Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Regesten der Landgrafen von Hessen

1305 Mai 20

Änderung der Urkunde über die Güter Hasungens in Zierenberg

Regest-Nr. 481

Überlieferung | Regest | Originaltext | Nachweise | Textgrundlage | Zitierweise
Überlieferung
Ausfertigung: [A] Staatsarchiv Marburg, Kloster Hasungen. Pergament. Alle drei Siegel (1. und 2. Reitersiegel mit Rücksiegel, 3. Löwensiegel) sind gut erhalten. [B] Fast gleichlautende Gegenurkunde des Abtes Werner. Staatsarchiv Marburg, Generalrepertorium Helboldessen. Pergament. Siegel des Abtes und Konvents sind ab.
Drucke: Wenck, Hessische Landesgeschichte 2, UB, S. 258 Nr. 258.
Regesten: Duysing, Versuch 1, S. 297 Nr. 1026; Regesten der Landgrafen von Hessen 1 Nachdr., S. 164/165 Nr. 458.
Literatur: [1298 April 25 Regesten der Landgrafen von Hessen 1 Nachdr., S. 139/140] Nr. 383 und [1298 April 25 Regesten der Landgrafen von Hessen 1 Nachdr., S. 140 Nr. ] 384.
Regest
Landgraf Heinrich, seine Gemahlin Mechthild und sein Sohn Johann ändern die 1298 April 25 (vgl. [Grotefend-Rosenfeld, Landgrafenregesten 1, S. 139] Nr. 383) zu Zeiten des Abtes Eckhard dem Kloster Hasungen (Hasůngin) erteilte Urkunde über Güter bei der Stadt Zierenberg (zů dem Tyrberge). Danach überläßt nunmehr Landgraf Heinrich dem Abte Werner und dem Konvent des Klosters die Wüstung, das Gut und die ganze Gemarkung zu Gerixen (Geryxzen, Geryxen, Geryxin) gegen die Wüstung, das Gut und die Feldmark von Hedewigsen (Hedwigissen). Ferner soll das Kloster in Hilbolzen (Hyldeboldissin) und in der Gemarkung Hilbolzen bei der Stadt Zierenberg (Tyrberg, zum Tierberge) zwischen Hilbolzen und der Wüstung zu Hedewigsen, wo der Bach von Hilbolzen nach Zierenberg zufließt, 13 Hufen haben, frei von allen landgräflichen Vogteirechten, wofür das Kloster dem Landgrafen das Patronat (daz leenrecht) der Kirche zu Hilbolzen (Hyldeboldsen) und der Kapelle zu Zierenberg überläßt. Die genannten Güter sollen Zierenberger Bürgern zu demselben Pachtsatze vermeiert werden, wie ihn der Landgraf für seine dortigen Güter erhält. Auch soll das Kloster in der Stadt Zierenberg bei dem Kirchhof einen freien Hof besitzen und außerdem nach eigenem Gefallen weitere sechs Hufen bebauen, die es zu den genannten Gütern noch hinzu erwerben kann. Schließlich überläßt Landgraf Heinrich gegen vier Hufen in Rammershausen (Ramershusen, Romershůsin) dem Kloster vier Hufen in Dorf und Mark Hohenkirchen (Hoenkerkyn), von denen das Kloster die gleichen Einnahmen erheben soll, wie sie der Landgraf von seinen bei Hohenkirchen (Hoenkyrchin) gelegenen Gütern erhält.
Siegler: 1. Landgraf Heinrich, 2. seine Gemahlin Mechthild, 3. sein Sohn Johann.
Datum: d. 1305 am Donnerstag vor S. Urbans Tag des Papstes.
[Die in Klammern an zweiter Stelle stehenden Namen stammen aus der Gegenurkunde des Abtes Werner.]
Nachweise

Weitere Personen

Hessen, Landgrafen, Heinrich I. · Hessen, Landgrafen, Mechthild, Frau Heinrichs I., geb. Gräfin von Kleve · Hessen, Landgrafen, Johann · Hasungen, Äbte, Eckhard · Hasungen, Äbte, Werner [I.]

Weitere Orte

Hasungen, Kloster · Zierenberg, Stadt · Gerixen · Hedewigsen · Hilbolzen · Hilbolzen, Kirche · Rammershausen, Hufe · Hohenkirchen, Dorf · Zierenberg, Kapelle

Sachbegriffe

Ehefrauen · Söhne · Äbte · Klöster · Güter · Städte · Besitz, Tausch von · Wüstungen · Gemarkungen · Feldmarken · Bäche · Flurnamen · Hufen · Vogteirechte · Patronatsrechte · Kirchen · Kapellen · Bürger · Pachtsätze · Kirchhöfe · Höfe, freie

Textgrundlage

Stückangaben, Regest

Grotefend-Rosenfeld, Landgrafenregesten 1

Zitierweise
Landgrafen-Regesten online Nr. 481 <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/lgr/id/481> (Stand: 21.10.2020)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde