Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Regesten der Landgrafen von Hessen

1385 Januar 4

Bestätigung der Regelungen über die zwei Opferstöcke zu Grünberg

Regest-Nr. 7130

Überlieferung | Regest | Originaltext | Nachweise | Textgrundlage | Zitierweise
Überlieferung
Drucke: Glaser, Kirche zu Grünberg S. 101 f., Nr. 4.
Regest
Landgraf Hermann II. bestätigt, daß Hartmann, Pfarrer zu Grünberg, und Bürgermeister, Schöffen und Bürger zu Grünberg gemeinsam eine Einigung über zwei Opferstöcke getroffen haben, einen in der Pfarrkirche zu Grünberg und den anderern außerhalb der Mauern zu dem heiligen Born. Diejenigen, die von Bürgermeister, Schöffen oder Bürgern dazu gesetzt werden, sollen aufheben und aufnehmen, was in die Stöcke geopfert wird und es zum Nutzen der Kirche verwenden, jedoch in der Weise, dass Bürgermeister und Schöffen jährlich zu Pfingsten dem jeweiligen Pfarrer 1 1/2 Mark geben sollen, je 36 Schillig Heller guter Grünberger Währung für die Mark zu rechnen. Der jeweilige Pfarrer soll ansonsten mit dem, was in die beiden Stöcke geopfert wird, nichts weiter zu tun haben. Der Landgraf gibt dazu seine Zustimmung und will, dass es zum Trost seiner und seiner Eltern Seelen so bleibe und gehalten werde.
Datum feria quarta post fest. Circumcisionis domini a. 1385.
Originaltext
Wir Herman von Gots gnaden lantgrave tzu Hessen bekennen vor uns und unser erbin uffintlich an disseme briebe, also alse Hartmannus tzu disser tzyt Pherner, Burgirmeistir, Schepfin und Burger gemeinlichen tzu Grunenberg, unsir liebir, andechtigir und getruwir, undir einander gesassit und ubir kummen sin, als umb czwene stocke, der eyner itzunt stet in der pharrekirchin tzu Grunenberg und der ander dasselbis ußwendig der muren tzu den heiligen borne. Und sollen die jene, die von den egen. Burgirmeistire und schepfin adir burgern dartzu gesast werden, waz in die egen. stogke geopphirt wirdet, ufhebin und ufnemen und keren in der kirchen nutz, doch also, daz die egen. burgirmeistir und schepfin alle jar uff phingisten eyme Phernere, der itzunt tzu Grunenberg ist adir hernach wirdet, ewecliche reichen und gebin sollen eyn und eyne halbe Margk, je sechs und dreissig schillinge heller guder Grunberger were vor die margk tzu rechene. Und sol sich ein Pherner, wer der ist adir hernaich wirt, mit den vorgen. Stogken und daz darin geopphirt wirt, nit fordir bewerren, sundern als vorgeschriben stat, daz ist mit unseme guden willen und verhegnisse gescheen. Und wollen, daz allso blibe und gehalden werde tzu troiste unsir uns unsir Eldern sele.
Datum feria quarta post fest. Circumcisionis domini a. 1385.

Sprache des Originaltextes

deutsch

Nachweise

Weitere Personen

Hessen, Landgrafen, Hermann II.

Weitere Orte

Grünberg · Grünberg, Pfarrer · Grünberg, Bürgermeister · Grünberg, Schöffen · Grünberg, Bürger · Grünberg, Währung

Sachbegriffe

Pfarrer · Bürgermeister · Schöffen · Bürger · Opferstöcke · Pfarrkirchen · Stadtmauern · Währungen, Grünberger · Memoria

Textgrundlage

Regest

OV nach Glaser, Kirche zu Grünberg

Stückangaben

Glaser, Kirche zu Grüßnberg

Original

Glaser, Kirche zu Grünberg

Zitierweise
Landgrafen-Regesten online Nr. 7130 <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/lgr/id/7130> (Stand: 18.10.2019)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde