach · Wallach, Jüdel verheiratete Sommer

Orte:

Aua · Gudensberg · Heinebach · Maden

Sachbegriffe:

Handelsmänner

Nachweise

Bearbeitung:

Christa Wiesner 1998, ergänzt von Andreas Schmidt (HLGL)

Bildnachweise:

VS: kein Foto vorhanden.

RS: B 22.221/4.

Fotos:

Zitierweise
„Sommer, Süßmann (1873) – Binsförth“, in: Jüdische Grabstätten <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/juf/id/1217> (Stand: 5.6.2012)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde