Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Proklamation von Kurfürst Wilhelm I., 15. Mai 1803

Aufgrund des am 25. Februar 1803 vollzogenen Reichsdeputationshauptschlusses erhält Landgraf Wilhelm IX. (1743–1821) die Kurfürstenwürde für das Gebiet der vormaligen Landgrafschaft Hessen-Kassel zugesprochen, die er am 15. Mai 1803 in einer feierlichen Proklamation in Kassel annimmt.

Die territorialen Gewinne waren trotz eifriger Bemühungen bei den Verhandlungen nur gering geblieben. Dazu zählten vor allem die alten kurmainzischen Ämter Amöneburg, Neustadt, Fritzlar und Naumburg. Die Reichsstadt Gelnhausen, deren Hanauer Pfandschaftsanteil die Landgrafschaft Hessen-Kassel bereits seit 1736 hielt, wurde nun endgültig Hessen eingegliedert.

Mit dem Reichsende 1806 wurde der langersehnte Titel eines Kurfürsten allerdings praktisch wertlos.

Nach der Eroberung durch französische Truppen gehörte das Kurfürstentum seit dem 18. August 1807 zum napoleonischen Königreich Westphalen. Kurfürst Wilhelm I. musste ins Exil gehen und kehrte erst 1813 nach Kassel zurück.
(UH)

Belege
Weiterführende Informationen
Empfohlene Zitierweise
„Proklamation von Kurfürst Wilhelm I., 15. Mai 1803“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/6018> (Stand: 26.11.2025)
Ereignisse im April 1803 | Mai 1803 | Juli 1803
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