Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Regesten der Landgrafen von Hessen

1258 Oktober 15

Hermann Zöllner stiftet dem Kloster Altenberg Güter

Regest-Nr. 66

Überlieferung | Regest | Originaltext | Nachweise | Textgrundlage | Zitierweise
Überlieferung
Abschriften: Abschrift 18. [Jahrhundert]: Murhardtsche Landesbibliothek Kassel, Schminckes Diplomatarium Hassiacum II, Bl. 319 nach einer 1365 April 30 auf Bitten des Klosters Altenberg durch Gerhard von Leun, Pfarrer zu Leun, beglaubigten und besiegelten Kopie.
Drucke: Estor, Origines iuris publici hassiaca, S. 111; Wenck, Hessische Landesgeschichte 2, UB, S. 190 Nr. 168 (unter dem falschen Datum 1263 Oktober 16, sowie irrtümlich mit Hartmannus statt Hermannus und Crocheim statt Circhein) und Wenck, Hessische Landesgeschichte 3, S. 146 Nr. 168 (mit dem falschen Datum 1278 Oktober 15); Urkundenbuch der mittelrheinischen Territorien 3, S. 1060 Nr. 1464.
Regesten: Duysing, Versuch 1, S. 179 Nr. 533 (gleichfalls zu 1263); Scriba II, S. 42 Nr. 527 (zu 1262); Goerz, Mittelrheinische Regesten 3, S. 341 Nr. 1517 und S. 429 Nr. 1920 (mit 1263 Oktober 16) sowie Goerz, Regesten 4, S. 123 Nr. 554 (mit 1278 Oktober 15); Regesten der Landgrafen von Hessen 1 Nachdr., S. 20/21 Nr. 58.
Regest
Landgräfin Sophie bekennt, durch eine Urkunde der Stadt Marburg erfahren zu haben, daß Hermann Zöllner für sein Seelenheil folgende Güter dem Kloster Altenberg geschenkt habe: seinen Hof in Dagobertshausen, drei Hufen eines Hofes in Goßfelden, ein Viertel der Mühle sowie ein Viertel und ein Achtel der Vergabung (donatio) der Kirche in Goßfelden, sein von Heinrich Kirchhain bewohntes Haus in Marburg und alle seine Güter in Cyriaxweimar. Sophie bestätigt diese Schenkung und überläßt dem Kloster Altenberg aus Liebe zu seiner Meisterin, ihrer Schwester Gertrud, sowie auf deren und des ganzen Konventes Bitte alle ihre Bede- und Steuerrechte (omne jus . . tam in precariis quam aliis exactionibus).
Siegler: Sophie.
Datum: d. 1258 feria tercia proxima ante Luce evang.
Die erwähnte "Urkunde der Stadt Marburg" ist sicherlich die zu Marburg ausgestellte Urkunde des Marburger Bürgers Hermann von 1258 (Ausfertigung: Fürstlich Solmssches Archiv zu Braunfels, Altenberg LV, S. 132. Pergament. Siegel der Stadt Marburg.
Druck: Mittelrheinisches Urkundenbuch 3, S. 1059 Nr. 1463), in der Hermann folgende Güter dem Kloster Altenberg (Aldinburg) schenkt: 3 Hufen Landes in Goßfelden (Gozveldin), ein Viertel der Mühle sowie ein Viertel und ein Achtel der Vergabung der dortigen Kirche, das von Heinrich Kirchhain (Kirchein) bewohnte Haus in Marburg (Marcburg), und alle seine Besitzungen in Cyriaxweimar (Ciliacis Wimare). Man beachte in der Urkunde Sophies den Zusatz von dem Hof in Dagobertshausen.
Nachweise

Weitere Personen

Hessen, Landgrafen, Sophie von Brabant · Zöllner, Hermann · Kirchhain, Heinrich [I.] · Altenberg, Äbtissinnen, Gertrud von Thüringen, Tochter der Hl. Elisabeth

Weitere Orte

Marburg, Stadt · Altenberg (Gem. Solms), Kloster · Dagobertshausen, Hof · Goßfelden, Hof · Goßfelden, Mühle · Goßfelden, Kirche · Marburg, Haus · Cyriaxweimar

Sachbegriffe

Seelstiftungen · Güter · Klöster · Höfe · Hufen · Mühlen · Kirchen, Vergabe von · Häuser · Schenkungen · Äbtissinnen · Schwestern · Konvente · Bederechte · Steuerrechte · Bürger

Textgrundlage

Stückangaben, Regest

Grotefend-Rosenfeld, Landgrafenregesten 1

Zitierweise
Landgrafen-Regesten online Nr. 66 <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/lgr/id/66> (Stand: 26.08.2019)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde