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Regesten der Landgrafen von Hessen

1463 Oktober 5

Vertrag zwischen Erzbischof Adolf von Mainz und Diether von Isenburg-Büdingen

Regest-Nr. 9440

Überlieferung | Regest | Originaltext | Nachweise | Textgrundlage | Zitierweise
Überlieferung
Ausfertigung: A: Staatsarchiv Marburg, Urk. 114 Nr. 1583 (Arcinsys).
Stückbeschreibung: Papier
Siegel: auf jeder Doppelseite 5 aufgedrückte Siegel
Drucke: Menzel, Verträge, S. 16; Gundlach, Mainzer Stiftsfehde, S. 82-108 Nr. 6.
Regesten: Demandt, Regesten Katzenelnbogen 2, S. 1477 Nr. 5270.
Regest
Zeilsheim. - In dem durch Landgraf Heinrich von Hessen vermittelten Vertrag zwischen Erzbischof Adolf von Mainz und Diether von Isenburg, Graf zu Büdingen, über die Abfindung Diethers nach seinem Rücktritt vom Mainzer Stuhl wird u.a. bestimmt, daß Erzbischof Adolf für Pfalzgraf Friedrich bei Rhein, Landgraf Heinrich von Hessen und Graf Philipp von Katzenelnbogen besondere Absolutionen erwirken wird und diese Herrn Diether übergeben soll, der sie den betreffenden Herren aber erst dann aushändigen darf, wenn sie diesen Vertrage beitreten und die ihnen daraus erwachsenden Verpflichtungen übernehmen.
Zusatz des Schreibers: Landgraf Heinrich hat dem Grafen Philipp von Katzenelnbogen die Absolution unter der Bedingung übergeben, daß er diesem Vertrag nachkommt.

Wortlaut der Datierung

Geben und gescheen im felde neben Zilßheim zwuschen Hoest und Hoffheim gelegen, am mitwoch noch Francisci anno domini millesimo quadringentesimo seyagesimo tercio.

Weitere Informationen

Die gleiche Bestimmung befindet sich im Vertrag zwischen Adolf und Diether von 1463 Oktober 20 (Menzel, Nassauische Annalen 10, 1870 S. 22)

Originaltext
(fol. 266a) Zu wissen, das durch den hochgebornnen fursten hern Heinrichen, lantgraven zu Hessen, graven zu Ziegenhain und zu Nydde, got zu lobe, dem lieben hern sant Martin zu ern, und dem stiefft zu Meintz, auch sinen landen und lutten zu notz, und sost den gemeynen landen, allem geistlichen und werntlichem staidt zu ruge und freden zwuschen hern Adolffen von Nassauwe und hern Diethern von Isemburg, irer zweyunge, irrunge und fintschafft halben, den stiefft zu Meintz berurende, und auch umb alles das, das sich daruß beißher off diesen tag zuschen ine, den iren, irer beidersiits anhenger, helffere, zulegere und zugewanten, ungeverlich auch allen denihennen, die darunder verdrucht oder gewant gewest oder noch sint, geistlichs oder werntlichs staits, verlauffen, begeben, gemacht hat und entstanden ist, mit irer beydersiits kuntlichen gutten wissen und willen gutlich und fruntlich beteidingt ist off meynunge, moß und wyse, das alles eygentlichen tuckswyse nochgeschreben steet, alsus ludende:
1. Zum ersten das her Adolff off sinen kosten erlange und bestelle, das der bebstlich orator alle und igliche bebstlich mandat, processen, pene und censure, wie die uber, gegen und widder hern Diethern ußgangen sint, als ferre die sin personne antreffende, off bethe hern Heinrichs, lantgraven zu Hessen oder eins andern, dem des an sin stat macht geben und befolhen wirt, durch bebstlicher gewalt volkomenheyt gegen dem benanten hern Diethern ane alle verdingunge tollere und offhebe.
2. Item das her Adolff auch off sin kosten erlangen und bestelle, das der bebstlich orator, und ob er des nit macht hette, unser heiliger vatter der bobst selbst, alle ungnade und unwillen, sin heilligkeyt zu dem benanten hern Diethern hot oder gehaben mocht, gentzlich und unverdinglich sunder alle unterscheyt slechtlich und gruntlich abstelle, auch das her Diether von unserm heilligen vatter dem bobst und auch her Adolff durch nottdufftige bullen und verschribunge eximert werde ab omni instructione archiepiscopali, desglichen sall her Adolff bestellen, das unser gnediger her der keyser alle ungnade und unwillen gegen hern Diethern und allen denihennen, die siner parthiie und anhengere oder ime zuleglich und biistendig gewest oder noch sint, geistlich und werntlich, grunlich auch abestelle und abethuwe, auch alle und igliche des richs man darin off hern Diethers siiten verwant bii iren lehen, gnaden und friiheiten, sie vom riche gehabt oder noch hab, der vermelten irrunge und sachen halber unverhindert zu verliben loßen und das her Adolff alsbalde hern Diethern der vermelten stucke und (fol. 266b) punckt halber dieß artickels die forderlic an dem orator, und ob er das nicht macht hette, bynnen drien moenden an unserm heiligen vatter dem bobst selbs zu erlangen und zu volenden, gnugsam versorgniß mit burgschafft noch notturfft thun off moß und forme die burgschafft off ander nochfolgende artickel begrieffen steet sunder geverde.
3. Item sall her Adolff off sinen kosten bynnen driien moenden erlangen, das her Diether der annathen von unserm heillgen vatter dem bobst und den banckerern ledig getzelt, und die darvor versprochen han, uß hafftunge und banne geloßen werden, und obe des bynnen driien moende nit gescheen mocht, das dan her Adolff sollichs darnoch so er schirest magk off den bemelten versorgniß und gewießheyt zu erlangen vorpfliecht sin solle, doch ane hern Diethers, auch der sinen und die sich des halben verpfliecht und verwant hant, kosten und schaden sunder geverde.
4. Item salle her Adolff off sinen kosten erlangen von unserm heilligen vatter dem bobst, sinem orator oder andern der des macht hot, ein gemeyn bulle, dorin von bobstlicher gewalt alle und igliche, geistlich und werntlich, geordent und ungeordent personne, die hern Diethers partiie, anhengere, oder ime mit worten oder wercken hilfflich, rechtlich, zulegigk oder sust darunder verdacht oder gewant gewest oder noch sint, und mit namen die geistlichen geordent und ungeordent off bethe eins personnen, den die thumhern und paffheyt zu Meintz hern Diethers parthiie vor sich und die gemeyn geistlichkeyt dartzu ordent, und die werntlichen hern Diethers anhengere off bethe hern Heinrichs, lantgraven zu Hessen, absolviere, die geistlichen, geordent und ungeordent, reabiliter und des die reybilitacio gegen die geistlichen, geordent und ungeordent, off data der inpetrierunge reponieren off den tag der inhabilitatio sollicher moß, das sie sammet und besunder zu allen irn wirden, eren, ampten, und lehen, unverhindert der bemelten entwirdigunge duglich zu sin restituiert und ingesatzt sin unverdinglich, als sie und ire yeder vor angangk der irrunge und mandat gewest sin an geverde. Mit dem zusatz macht und gewalt ob der selben eins oder me gewissen ir einen oder mer der dinge halber wiedder bewegt, das der oder die macht und gewalt haben sollen, deshalber ein bichthern noch ire yedes gewießen zu kiessen dem zu bichten, und das derselbe bichther von bobstlicher gewalt moge und macht habe yeden noch siner notturfft off heylsam buß zu absolviren, zu reybilitiren und zu restituiren, auch sunder alle verdingunge und geverde, und ob der orator die bichthern heruber zu geben uff moß obgerurt nit macht hette, sal her Adolff sollichs von (fol. 267a) unserm heilligen vatter dem bobst ader wer das sust von siner heilligkeyt wegen zu thun macht hette, erlangen off sinen kosten, auch bynnen driien moenden und uff versorgunge obgerurt sunder geverde.
5. Item sall her Adolff auch uff sinen kosten von unserm heilligen vatter dem bobst oder sinem orator oder wer des zu thune sust macht hette, erlangen hern Friederichen, dem palczgraven, lantgrave Heinrichen zu Hessen und grave Philipsen von Katzenelnbogen ir yeden in sunderheyt ein absolucien off moß und meynunge des nesten artickels hier vorgerurt und die absolucien alle drii zu handen hern Diethers stellen, die inzuhalten und keinem der selben hern die sin ubergeben, er wol dan auch in dieser rachtunge mitbegrieffen und der noch irer inhalt, so viel und ine die berurende wern, verpflichtet sin, halten und nochkomen, und die gefangen, in ir yedes hant gelobt und verhafft sint, irer gefengniß ledig geben und loß sagen off ein alt urpfhede, und das her Friederich der pfalczgrave siner absolucion halben dem wes von sinen wegen und ine belangende gegen hern Adolffen dem stiefft zu gutte bereth oder verschrieben wer, das sich kuntlich erfunde, auch nochkomen und genungk thuwe an alle geverde.
6. Item und so die dinge, wie obgerurt steet, hern Diethern und den sinen von hern Adolffen volendt sint ader versorgniß darvor, wie vor und noch dovon gerurt steet, gescheen ist, so will her Diether von eygener friiher bewegniß und guttem willen, gantz ungenötiget, dem stiefft zu gutte, uff das der zu friede und ruge komen und nit frier zurtrendt noch gar vergenglich werde, vom stiefft tretten, den hern Adolffen ufflaßen und dormit alle und igliche sloß, stete, lant und lude, wes er der mochmols inhat, dem stiefft zu Mentz zustende mit allen iren nutzen, renthen, gulten, gerechtigkeyten, herlichkeyten und allen andern zu- und ingehorden, wie er die ytzundt inhat, auch mit allem hußgeredde, geschutze, win, frocht, und anderm vorraide, wie und was des dan in ire yedem derselben des stieffts slossen und kelneriin, die her Diether hern Adolffen ubergeben sall, gehorigk ist, dem benanten hern Adolffen ubergeben und zu sinen handen stellen und uberantworten, auch die inwonnere irer eyde und gelubde, die sie ime gethan han, ledig sagen, ußgescheyden und vorbehalten doch herin die drii sloß und stete Hoest, Steinheim und Dieppurg, die selben drii sloß und stete hern Diethern obgenant mit allen und iglichen irn dorffern und lantschafften, man und burgman, burgern, inwonnern, buern und armenluten, waßer, weyden, welden, moellen, moelnsteten und (fol. 267b) moeln, rechten, fyscheriien, wyltbennen, renthen, zinsen, gulten, zollen, lantzollen und mit namen den lantzollen zu Flerßheim, Erbenheym, Hocheim, Nuwenrode, Castel, Kostheim, Wissenauwe, Astheim, Mirßfelden, Langen, Offendam und Urbruch und allen andern iren nutzen gefellen, mit allen und iglichen iren zu- und ingehorden, rechten, herlichkeyten und uberickeyten, wie die bießher dartzu gehort und gedient haben und forter horen sallen und dienen werden mochten, nichts ußgenomen, des vermelten hern Diethers leptage gantz uß sin und bliben, und er das alles mit allen gebotten und verbotten, uberkeyten, gewaltsam und gerechtigkeiyt, in aller moß ein ertzbischoff zu Meintz die bießher ingehabt hat, inhaben, nutzen, nyesen, besietzen und gebruchen sall und mag ane alle beswerniß und sunder verhinderunge des benanten hern Adolffs und allermenglichs von sinen und des stieffts wegen, ußgescheyden sechshundert gulden mangelts und lehengelt, die off den benanten sloßen, steten, zollen und iren zugehorden steent und mannen und burgmannen daruff vor verschreben sint, von den selben sechshundert gulden her Diether dan jerlichs die man und burgkman irer mangelt und lehengut off den selben sloßen, steten und zollen verschreben, inhalt irer lehenbriefe, was ine der forter noch besließunge und endunge dieß begrieffs fellig und erschienen werden, ußriechten und betzallen solle, darumb auch alle und iglich man und burgmann, den her diether ire lehengult von den vormelten driien sloßen, steten und zollen wie vorsteet, forter jerlichs ußriechten wirdet und daruff vorhien verschreben steent, ire lehen des benanten hern Diethers leptage gantz uß von ime entphaen, haben und tragen, und des auch brieffe geben und nehmen sollen in gewonlicher herkomener forme, und ob eynicher man oder burgman soliche sin lehen von hern Diethern nit entphaen noch ime lehenspflicht und verschribunge als gewonliche und herkomen ist, daruber thun wolt, so solt her Diether nit pliechtig sin, ime die lehengult zu geben oder ußzuriechten, was aber lehengult off den selben driien sloßen, steten, zollen und zugehorden bießher uff volendunge dieß begrieffs den mann und burgmannen erschiennen wer und ine noch unbetzalt ußstunde, sall her Adolff oder ein ertzbischoff zu tziiten und der stiefft zu Mentz ußriechten und das gegen den mannen und burgmannen, die solichs beruret, vorfachen, dartzu auch alle und igliche gult, zinse und renthe, die off den selben drien sloßen, steten, zollen und iren zugehorden verschreben wern und ein ertzbischoff ader stiefft bißher ußgeriecht hette, den ihennen, den man das pliechtig ist, anderswo verwyssen, sie des vergenugen und vergewyssen, und die selben pensien und ußriechtunge von den vermelten driien steten, sloßen, zollen und zugehorden ledigen, sollicher moß, das her Diether und sin erben des alles unbekeret auch an schaden und unherfordert von menniglichen den das berurt ader antreffen mocht, verliben. Und ob her Diether von yemant, wer der were, nyemant ußgescheyden, der vorberurter driier sloß und stete oder auch der zolle, lantzolle oder aber irer gerechtigkeyt (fol. 268a) und zugehorde eins oder mer halber erfordert ader darvon ader daran beintreget zu werden understanden wurde, anders dan der stiefft diie bießher genoßen und gebrucht hat, sall her Adolff und eine ertzbischoff zu tziiten, auch das capiettel und der stiefft zu Mentz ine dabii hanthaben, schuern, schirmen und vorteidingen, als ob es sie selbs anginge, sunder geverde. Es sollen auch alle und igliche man, burgman, zolschriber, zolknecht, schultießen, kelnner, amptlude, diener und inwonner der benanten driier sloß und stete Hoest, Steinheim und Dieppurgk und der lantschafft dartzu und ingehorigk irer huldenge, gelubde und eyde, domit sie dem stiefft und capiettel zu Mentz bewant sint und gedan hant, von dem selben capiettel zu Mentz ledig gesagt und von ine durch irn offen versiegelten brieff geheyßen werden hern Diethern sin leptage gantz uß, als irem rechten natuerlichen hern zu gewarten, zu hulden, zu geloben und zu swern, einem ertzbischoff zu ziiten und dem capiettel noch hern Diether dode wiedder zu gewarten, inmoßen sie dem stiefft zu Mentz bießher verwant, schuldig und pliechtig gewest sint an geverde, unschedelich, doch Steinheims halber grave Ludwigen von Isemburg an siner verschribunge ime gescheen soll noch gerurt, doch das her Diether alle und igliche inwonner, geistlich und werntlich, der selben driier sloß und stete und der lantschafft dartzu- und ingehorig, bii allen iren alten herkomen, friiheyten und gnaden, als sie bii einem ertzbischoff und stiefft zu Mentz herbrocht han, bliben loßen und sie nit hoher beswern, dartzu auch die selben drii sloß und stete in gewonlichem weselichem buwe halten und die mit iren zugehorden und gerechtigkeyten in keynnen wegk verussern, versetzen, verkauffen, sunder die noch sinem abgangk eynem ertzbischoff und capiettel zu Mentz zu iren handen wiedder komen loßen sol.
7. Item was von hußgeredde und geschutze in den vermelten driien sloßen und steten Hoest, Steinheim und Diepurg ist, sall uffgetzeychent, yedem hern des ein ußgeschnietten zettel ubergeben und noch hern Diethers tode unverwant darin geloßen werden.
8. Item her Diether sall hern Adolffen auch uberantworten und folgen loßen alle brieff, vorschriebunge, regiester und bu^echer dem stiefft zu Mentz zugehoren, ußgescheyden die brieff uber die vorgenanten drii sloß und stete Hoest, Steinheim und Dieppurgk und ire zugehorden, die sollen uffgetzeychent und gemerckt werden und hern Diethern sin leptage bliben, sich der zu gebruchen off tagen und an geriechten, wa ime der not ist, und das die verwart und unverletziget bliben noch hern Diethers dode hern Adolffen, einem ertzbischoff und capiettel zu Mentz wiedder folgen mogen. Doch so sall her Diether hern Adolffen glauplichen (fol. 268b) abschriefft und transumpt dovon werden laißen, und wan sie der hauptbrieff, yne die auch lyhen und volgen loßen, die hern Diethern, wan sie der gebrucht haben, wiedder zu uberantworten.
9. Er sall auch her Adolff und ein yeder ertzbischoff, auch das capiettel und stiefft zu Mentz in den vorgerurten driien sloßen und steten Hoest, Steinheim, Dieppurgk und der lantschafft ader gebietten dartzu- und ingehorigk in- und biiwonern der selben sloß, stete und lantschafft des benanten hern Diethers leptage gantz uß kein gebott ader verbott geistlich oder werntlich haben ader thun loßen, dan allein ußgescheyden was die heilligen sacrament, testament und sentrecht antriefft, und wer es das yemant scholt und forderunge zu den inwonern der gerurten sloß stete und der lantschafft dartzu- und ingehorig hette oder gewonne, das dem cleger alsdan gegen dem selben rechts und ußrachtunge gedyge und ergee bynnen einem mondt, nochdem er das ersucht hette, es wer dan, das sich durch rechtlich schube lenger friist geburen wurde, auch das den clegern und wes sie dartzu bedorffen werden, uffriechtig geleyde off ire gesynnen gegeben werde. Geschee des nit, so mocht der cleger die selben darumb geistlich oder werntlich forfordern wo die clage hien gehort, sunder alles geverde.
10. Item sall her Adolff mit dem gemeyn capiettel des stieffts zu Mentz vor sich und ire nochkomen notturftige verschribunge hern Diethern geben, den selben hern Diethern sin lebtage uß bii den benanten driien sloßen steten und lantschafften mit allen iren zugehorungen und gerechtigkeyten vorgemelten unverhindert und unbeirret zu bliben loßen, und ob der benanten driier sloß ader stete eins oder mer hern Diethern entwert ader angewonnen wurden, das dan her Adolff oder ein ertzbischoff, die zu ziiten wern, und das capiettel zu Mentz off iren und des stieffts kosten allen vermoglichen fliße thun sollen, das ader die selben sloß ader stat wiedder zu erobern und noch der eroberunge das ader die unvertzuglich hern Diethern mit aller nutzunge und gerechtigkeyt, off moß er das vor ingehabt hot, wiedder intzugeben ane alle geverde.
11. Dartzu sall her Adolff, auch ein yeder ertzbischoff und das capiettel zu Mentz dem benanten hern Diethern noch die vorgenanten drii sloß und stete Hoest Steinheim und Dieppurg, auch die lantschafft dartzu gehorig und die inwonner der selben sloß stete und lantschafft uß ader in der stieffts zu Mentz sloß, steten, lantschafften und gebietten, die sie zu ziiten inhaben, nit befehden, bekriegen ader beschedigen noch den iren oder andern der sie ungeverlich mechtig sind zu thun nit gestatten in keynem wegk, desglichen sall her Diether nit gestatten, das her Adolff oder ein ertzbischoff (fol. 269a), das capiettel und stiefft zu Mentz und die iren uß adir in die benanten sloß Hoest Steinheim und Diepurg bekrieget, befehdet ader bescheidiget werden, alles ungeverde.
12. Item ob einche furst, grave, her, rieter oder knecht oder sust wer der wer, nyemant ußgenomen, hern Diethern understeen wurde zu kriegen, zu befehden oder zu bescheydigen und her Diether gegen dem ader den selben uff hern Adolffen oder eynem ertzbischoff zu ziiten hern Diethers gegen dem ader den selben zu recht mechtig wer, und der ader die selben das recht nit offnemen und angeen wollten, so sall her Adolff oder ein ertzbischoff zu ziiten das capietel und stiefft zu Mentz, als balde sie des von hern Diethern schrifftlich oder montlich ersuch oder ermandt werden, uff stundt sunder allen vertzogk getruwelichen noch allem irm vermogen dem selben hern Diethern hilff und biistant thun, des ader der selben ader wer sich darin mengen würde, darumb auch fient werden und ine fientlich thun, als ob es ire eygen sache wer, und hinder hern Diethern mit eynichem keynerley verstentnuß, sune oder rachtunge thun, offnemen oder ingeen, hern Diethern sin lant und lude werden dan darin auch getzogen und noch notturft versorgt ane geverde.
13. Item sall her Adolff erlangen von dem gemeynen capiettel zu Mentz vor sich und ire nochkomen under irm großen ingesiegel sich gegen hern Diethern notturftiglich zu verschriben, keinen hienvor zu herren oder ertzbischoff des stiefft zu Mentz offzunemen, er gelobe und swere dan und gebe des auch sinen offen versiegelten brieff zuvor, das alles wie obgeschreben steet und ine antreffen ist hern Diethern offriechtig zu halten und dem nit zu wiedderkomen in dheyniche wyse sunder geverde.
14. Item wan und welliche ziit, auch wie diecke her Adolff oder ein ertzbischoff zu Mentz zu ziiten ein lantstuer ader subsidium im stiefft zu Mentz offheben wirt, so mag her Diether, ob der will, in den vorberurten driien sloßen und steten Hoest Steinheim und Diepurg und der lantschafft dartzu und ingehorigk lantstuer auch von den geistlichen, die darin wonnen, von iren geistlichen lehen darin gelegen subsidium auch uffheben und ime die vor sich behalten off moß ein ertzbischoff thun mocht, ob er die selben drii sloß stete und lantschafft inhette an geverde.
Item sall her Diether alle und igliche geistliche und werntliche lehen zu den benanten driien sloßen und steten und der lantschafft dartzu- und ingehorig und die geistlichen lehen darin gelegen, was der einem ertzbischoff zu Mentz zu lyhen geburt, sin lebtage gantz ußlyhen (fol. 269b) und zu lyhen macht haben, so diecke und wie die ledig werden, unverhindert und ungeirret von hern Adolff, auch eynen yden ertzbischoff zu ziiten, dem capiettel zu Mentz und menelich von iren wegen.
16. Item es sollen einem yeden geistlichen und werntlichen volgen und gefallen alle gerechtigkeyt, zinse, gefelle und scholt, die sie bießher in den vorbenanten driien sloßen und steten Hoest, Steinheim und Dieppurg und iren zugehorden gehabt haben und ein yeder daran ungehindert bliben, also das desglichen geistlichen und werntlichen inwonnern der benanten sloß und stete und den ihennen, die zu ziiten des benanten hern Diethers diener ungeverlich sint, in des stieffts lantschafft und steten auch geschee, ußgescheyden ob yemants zinse gefelle oder scholt in Mentz gehabt hette, sall herin unvergrieffen sin.
17. Item es sollen alle und igliche geistlich und werntlich, die hern Diethers parthiie anhangk oder ime zuleglich ader biistendigk gewest ader nach sint, zu allen iren digniteten, pru^enden, geistliche goben, ampten, lehen, husern, hoffen, zu den selben irn ampten, pfründen oder lehen gehorig in- und ußwendig Mentz gelegen, auch dispensacien, gracien und reßnat, wie sie die vor tziit der irrunge ingehabt haben, wiedder geloßen und restituiert werden, desglichen sall der paffheyt off hern Adolffs parthiie auch gescheen, und den geistlichen, off hern Diethers siiten zu Mentz gepfrundet ader belehent, gegonnet werden, ire pfrunde und lehen doselbst zu verwechseln, ob und wan sie des begern, an uffhalt, doch das sie solliche ire pfrunde ader lehen mit duglichen personnen permutieren, als sich geburt, sunder intragk und geverde.
18. Item sall her Adolff erlangen, das den thumhern zu Mentz hern Diethers parthiie dru jare von allen irn pfrunden und lehen, sie zu Mentz hant, absentzen gegeben wurde aller nutzunge, ußgescheyden die deglich presentz, dartzu desglichen zu bestellen funfftzehen person sust uß der paffheyt daselbst zu Mentz belehent, die durch hern diethern sunderlich benant werden sollen ,das den absentz aller nutzunge irer lehen zu Mentz, ußgescheyden die deglich presentz, dru jare auch gegeben werde, doch sollten die selben perschonlich bynnen der selben ziit zu Mentz mit huse nit sietzen noch wonnen, wolt aber ir einer doselbst zu Mentz sin, der solt die selben ziit zu chore geen und thun als ander geistlichen und die ziit kein absentz haben.
19. Item was geistlicher lehen von dem genanten hern Diethern unnd siner parthiie, als ferre lihunge der selben lehen an ine gewest sin oder ine zugestanden habe, collacione ordinaria in turno ordinario, die von todttellen libera resignacione ader permutacione ledig worden verluwen sint, sollen die ihennen, die der in besesß sint, dobii bliben unverhindert eyniche procesß oder mandat halber in dieser irrunge ergangen, und ob etlich der vertrangen weren sollen ire possesß der selben (fol. 270a) lehen wiedder restituiert und dartzu zu komen geloßen werden sunder intragk und geverde ader deshalben zu erkenteniß der zweyer hern obgenant komen und wie sie die in der gutlichkeyt darumb entscheyden, dobii solt es verliben von beyden teyln gegen ein ander gehalten und volntzogen werden sunder geverde.
20. Item als die monnich, die in der eroberunge Mentz in den orden doselbst gewest sin, etlich gelubde und eyde haben thun mu^eßen, was der selben gelubde und eyde sint, die her Adolff ledig gesagen oder die monnich dovon entbunden magk, sall er thun und sie der ledig sagen slechtlich und unverdinglich an vertzogk, was der aber in siner gewalt oder macht ledig zu sagen nit wern, sunder dem bobst zustunde, sall her Adolff von dem bebstlichen orator alsbalde, und obe er des nicht macht hette, von unsern heilligen vatter dem bobst denselben monichen durch ein gemeyn bullen entbindunge und entledigunge an alle verdinggunge erlangen bynnen ziit und off versorgniß vor- und nochgerurt.
21. Item das her Adolff hern Diethern noch nottruft ein vorschribunge gebe, die monnich zu Franckfurt zu den Barfußen und Carmeliten umb des willen, das sie hern Diethers parthiie gehalten und iff sinen bescheyt, geheysche und befelle offentlich gesungen, begraben und die sacrament gehantreycht han, in eynichen wegk nit zu argwillen noch vorzuwenden auch darvor zu sin, das sollichs vom bobst und keyser ader im obersten nit geschee und sie in der verteidunge ander geistlichkeyt hern Diethers parthiie unußgesundert verliben zu loßen.
22. Item sall in yedem der sloß Hoest Steinheim und Diepurg eynem, den her Diether benennen wurdet, auctoritas episcopalis von hern Adolffen oder einem ertzbischoff zu ziiten uff herrn Diethers gesynnen, so diecke das not geschiecht, gegeben und hern Diethern sechß personne, die in den benanten driien sloßen seßhafftig oder sust anderswo sin diener sint und er benennen wurdet, von hern Adolffen eximert werden ab omni iurisdictione archiepiscopali, ußgenomen was den selben person irer gotsleben halben ime stiefft gelegen dem selben hern Adolffen oder einem ertzbischoff zu ziiten zu geben oder zu thun geburn worde ane geverde. Doch das die selben bynnen ziit der exempcien nit zu Mentz wonnen, auch keynerley das die capiettel ader paffen zu Mentz handeln thun schaffen oder besliessen, irren hindern oder weddersprechen sollen.
23. Item ob auch eyniche des benanten hern Diethers amptman, diener oder inwonner der brurten driier sloß stete und lantschafft von yemants, wer der wer, an das keyserlich kamergeriechte ader an westfolsche hoffe-, lant- oder ander ußlendige geriechte geheyschen oder geladen wurde, daruber einem ertzbischoff und der stiefft zu Mentz von romschen keysern und kongen gnaden und friiheyt haben, die iren abezuheyschen, sall her Adolff, ein ertzbischoff (fol. 207b) zu ziiten und da capiettel zu Mentz die selben hern Diethers amptlude diener ader inwonner der gerurten driier sloß stete und lantschafft als des stieffts undertane in crafft des stieffts friiheyt von den ußlendigen geriechten abeheyschen und hern Diethern an stat hern Adolffs, eins ertzbischoffs zu ziiten und capiettel zu Mentz den clegern gegen den beclagten hern Diethers amptluten dienern ader inwonnern der gerurten driier sloß stete und lantschafft rechts helffen und gestatten loßen, noch lute und inhalt der abewyssunge der selben ußlendigen geriechte.
24. Item ob yemant, wer der were, geistlich oder werntlich, edel ader unedel, des sinen in tziit der irrunge an stetten sloßen husern hoffen ader andern liegenden guttern entwert, entweldiget oder ime genommen, erclaget oder angewonnen wer von beyden obgerurten parthiien, irn anhengern oder zugewanten, sall ime wiedder ingegeben und er dartzu geloßen werden dobii zu beliben, das hienvor mit aller gerechtigkeyt wie vor zu geniessen und zu gebruchen sunder geverde, ußgescheyden die stat Mentz mit den ligenden guttern darin gelegen und dartzu gehorigk, und doch das doctor Hummerii dem schultießen zu Mentz diederich Billungk, Goßwin Ruckeacker, snyder, Hansen Barbierer, Conrat Bender, Peter Metzler und Johannes Isenecker, die hern Diethers amptlude und diener sint, ire huser und ligende gutter zu Mentz wiedder gefolget und geloßen werden ane intragk.
25. Item sollen auch grave Ludwigk von Isemburg und Eberhart von Epstein hern zu Kongstein irer forderunge und irrunge, die sie under einander haben, Ortenberg antreffen, in der gutlichkeyt zu erkenteniß komen uff hern Heinrichen lantgraven zu Hessen, ob der von Kongstein grave Ludwigen das sloß Ortenberg zuvor wiedder ingeben oder grave Ludwig das gelt von dem von Kongstein nach lute der verschribunge nemmen soll, und wie sie lantgrave Heinrich zu Hessen in der gutlichkeyt darumb entscheyt, das es darbii verlieben und dem nochgegangen werde ane alle intragk, sumeniß und geverde.
26. Item als der paffheit ime stiefft zu Mentz von hern Diethern, den sinen und siner parthiie etlicher schade zugefu^egt ader das ire uff hern Diethers befelle genomen und hern Diethern zugewant sin mag, sall her Adolff mit der selben paffheyt bestellen daruff zu vertzyhen, ob er aber das nit gethun mocht, so sall her Adolff abtragen und verfohen, das her Diether die sinen, und die ihennen, die solichs off hern Diethers befelle gethun hetten, darum unangelant, unerfordert und schadeloß verliben und gehalten werden.
27. (fol. 271a) Item sollen alle gefangen, geistlich unnd werntlich, von beyden teyln irer gefengniß uff ein alt orphede ledig gesagt werden, ußgescheyden werntlich inwonner und burger zu Mentz in eroberunge der stat Mentz begrieffen, die anders nit des benanten hern Diethers amptlude rethe oder diener sint, das sint doctor Humerii, der schulthieß zu Mentz Diederich Bullingk, Goßwin Ruckacker, snyder, Hans Barbierer, Conrat Bender, Peter Metzler und Isenecker benant als rethe diener und amptlude des benanten hern Diethers. Es sollen auch alle schatzunge und ungegeben gelt von hern Diethers siiten nit gegeben noch betzalt, sunder forter ungegeben verliben, undob die wirt off hern Adolffs siiten eynichen gefangen hern Diethern zustunde umb die atzunge oder ire burgen darvor uß hafftunge nit leßen wollten, sall her Adolff sollichs gegen den wirten abetragen und die gefangen und ire burgen des erledigen an iren schaden sunder intragk.
28. Item alle leben, die beyden parthiien iren graven hern oder andern als grave Johan von Nassauwe, grave Wilhelm und grave Johansen von Wertheim, grave Ludwigen von Isenburg, Eberharten von Epstein hern zu Kongstein und andern dieser irrunge und fehde, auch aller bii und nebenfehde verwant von yemants offgesagt ader offgeschreben wern, sollen wiedder geluwen und doch einen yeden hern mit sinen siner parthiie die also wiedder zu lyhen geschafft werden in einem halben jare, dem nehesten noch volendunge dieß begrieffs, wan des do bynnen an die lehen begert und gesonnen wurder an weygerunge, summeniß, intrag und geverde.
29. Item sall her Adolff hern Diethern sin hoff zu Mentz wiedder geben und folgen laßen, und auch hern Conrat Affen sinem caplan sin huß zu Mentz wiedder geben.
30. Item es solle auch alle ungnade und unwillen von beyden obgenanten parthiien gegen alle fursten, graven, hern, riettern und knechten und insunderheyt des stieffts steten, stetlutten gemeinlich und sunderlich, auch allen und iglichen, die sich ine dieser irrunge zu beyden hern gedan und gehalten haben und die darunder verdacht oder gewant gewest odern noch sint, sie sin geistlich oder werntlich, geordent oder ungeordent personnen, abe sin und hienfor das vom bobst, keyser, auch beyden parthiien und iren zugewanten gegen den nit gerochen, geoffert noch geyndet werden, in keynne wyse. Sie sollen auch des gegen beyden parthiien nit engelten und des stieffts steten des von hern Adolffen brieff gegeben, darin sie des versorgt sin und werden noch notturft.
31. (fol. 271b) Item es sollen auch alle unnd iglich nebenfehde und fintschafft, der vorgemelten irrunge und sachen halber entstanden, abesin und abegetan werden, unvertzoglich, auch durch yeden hern mit den sinen und die siner parthiie gewest oder noch sint, abezuthun geschafft werden.
Item sall her Adolff alle und iglich scholt und verschribunge, die her Diether bii ziiten siner riegerunge ime stiefft zu Mentz gedan und gemacht hat, von hern Diethern uff sich und dem stiefft zu Mentz nehmen, die an stat hern Diethers und von sinen wegen sunder hern Diethers und der sinen kosten und schaden ußriechten und volntziehen ader die schuldener und wen das berurt noch zymmelicher versorgunge vernugen, doch das her Adolff nit verbunden sii, eynichen mit ingebunge sloß stete lande oder lute versorgniß zu thun und hern Diethern des entledigen sollicher moß, das her Diether und sin erben des aller anforderunge gequyt, entragen und loßgeloßen werden, und salle her Diether bynnen eynen mondt noch besloß dieser sachen alle schuldener, die her Adolff von sinen wegen irer scholt und solts ußriechten sall beschriben sich bynnen einem virtel jars off ein nemlich ziit bii hern Adolffen zu fu^egen, versiecherunge irer scholt off zemliche wege von ime zu nehmen und weselich zu versorgen laßen, dobii her Diether die sinen, nemlich hern Friederich von Riffenburg und Diethern von Isemburg, und her Adolff den von Kongstein und Stamen von Slietz schicken und haben sollen. Ob hern Adolffen beduncken wolt, das der schuldener einer oder mer ungeburlicher scholt vernemen ader sich umb sin scholt zymmlich von hern Adolffen nit wolt vernugen loßen, wie dan die vier ader der mer teyl under ine darumb eins wurden und sie beducht zymmlich und redelich dem ader den selben siner scholt halben offzunemen, wer, dobii solt es bliiben. Wer es aber, da yemants der schuldener, der oder die irer scholt halber zu vergnu^egen uff das vermelt tag bescheyden nit komen noch an der underriechtunge der vier egemelt nit vertragen noch vernugen loßen wolten, so dan die andern schuldener, die den dingen, wie obgerurt steet, sich zu vergnugen loßen gefolgiegk und auch vernugt wern, so solt Lanstein sloß und stat mit dem zolle und aller siner zugehorunge des punckts halben von vergenugunge wegen der scholt hern Adolffen lenger nit vorbehalten, sunder uff stunt und forderlich sunder intrag ime ine- und ubergeben werden, doch das die selben ander schuldener, die uff den vermelten tag nit komen noch sich alsbalde vergenugen loßen wollten, her Adolff darnoch , ob und wan sie des begern, vorberurter wyse und meynunge noch vergnugunge von ime walten, irer scholt auch vergenuge als vorsteet sunder geverde, und obe der selben eynicher hern (fol. 272a) Diethern daruber anlangen, fehden, bekriegen ader schedigen wolt, so sall her Adolff ime dargegen hilff und biistant thun, schulbern, schirmen und vorteidingen, als ob es sin eygen sache und ine selbs antreffende wer sunder alles geverde.
33. Item sall her Adolff hern Diethern funffdusent gulden von stundt noch volendunge dieß begrieffs bare geben ader ime mit bewilligunge des capiettels vor sich und ire nochkomen noch notturft verschriben funffdusent gulden uff des zolles renthen und gefellen zu Lanstein forderlich uffzuheben und inzunemen eins deyls hern Diethers schuldener, er hern Adolffen benennen sal, bare domit zu betzaln und zu entriechten, und sall das selbe hern Adolffen an der some der gemeyn schult, die her Diether schuldigk ist und her Adolff betzaln solle, abgeen.
34. Item sall her Diether die vorschribunge und buttzettel und was er des hot, die er von der gefangen wegen von dem pfaltzgraven hot, mit aller gerechtigkeyt, die her Diether des halben zum pfaltzgraven haben mocht, zu handern hern Adolffs und capiettels zu Mentz stellen und ubergeben, mit sollicher gestalt und versorgunge, das her Adolff und das capiettel von des stieffts wegen den pfaltzgraven darumb mogen anfordern, deshalben betzallunge oder vertrag von ime nehmen und sust alles das darin thun und loßen mogen, das her Diether in crafft der selben vorschribunge selbs thun mochten ane geverde. Dagegen so sall her Adolff und das capiettel zu Mentz hern Diethern geben drissigkdusent gulden, der sollen mit namen hern diethern funfftzehendusent gulden und sinem bruder hern Ludwigen die uberigen funfftzehendusent gulden zusampt den nundusent gulden der stiefft hern Ludwigen vorschuldig ist, gehantreicht, versorgt und vorschrieben werden sollicher moß, das der funfftzehndusent gulden, hern Diethern zusteen, ime alsbalde uff dem zolle zu Lanstein driidusent gulde bare angegeben und in abslagk der uberigen zwolffdusent gulden demselben hern Diethern ader wem er das bescheyden wirdet, forters alle jare jerlichs uff Michahelis von dem zolle zu Lanstein driidusent gulden ußgeriecht und ime des vor betzallunge der uberiegen zwulffdusent gulden uff maiß vorberurt von hern Adolffen und dem gemeyn capietel fur sich und ire nochkomen gnugsam verschribunge und mit gyselb und burgen versorgunge noch notturft auch vergewyssunge gescheen solle, das ein yeder zolschriber, besieher und zolknecht zu Lanstein zu ziiten sin oder werden, hern Diethern geloben und zu den heiligen swern sollen, hern Diethern ader wem er das bescheyt, jerlichs von des zolles gefellen zu Lanstein die driidusent gulden in abslagk der zwolffdusent gulden uff ziit und moß obgerurt zu geben und zu betzaln als lange bieß die zwolffdusent gulden hern Diethern ader wem er die bescheyt verfolle betzalt und ußgeriecht sint an allen ufhalt vertzogk und geverde.
35. (fol. 272b) Item sall her Adolff und das capiettel zu Mentz die nundusent gulden, die der stiefft zu Mentz grave Ludwigen von Isemburgk vor schuldig ist, vor sich und ire nochkomen dem benanten Ludwigen und sinen erben mit gyseln und burgen, die her Adolff ungeverlich herlangen mag uß dem, die ime grave Ludwigk betzeychent geben wirt, off jaregu^elt yee von zwentzigk gulden einen gulden jerlichs Michaelis zu gult zu geben verschriben und vergewyessen noch gewonlicher forme, aber von der funfftzehendusent gulden wegen, grave Ludwigen an den drissigdusent gulden vorgerurt zusteen, sall her Adolff und das gemeyne capiettel zu Mentz vor sich und ire nochkomen grave Ludwigen und sin erben Steinheim sloß und stat mit dem zolle daselbst, der lantschafft, aller und yeder nutzunge, zu- und ingehorden, gebotten und verbotten, wie das her Diether noch sinem tode laißen wirt, noch desselben her Diethers tode und abgangk vor die selben funfftzehendusent gulden zusampt den nundusent gulden obgerurt uff einen wiedderkauff inzuhaben, zu besitzen und zu gebruchen, alslange bieß solliche funfftzehendusent gulden sampt den nundusent gulden, der stiefft ime noch schuldig ist, mit aller versessenner und ußstender unbetzalter gult ime ader sin erben der nundusent gulden halben erschiennen und unbetzalt wer dem benanten her Ludwigen ader sin erben zuvor von hern Adolffen, dem capiettel zu Mentz ader iren nochkomen genugklich ußgeriecht, gegeben und betzalt wern, yetzundt alsbalde noch aller notturfft verschriben und das domyt auch die amptlude, diener, burger und inwonner zu Steinheim, auch die lantschafft darzu- und ingehorig, in ziit der huldunge, die sie hern Diethern thun werden, hern Ludwigen mit geloben und swern sollen, ime und sin erben noch hern Diethers tode bieß uff betzallunge des gelts der funfftzehendusent gulden sampt den nundusent gulden und dem vorsesß der gulte der selben nundusent gulden, ab des icht unbetzalt ußstende wer, inhalt der brieff daruber zu gewarten, doch das her Adolff, ein ertzbischoff und das capiettel zu Mentz noch tode hern Diethers moge und macht haben, grave Ludwigen und sin erben in abslagk der funfftzehendusent gulden driidusent gulden zu geben, wan und welliche ziit sie wollen, die auch grave Ludwig und sine erben, so diecke und viel ine die alsdan gegeben ine abslagk der funfftzehendusent gulden zu yeder ziit nehmen und sich des nit weygern, auch Steinheim ußer hant nit komen loßen sallen, die funfftzehendusent gulden sin ine dan mit den nundusent gulden, und ob icht versessener ußstender jaregult dovon wer, gentzlich und verfoll betzalt alß obgerurt. So auch her Ludwig und sin erbe noch hern Diethers tode Steinheim sloß und stat mit irer zugehorde vor die funfftzehendusent gulden und die nundusent gulden inhaben, so sall her Adolff, (fol. 273a) ein ertzbischoff, das capiettel zu Mentz und ire nochkomen grave Ludwigen und sin erben die jaregult von den nundusent gulden vorbeißer zu geben und ußzuriechten nit me verbunden noch pliechtig sin, und sollen des notturftige verschribunge, wie das von allen deyln gehalten sol werden, daruber gemacht und ubergeben werden.
36. Item und uf das daz her Diether der fier vorgeschreben artickel, nemlich des ersten, das her Adolff alle schult und verschribunge, her Diether ime stiefft gemacht hot, uff sich und den stiefft nehmen und die an hern Diethers stat ußriechten soll etc; - item der ander, das her Adolff hern Diethern funffdusent gulden noch volendunge dieß begrieffs uff stunt bare geben ader hern Diethern durch hern Adolffen und das capiettel zu Mentz die forderlichen von dem zolle zu Lanstein ofzueben bewilliget werden sollen etc.; - item der dritte von der funfftzehendusent gulden wegen her Adolff und das capiettel zu Mentz hern Diethern geben und der her Diether driidusent gulden forderlich uf dem zolle zu Lanstein heben und in abslagk der uberigen zwolffdusent gulden dem selben hern Diethern jerlichs daselbst zu Lanstein driidusent gulden zu heben von hern Adolffen und dem capiettel zu Mentz mit gyseln und burgen mit notturfftiger vorschribunge vorgewysset werden soll etc.; - item und der vierte von der funfftzehendusent gulden wegen, die hern Ludwigen und sin erben zusampt den nundusent gulden, her Diether und der stiefft ime vorschuldig sint, von hern Adolffen und dem capiettel zu Mentz verschriben und Steinheim darvor noch hern Diethers tode inzuhaben vergewysset sollen werden etc.; - von hern Adolff und dem capiettel zu Mentz vor sich und ire nochkomen noch der selben artickel inhalt und aller notturft vergewysset entriecht und versorgt mocht werden, so sall her Adolff und das capiettel zu Mentz hern Diethern darvor zu unterpfande instellen und ingeben sloß stat und zolle Lanstein sampt den lutten, inwonnern, renthen, nutzungen und gefellen, die darvor, wie sie ein ertzbischoff zu Mentz bießher gehabt hott, inzuhaben und zu gebruchen, off moß und meynunge nochgeschreben steet und underschieden ist, und daruff so sal domit auch her Adolff und das capiettel zu Mentz durch ire uffen versiegelten brieff die vormelten von Lanstein sament und besunder heyschen, ine befellen und gebietten ernstlich und bestellen denn benanten hern Diethern bieß off volendunge und ußrachtunge der vrogerurter vier artickel zu hulden, zu geloben und zu swern, ime dwill mit aller nutzunge, wie das bießher einem ertzbischoff (fol. 273b) zu Lanstein zugestanden hot und noch zusteen ist, zu gewarten, zu reichen und zu handelungen, alslange bieß her diether uber alle bestellunge sloß zols und stat Lanstein einem ertzbischoff bießher ußzuriechten zugestanden und geburt hot, der obgemelten funffdusent gulden und dan auch in abslagk der funfftzehendusent gulden der driier dusent gulden also bare von dem zole zu Lanstein entriecht und betzalt worden ist, und wan die betzallunge der echtdusent gulden hern Diethern als obgerurt steet verfolle gescheen ist, so sall her Diether sich der selben renthen und nutzunge zu Lanstein nichts mer krieden noch der underziehen, sunder von einem zolschriber, besieher und zolknecht in bywessen und mit wyssen zweyer personnen, der einer von hern Diethern und der ander von hern Adolffen und dem capiettel zu Mentz dartzu gesatzt den beyden ime sloß zu Lanstein auch kost gegeben, uffgehaben und versamelt und daselbst uf dem zolle zu Lanstein ligen verliben und geloßen werden sol und dan noch sust Lanstein sloß stat und zolle mit den amptluden diener und inwonner in hern Diethers handen und verpliechtunge bliben, bieß als lange daß hern Diethers schulden irer scholt aller und gar her Diether ine schuldig ist, von des zols zu Lanstein renthen und gefellen ader sust von hern Adolffen, einem ertzbischoff zu tziiten und dem capiettel zu Mentz in vorgeschrebener moß entricht, betzalt oder vergenugt sint, das her Diether deshalben von den schulden aller anclage auch in vorgeschrebner moß entragen und gelediget ist, auch dartzu von hern Adolffen und dem capiettel hern Diethern der uberigen zwolffdusent gulden an den funfftzehndusent gulden mit gyseln und burgen off moß obgerurt vorgewyesset und ime und sinem bruder hern Ludwigen sust alle obgerurt artickel noch irer inhalt von hern Adolffen und dem capiettel zu Mentz noch aller notturft volntzogen, vergenugt und vollenfurt werden, doch mit der underdinge, das den burgern zu Lanstein ir schult, die sie den soldenern pliechtig wern und noch unbetzalt ußstunde und die sie uff sich vom zolle zu Lanstein zu betzallen genomen han, was der noch ungefolln und von ine unuff offgehaben und unbetzalt ußstunde von dem zolle zu Lanstein before abe auch forderlich gereicht und betzalt werden soll. Doch ob hern Adolffen beduncken wolt, das der von Lanstein scholt von ine ich ungeburlichs wer ader vorgenomen wurde, sollichs sall auch noch erkenteniß und underwyssunge der vermelten vier uff moß von dem erkennen der scholt obgerurt steet stehen und gehalten werden sunder geverde. Und wann dann das alles noch inhalt der selben artickel obgeschreben hern Diethern und hern Ludwigen sinem bruder gescheen volnendet volnfart ader vernugt ist, alsdan und nit ee sall her Diether dan Lanstein (fol. 274a) sloß stat und zolle mit lutten und aller nutzunge zu handen hern Adolffs oder eins ertzbischoffs zu tziiten und das capiettel zu Mentz an uffhalt ubergeben und komen loßen, die amptlude diener zolschriber besieher und zollknecht, auch burger und inwoner doselbst irer huldunge, gelubde und eyde ime gedan dan ledig sagen an vertziehen, doch das man von des zolles renthen und gefellen zu bestellunge und haltdunge der sloß und huses zu Lanstein glichwol bynnen der ziit und ee Lanstein uß hern Diethers handen wirt komen, auch geben werde und folgen loß noch notturft sloß und huß zu Lanstein und das gesinde daselbst mit aller kost und lone noch weselichkeyt zu versorgen und zu bestellen sunder geverde.
37. Item und uff das her Diether desto baß vorsiechert sin moge, sin lebtage langk bii den vermelten driien steten und sloßen Hoest Steinheim Dieppurg und der lantschafft und aller nutzunge dartzu- und ingehorigk von hern Adolffen, auch einem yeden ertzbischoff zu ziiten und dem capiettel zu Mentz unbeintrecht zu verliben, her Diethern auch sost alle und iglich obgeschreben dinge, stucke, punckt und artickel dieß begrieffs desto forderlicher und unverbruchlichen gehalten und volntzogen werden, so sollen sich des stieffts nun stete und das Ringauwe hern Diethern noch notturft verschriben und verpfliechten, den benanten hern Diethern sin leptage langk bii den vormelten driien sloßen und steten Hoest Steinheim und Diepurg, der lantschafft und nutzunge dartzu- und ingehorig geru^eglich zu bliben loßen, auch wiedder den selben hern Diethern sin lebtage uß nit zu thun, und ob hern Diethern durch hern Adolffen, einen ertzbischoff zu ziiten, das capiettel zu Mentz ader yemants anders von iren wegen, wer der wer, inn einem oder me stucken, punckten und artickeln dieß begrieffs intrag geschee, das ine die vermelten nun stete und das Ringauwe dartzu kein hilff, rait, stuwer ader zulegunge thun sollen, und das sollen die selben nun stete und das Ringauwe sich also gegen hern Diethern zu verschriben von hern Adolffen und dem capiettel zu Mentz ernstlich geheyschen und myt ine zu thun geschafft und bestalt werden sunder geverde.
38. Und zu noch mer gewießheit, das her Diether aller obgeschrebener dinge desto baß versorgt sii, so sall her Adolff und das capiettel zu Mentz sich vor sich und ire nochkomen gegen hern diethern vorschriben und das mit den vier graven und hern, nemlich Johan und Adolffen sinem sonne zu Nassauwe Johan graven zu Wertheim und Eberharten von Epstein hern zu Kongstein, (fol. 274b) und ob es der selben lesten zwene einer ader mer nit thun wolt oder sich burgschafft verlobt hette, das alsdan an des ader der stat einer oder mer ander von hern Adolffen inhalt dieser verschribunge darvor zu burgen gesatzt werde, verburgen mit der underscheyt, ob es wer, das hern Diethern von hern Adolffen oder einem ertzbischoff zu tziiten ader dem capiettel zu Mentz an den vermelten stucken, punckten und artigkeln dieß begrieffs einem oder me eynicher intrag, broch ader verhinderunge geschee, so sall und mag her Diether hern Adolffen oder einen ertzbischoff und das capiettel darumb schriefftlich ader montlich ersuchen, und so ferre ime das alsbalde nit wandel geschee, alsdan darumb dem obman, wellicher dan under den zweyen grave Philipsen zu Hanauwe oder grave Otten zu Solms uff leßunge beyder parthiie das von ine darumb gescheen soll von erst an obman dieser dinge sin lebtage uß sin solt, darumb schreiben der selbe obman alsdan bynnen driien wochen, noch beschribunge hern Diethers beyden teyln einen tag vor sich benommen, dartzu bede parthii komen ader schicken und irer clage und antwort deshalben von dem obman verhort werden, und als verre von dem obman noch verhorunge her Diethers clage und der wiedderparthiie antwort erkant wurde, das die clage ein bruch wer, solt hern Diethern von der wiedderparthiie gewandelt und gekart werden noch erkenteniß des obmans. Furderlich wurde her Diethers wiedderteyl dan an bekerunge des erkanten bruchs ader auch an besuchunge des benanten tags sumigk, so mag her Diether deshalber alsdan die vermelten burgen, die sich darumb auch gegen hern Diethern allen dingen die sie antroffende nochzukomen noch notturft mitverschriben und verpliechten sollen, in des vermelten obmans sloß ader stete eyne, welliche hern Diethern gefellig ist und sin wurdet, in leystunge zu komen mannen, die selben vier graven und hern ir yeder mit sinem selbs liebe, nun leistbarn personen und zehen reysigen pferden, alsdan von stunt und unvertzugliche uff die erste manunge her Diethers, so und wann er ine ader ir yedem die schrifftlich zu huse ubersant oder montlich under augen gethan hat ane ferer ersuchunge in des obmans sloß oder stete eins, ime von hern diethern benant, komen, darin recht leistunge thun und volntziehen sall ane abeloß, alslange bieß hern Diethern von dem wiedderteyl umb alles, darumb er in leistunge gemant hotte, volkomen ußrachtunge und benugunge gescheen und volnthan wer. Und ob eynchen graven oder hern siner knecht ader pferde eins oder mer in der leystunge dotes abegeen, sich verleysten ader zu leisten unnutzbar wurde, solt der grave ader her, den das berurt, forderlich bynnen acht tagen ane alle ermanunge noch einem ader me andern leistbarn knechten ader pferden an des ader der abegangen ader (fol. 275a) verleysten und vertzerten stat in leistunge schicken und bestellen unnd mit dem selben die leistunge volntziehn sunder abloß off moß obgerurt. Ginge auch der hern einer oder mer in- ader ußwendig der leistunge todes abe oder sost in eygener personnen zu leysten unvermoglich wurde, so sall her Adolff ader ein ertzbischoff zu tziiten und das capiettel zu Mentz uff ersuchen und gesynnen hern Diethers bynnen einem mondt schirest noch der ermanunge dem selben hern Diethern einen oder me ander graven oder hern dieß landes an des ader der abgegangen stat zu burgen setzen, der oder die sich dan alles das gegen hern Diethern der dinge halber zu thun, zu leysten und zu halten verschriben sollen, als der oder die an des oder der stat dye gesatzt werden, gethan sollen han und zu thun verpliecht worn. Wurde aber her Adolff, ein ertzbischoff und das capiettel zu Mentz an ersetzunge der burgen noch ermanunge und bynnen ziit obgerurt sumigk, so sollen die uberigen blibende burgen, ob sie alle gereyde in leistunge weren, darin bliben, ader ob sie nit in leystunge wern, off ersuchen hern Diethers wie obsteet, abermols in leystunge komen, recht leistunge thun und volntziehen, darvon nit abeloßen, hern Diethern sii dan die ersetzunge der burgen gedan uff moß obgerurt, und sall das alles wie obgerurt ist ,gescheen, so diecke und wie sich das geburen und noit sin wurdet ane alle geverde. Wer es aber, das her Adolffen ader einen ertzbischoff zu tziiten und das capiettel zu Mentz beduncken wolt, das diese dinge in einen oder me stucken, punckten und artigkeln von hern Diethern verbrochen wurde, darum sollen sie ine auch beschriben, und so ferre das von hern Diethern nit gewandelt wurde, den vermelten oberman darumb ersuchen, der dann aber beyden parthiien bynen driien wochen off solliche ersuchen vor sich einen tag benennen und der parthiien clage und antwort deshalben verhoren sall. Wurde dan von dem obeman solliche her diethers wiedderparthiie clage erkant vor einen bruch, so solt her Diether den keren noch erkentniß des obmans. Forderlich ob aber her Diether an sollicher erkanter bekerunge ader besuchunge des benanten tags sumygk worden, als dan sollten die nun stete und das Ringawe irer verpliechtunge gegen hern Diethern uff das mol sin ledig und hern Adolffen, einem ertzbischoff zu tziiten und capiettel zu Mentz hilff und biistant thun wiedder hern Diethern, ine zu bekerunge des erkanten bruchs zu bringen. Gienge aber der eyne obman der uffloßunge beyder parthiie von erste an obman sin wurde todes abe, so solt darnoch der ander der dinge, so diecke sich das geburn wurde, sin lebtage uß obman (fol. 275b) sin; wer es aber, das der uffloßunge beyder parthiien von erste ane obman zu sin den andern uberleben oder der lest obman sin und dan auch todes abgeen wurde fur abgangk her Diethers, so sollen sich beyde parthiien, so ferre ine das darnoch not sin wurde eins oder mere ander obman mit loßunge oder sust mit zymmlichkeyt vertragen in aller moß als vor dieser jetzt genanten sunder geverde.
39. Item alle getzelt und haubtbuchsen dem stiefft zugehorigk mit iren zugehorden sollen hern Adolffen uberantwort werden, ußgenomen ein groß haubtbuchß, die her Diether selbs getzuget und machen loßen hat, und ein zelte, das er sin leptage behalten und noch sinem tode dem stiefft laßen soll.
40. Und wir Heinrich von gots gnaden lantgrave zu Hessen, grave zu Ziegenhain und Nydde bekennen offentlich an dieser schrifft, das diese beteidigunge obgerurt mit verwilligunge beyder parthiien, hern Adolffs und hern Diethers obgenant, und irem kuntlichen wysen dorch uns bescheen und beteidingt und haben des zu erkentniß unser ingesigel bii der vermelten hern ingeßiegel zu ende dieser schrifft eins iglichen blats thun drucken, und wir Adolff und Diether obgenanten bekennen uns offentlich in dieser schrifft gegen allermenglichs, das sollich obgerurt gutlich und fruntlich beteidigunge zuschen uns beyden teyln von worten zu worten, wie obgeschreben steet, durch unsern neffen und swager, hern Heinrich, lantgraven zu Hessen etc., vorgenomen mit unser iglichs kuntlichen wyssen und willen gescheen ist. Darumb so hot unser yeder dem andern die mit hantgebenden truwen gelobt und dornach mit offgelachten fingern uff unser yedes brost zu got und den heiligen gesworn, derselben gutlichen und fruntlichen betedigunge und irem inhalt obgerurt, wie die dan unsern yedem berurende und antreffen ist, nochzukomen, die zu volntziehen, zu halten und zu follenfuren uffriechtelich, und uns darwiedder nit zu setzen, zu suchen, zu handeln und auch vorzunemen noch auch schaffen zu thun oder gedan werden durch eyniche uberhant oder yemat anders, geistlich oder werntlich, heimlich noch offenbar in dhyenne wysse sunder argelist und ane alles geverde. Und des zu worem urkunde aller obgeschreben sachen so han wir Adolff und Diether obgenanten unser yeder sin ingesiegel zu ende dieser schriefft eins iglichen blats auch thun drucken, und wir Johan von Isemburgk, (fol. 276a) grave zu Biedingen, und wir Eberhart von Epstein, her zu Kongstein, bekennen auch in dieser schrifft offentlich gegen allermeniglich uff das das allen vorgeschreben dingen und sachen stucke punkt und artigkel von beyden obgemelten parthiien desto volnkomenlicher nochgegangen, auch sollichs einer parthiie von der andern gehalten und voltzogen werde unverbruchlich, das unser yeder des dem andern und mit namen wir Johan von Isemburg, grave zu Budingen von unsers gnedigen hern hern Diethers, und wir Eberhart von Epstein, her zu kongstein, von unsers gnedigen hern hern Adolffs wegen, mit hantgebenden truwen gelobt und darnoch mit offgerackten fingern zu got und den heiligen gesworn hot, das der vorberurten beteidigunge noch irem begrieff, meynunge und inhalt oben erludt von unser yedes hern nochgegangen, nochkomen, gehalten und volntzogen werden sall getruwelich und offriechtlich sunder weygerunge ane alle ußzuge, intrag, argelist und geverde. Und des zu glauplicher urkunde und getzugniß aller obgeschreben dinge so han wir Johan von Isemburg, grave zu Budingen, und wir Eberharte von Epstein, her zu Kongstein, unser yeder sin ingesiegel bii der obgenanten unser gnedige hern ingesiegel zu ende dieser schrifft und begrieff eins iglichen blats loßen trucken, und sint dieser beteidigungsbrieffe drii geschreben glich ludende, der yeder parthiie einen und lantgrave Heinrich die dritte hott. Geben und gescheen im felde neben Zilßheim zwuschen Hoest und Hoffheim gelegen, am mitwoch noch Francisci anno domini millesimo quadringentesimo seyagesimo tercio.

Sprache des Originaltextes

deutsch

Nachweise

Ausstellungsort

Zeilsheim (Stadt Frankfurt a.M.)

Aussteller

Hessen, Landgrafen, Heinrich III.

Empfänger

Mainz, Erzbischöfe, Adolf II. von Nassau · Mainz, Erzbischöfe, Diether von Isenburg

Weitere Personen

Pfalz, Kurfürsten, Friedrich I., der Siegreiche · Katzenelnbogen, Grafen, Philipp I. · Isenburg-Büdingen, Grafen, Ludwig II. · Eppstein-Königstein, Herren, Eberhard III. · Nassau-Weilburg, Grafen, Johann III. · Wertheim, Grafen, Wilhelm · Wertheim, Grafen, Johann [II.] · Reifenberg, Friedrich von · Schlitz gen. von Görtz, Stamm · Hanau, Grafen, Philipp I. · Solms-Braunfels, Grafen, Otto II.

Weitere Orte

Höchst (Main-Kinzig-Kreis) · Steinheim am Main (Mainz-Kinzig-Kreis) · Dieburg (Landkreis Darmstadt-Dieburg) · Flörsheim (Main-Taunus-Kreis) · Erbenheim (Stadt Wiesbaden) · Hochheim am Main (Mai-Taunus-Kreis) · Nauroth (Rheingau-Taunus-Kreis) · Kastel (Stadt Wiesbaden) · Kostheim (Stadt Wiesbaden) · Weisenau (Stadt Mainz) · Astheim (Gem. Trebur) · Mörfelden (Groß-Gerau) · Langen (Landkreis Offenbach) · Offenthal (Landkreis Offenbach) · Urberach (Landkreis Offenbach) · Frankfurt a.M. (Stadt Frankfurt a.M.) · Ortenberg (Wetteraukreis) · Lahnstein (Rhein-Lahn-Kreis/Rheinland-Pfalz)

Sachbegriffe

Verträge · Mainzer Stiftsfehde · Grafen · Erzbischöfe · Streitigkeiten, Vermitteln in · Fehden · Schreiber · Zölle · Bürger · Bauern · Mühlen · Fischereirechte · Mönche, Barfüßer · Mönche, Karmeliter

Textgrundlage

Stückangaben, Regest

Demandt, Reg. Katzenelnbogen 2

Original

Gundlach, Mainzer Stiftsfehde

Zitierweise
Landgrafen-Regesten online Nr. 9440 <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/lgr/id/9440> (Stand: 23.10.2020)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde