Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Regesten der Landgrafen von Hessen

1397 Mai

Beschreibung des Fürstentages in Frankfurt im Mai 1397

Regest-Nr. 11491

Überlieferung | Regest | Originaltext | Nachweise | Textgrundlage | Zitierweise
Überlieferung
Drucke: Wyss, Limburger Chronik, S. 93 Nr. 200/201; Reichstagsakten König Wenzel 2, S. 451 f. Nr. 273.
Regest
Anwesend auf dem Fürstentag in Frankfurt war auch Landgraf Hermann II. mit über 500 Pferden. Im gleichen Jahr besiegte Hermann im Feld bei Homberg die Buchener und gewann anderhalp hondert gesadelter hengeste.
Originaltext
200. Item da man schreip dusent druhondert unde siben unde nunzig jare, in dem meige, da qwamen di fursten von Duschem lande zu Frankenfurt unde hatten einen großen rat unde consilium unde oberqwamen eins lantfrede, unde lagen da bi echte dage mit großer koste unde herlicheit. Mit namen so hatte der Romesche konig unde konig zu Behemen genant Wenzelaus sine gewalt dar gesant. Unde in diser zit waren zwene bischofe irwelt zu Menze, als vurgeschreben stet, unde enhatten da keine moge. Unde was da her Frederich von Sarwerden erzebischof zu Collen, Wernher von Falkenstein erzebischof zu trire, der bischof von Wurzburg, von Babenberg, von Spire unde anders vil me paffen, fursten unde herren: herzoge Ruprecht von Beigern palzgrebe bi Rine, herzoge Stefan, herzoge Wilhelm, herzoge Klemme unde herzoge Henrich herzogen zu Beigerlande. Herzog Lupolt von Osterrich der lag da mit gar großer herlicheit, also daz he det rufen, wer da wolde eßen, drinken unde sinem pherden fuder wolde haben umb Got unde ere, daz der qweme zu seme hobe. Unde gap he alle dage bi vir dusent pherden fuder. Auch was da lantgrebe Herman zu Hessen me dan mit funfhondert pherden. Auch waren da di marcgreben von Missen, marcgrebe Frederich unde marcgrebe Georg, unde hatte bi zwelfhundert pherde; item herzoge Otto von Brunswig, item der marcgrebe von Baden unde der burggrebe zu Nornberg, also daz der herzogen unde fursten da waren zwene unde drißig. Item des koniges rat von Frankreich; item grebe Philips, grebe Johans, grebe Heinzichen von Nassauwe, grebe Eberhart, grebe Dithart unde Johan greben zu Catzenelnbogen, grebe Gunther, grebe Heinrich unde Johan von Swarzburg, grebe Simon von Spanhem, Johan herre zu Limpurg, grebe Ailf zu Ditze, grebe Otte von Solms. Diese greben unde herren alle zu nennen worde zu vil, dan di some von den greben unde herren drift sich hoher dan anderhalp hondert. Unde beschiden einen andern dag wider zu Frankenfort uf sente Jacobes dag nest darnach. Auch waren alda drizenhondert ritter, dritusent unde sibenhondert edile knechte; so dan da waren funftehalp hondert farender lude, so spellude, pifer, dromper, sprecher unde farende scholer.
201. Item in disem selben jare in dem meige da warf lantgrebe Herman von Hessen in dem velde nider bi Hoenberg der Buchener me dan hondert unde gewan in an me dan anderhalp hondert gesadelter hengeste. Unde was daz in uffinbaren krige.

Sprache des Originaltextes

deutsch

Nachweise

Weitere Personen

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Sachbegriffe

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Textgrundlage

Regest

SH

Stückangaben

Wyss, Limburger Chronik

Original

Wyss, Limburger Chronik

Zitierweise
Landgrafen-Regesten online Nr. 11491 <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/lgr/id/11491> (Stand: 29.03.2020)
 
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