Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Regesten der Landgrafen von Hessen

1423 (vor Mai 1)

Graf Johann von Katzenelnbogen verkauft an Brendel von Homburg eine jährliche Rente

Regest-Nr. 13055

Überlieferung | Regest | Originaltext | Nachweise | Textgrundlage | Zitierweise
Überlieferung
Ausfertigung: Staatsarchiv Marburg, Urk. 1, Nr. 4596 ⟨Altsignatur: Staatsarchiv Marburg, Samtarchiv, Schublade 74, A⟩, Konzept.
Regesten: Staatsarchiv Marburg, Ziegenhainer Repertorium V, fol. 109; Demandt, Regesten Katzenelnbogen 2, S. 897 Nr. 3178.
Regest
Graf Johann von Katzenelnbogen und sein Sohn Philipp verkaufen ihrem Diener Georg Brendel von Homburg und seiner Frau Grete ein jährliche Rente von 166 fl. Frankfurter Währung für 2500 fl., über die sie quittieren. Die Gülte ist jährlich am 1. Mai (Philippi und Jacobi) zu Frankfurt oder zu Homburg fällig. Hierfür setzen die Grafen folgende Bürgen: Schenk Konrad d.J., Herrn zu Erbach, Eberhard Löw von Steinfurt, Burggrafen zu Friedberg, Wiegand von Stockheim, Ritter; Philipp von Frankenstein d.Ä., Konrad Krieg von Altheim, Heinrich von Büches, Philipp von Rheinberg, Henne von Werberg d.J., Philipp von Frankenstein d.J., Philipp von Geroldstein d.Ä., Thammo von Praunheim, Herdan von Büches und Eberhard von Heusenstamm. Diese müssen bei säumiger Zahlung auf Mahnung Georgs je einen Knecht und ein Pferd in eine öffentliche Herberge nach Frankfurt so lange in ein Einlager schicken, bis die rückständige Gülte samt allen Schäden an Georg bezahlt worden ist. Wenn ein Pferd verleistet ist, muß ein anderes eingestellt werden. Wenn einer der Bürgen stirbt oder außer Landes geht, müssen die Grafen auf Mahnung Georgs binnen 14 Tagen einen anderen stellen, widrigenfalls haben die anderen so lange ein Einlager zu leisten, bis es geschehen ist. Die Grafen versprechen, die Bürgen schadlos zu halten. Die Gülte von 166 fl. ist jährlich am 1. Mai mit vierteljährlicher Kündigung für 2500 fl. wieder einlösbar, desgleichen können Georg und Grete das Geld mit gleicher Kündigungsfrist zurückverlangen, in beiden Fällen sind alle Rückstände mitzubezahlen. Erfolgt keine fristgerechte Kündigung, sind die Bürgen zum Einlager verpflichtet. Die Grafen geloben, alle diese Punkte unverbrüchlich zu halten, und siegeln gemeinsam mit den Bürgen, die damit ihre Bürgschaftsverpflichtung anerkennen.

Wortlaut der Datierung

Geben 1423.

Weitere Informationen

Das Tagesdatum ist mit einiger Wahrscheinlichkeit nach den in der Urkunde genannten Fälligkeitsterminen zu bestimmen.

Nachweise

Aussteller

Katzenelnbogen, Grafen, Johann IV. · Katzenelnbogen, Grafen, Philipp I.

Empfänger

Brendel von Homburg, Georg · Brendel von Homburg, Grete, Frau Georgs

Siegler

Katzenelnbogen, Grafen, Johann IV. · Katzenelnbogen, Grafen, Philipp I. · Schenk zu Erbach, Konrad d.J. · Löw von Steinfurt, Eberhard · Stockheim, Wigand von · Frankenstein, Philipp d.Ä. von · Krieg von Altheim, Konrad · Büches, Heinrich von · Rheinberg, Philipp von · Werberg, Henne d.J. von · Frankenstein, Philipp d.J. von · Geroldstein, Philipp d.Ä. von · Praunheim, Thammo von · Büches, Herdan von · Heusenstamm, Eberhard von

Weitere Orte

Friedberg, Burggrafen · Frankfurt a.M. · Bad Homburg v.d.H. · Frankfurt a.M., Währung

Sachbegriffe

Schadlosbriefe · Quittungen · Burggrafen · Kündigungsfristen · Knechte · Pferde · Einlager · Gasthäuser, öffentliche · Währungen, Frankfurter · Söhne · Renten, Kauf von · Verkäufe · Ehefrauen · Bürgen

Textgrundlage

Stückangaben, Regest

Demandt, Reg. Katzenelnbogen 2

Zitierweise
Landgrafen-Regesten online Nr. 13055 <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/lgr/id/13055> (Stand: 22.07.2019)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde