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Regesten der Landgrafen von Hessen

1380 September 8

Einung zwischen Pfalzgraf Ruprecht und dem Erzbischof von Mainz

Regest-Nr. 10977

Überlieferung | Regest | Originaltext | Nachweise | Textgrundlage | Zitierweise
Überlieferung
Abschriften: Staatsarchiv Würzburg, MBvI Bd. 20 (Lib. Reg. Litt. Eccl. Mogunt. 4; Kopialbuch, E. 14. Jahrhundert), Bl. 278-281. Überschrift: Item litera Comparacionis inter dominum Adolffum et Rupertum Comitem Palentinis Reni.
Drucke: Reichstagsakten König Wenzel 1, S. 296-300 Nr. 172.
Regesten: Regesten der Pfalzgrafen am Rhein 1, Nr. 4353; Urkundenregesten des Hofgerichts 11, S. 67-69 Nr. 89.
Regest
Oppenheim. - Pfalzgraf Ruprecht d.Ä. bei Rhein, Reichsobertruchseß und Herzog von Bayern, bekundet allen öffentlich: Erzbischof Kuno von Trier, Reichskanzler für Gallien, Bischof Konrad von Lübeck, die Herzöge Premysl von Teschen und Heinrich von Schelsien, Johann (d.Ä.), Landgraf von Leuchtenberg und Graf von Hals, Kraft von Hohenlohe, Tiemo von Colditz sowie die Städte Mainz, Worms und Speyer haben bezüglich der Auseinandersetzungen und Kriege zwischen dem Aussteller, dem Bischof Gerhard von Würzburg, dem Burggrafen Friedrich von Nürnberg, dem Grafen Johann von Wertheim und allen ihren Helfern und Dienern auf der einen Seite und dem Erzbischof Adolf von Mainz und Speyer und dessen Helfern und Dienern auf der anderen Seite folgende gütliche Einigung und Sühne getroffen (gutliche verrichtung und sune (...) gemacht und beredt):
(1) Pfalzgraf Ruprecht und Bischof Adolf übertragen die Entscheidung über ihre gegenseitigen Ansprüche, die zum Krieg führten, dem Urteil König Wenzels (der (...) zuschen uns beidersyte uzsprechen und usrichten sal). Dessen Urteil (uzsproch) soll in Mainz, Frankfurt oder sonstwo in Deutschland bis November 11 (zuschen hie und Sant mertins dag) spätestens aber bis Februar 2 (1381) (bisz off unser frauwen dag lichtmesse) ergehen.
(2) Jede Partei teilt binnen vier Wochen in nach Ehrenbreitenstein zu schickenden versiegelten Briefen ihre Ansprüche dem Erzbischof Kuno von Trier mit, worüber dieser die jeweils andere Partei in Kenntnis setzt. Die Antworten beider Parteien, die im Verlauf der nächsten vier Wochen in derselben Weise beim Erzbischof von Trier einzugehen haben, übersendet dieser zusammen mit den zuvor schriftlich angemeldeten Ansprüchen besiegelt an König Wenzel zum Urteil (daz er daruff uzsprechen muge als vorgeschrieben stet).
(3) Alle Gefangenen sollen von Datum des Briefs an frei sein bis zum Urteil des Königs (tag haben off den uzsproch unsers (...) kuniges), an das sich beide Parteien halten wollen.
(4) Dasselbe gilt bezüglich der als Bürgschaft genommenen Schlösser (giselslosse) bzw. Städte Scheuerberg, Neckarsulm, Steinsberg, Hilsbach, Deidesheim, Kirrweiler und Wachenheim.
(5) Die Sühne, die auch die beteiligten Helfer und Diener beider Parteien und alle in Mainz (bei der Unterhandlung) Anwesenden einbezieht, soll ab morgen Nacht bzw. Montagnacht gelten im Rheingau und im Hunsrück, in Ingelheim, Oppenheim, Alzey und dazugehörige Gauen sowie in allen Städten und Dörfern des Odenwalds zwischen Speyer und Heidelberg, an Dienstagnacht mit dem Bischof von Würzburg, dem Burggrafen von Nürnberg, dem Grafen von Wertheim sowie mit Schurberg und Neckarsulm, was dem Amtleuten beider Parteien mitzuteilen ist.
(6) Die in diesen Gebieten genommenen Schlösser und Gefangenen sollen von beiden Parteien zurückgegeben bzw. freigelassen werden.
(7) Die Sühne schließt auch ein den Ritter Hartmann Beyer und Fritz Hüttner und deren Helfer, die Acht gegen sie wegen ihres Vorgehens gegen die bischöflichen Schlösser Starkenburg, Bensheim und Heppenheim soll aufgehoben werden. (...)
(8) Für den Fall, daß der König vor dem Urteil stirbt, sollen die Schlösser und Gefangenen wie am Tag vor Sühnebeginn bei jedem verbleiben.
(9) Pfalzgraf Ruprecht gibt dem König mit diesem Brief Vollmacht (follen gewalt ganze moge und macht) den Krieg rechtlich und gütlich zu entscheiden, und gelobt, dem Urteil des Königs Folge zu leisten.
(10) Bis zum Urteil des Königs sollen die auf den als Pfänder genommenen Schlössern sitzende Amtleute dem Grafen Wilhelm von Katzenelnbogen und dem Herrn Ulrich von Hanau als den Vertretern beider Parteien schwören, alles wie gehabt zu belassen; stirbt einer der Amtleute, soll dessen Herr binnen vierzehn Tagen einen neuen, für beide Parteien vertrauenswürdigen einsetzen. Herzog Ruprecht wird keinen der Amtleute austauschen, etwa zu dem Zweck, das Schloß wieder in seine Hand zu bekommen, bevor das königliche Urteil nicht vollzogen wird.
(11) Die Einnahmen aus den genannten Schlössern verbleiben ungemindert bei den Besitzern.
(12) Bei Mißachtung des königlichen Urteils bzw. bei Nichteinhaltung der vereinbarten Sühne sollen die Festungen an die Gegenpartei fallen.
(13) Wenn Landgraf Hermann von Hessen mit Erzbischof Adolf von Mainz in Fehde liegt (widersaget daz eß eine fehde ist), soll zwischen dem Erzbischof und dessen Stift einerseits sowie dem Landgrafen andererseits für die nächsten vier Wochen Friede sein. Den Bau an neu angelegten Festungen soll der Landgraf in dieser Zeit einstellen. Sollte keine Fehde bestehen und der Landgraf sich in die Sühne einbeziehen, dann sollen sich der Erzbischof, das Mainzer Stift und der Landgraf dem Urteil des Königs unterwerfen. Sollte sich der Landgraf in die Sühne nicht einbeziehen und er, Herzog Ruprecht, diesem gegen Erzbischof Adolf und das Stift beistehen, wird er den Erzbischof in Briefen nach Eltville oder Aschaffenburg acht Tage zuvor darüber unterrichten. Bis zum Donnerstag in acht Tagen wird er außerdem dem Erzbischof mitteilen, ob sich der Landgraf in die Sühne einbezieht und der vierwöchige Friede gilt.
(14) Herzog Ruprecht gelobt bei seinen Treueiden, die er dem König und dem Reich geleistet hat, sich an die vorstehenden Vereinbarungen zu halten.
Ankündigung des anhängenden Ausstellersiegels.
gebin zu Oppinheim of unsir frauwen tag als sie geboren wart den man nennet nativitatis, 1380.
Originaltext
Wir Ruprecht der elter von gots gnaden palzgraffen bie Ryne des heilgen Romschen richs obirste drohseße und herzoge in Beyern bekennen und thun kunt offentlich mit diesem briefe allen den die ein sehent odir horent lesen: daz die erwerdigen in gote vater her Cune von gots gnaden erzebischof zu Tryere des heilgen Romschen richs in Welschen landen erzecanceler, Conrad bischof zu Lubecke unsern lieben besundern frunde, Przmisel von denselben gnaden zu Tesschin, und Heinrich auch zu Slesien herzogen, Hans landgraffe zum Luchtenberge und graffe zu Halse unser lieben oheime, Craft von Hoenloch, und Thyme von Coldicze, unsers herren des Romischen kuniges frunde, mitsampt der stede Menczen Wormeßen und spyre frunden, eine gutliche verrichtunge und sune von allerlei stosse und kriege wegin, wie sich die verlaufen haben, zuschen uns, dem erwerdigen in gote vater hern Gerhart bischof zu Wirczborg, dem hochgeborn Friederich burggraffen zu Nurenberg unserm lieben swehir, deme edeln Johan graffen zu Wertheim unserm lieben oheimen und andern allen unsern helfern und dienern an eime deile, und deme erwerdigen herren in gote vater bischof Adolf der die stifte Mencze und spire inheldet und denselbin zwein stiften sinen helfern und dienern an deme andern deile, gemacht und beredt hant, als hernach geschrieben steit. Zum ersten so sollen wir herzoge Ruprecht und der obgenant bischof Adolff von beiden siten vor uns und alle die unsern als vor geschriben sted umb alle sache und ansprache, wie sich die zuschen uns of beiden siten ergangen haben, von der wegin wir zu diesem kriege kommen sin, des rechten und der minne genzlich verlieben an dem allerdurchluchtigsten fursten und herren hern Wenczlauw von gods gnaden Romschem kunige zu allen ziten merer des richs und kunig zu Beheim unserm gnedigen herren, der da dieselben sachen zuschen uns beder site ußsprechen und ußrichten sal zuschen hie und sant Mertins dag derschirste kommet, und sal den ußsproch dun zu Mencze oder zu Franckinfort oder wo er will in Dutschen landen. Were auch daz unser herre der konig zuschen hie und sant Mertins dag der schirste kompt nicht ußgesprechen mochte, so mag er die zit des ußsproches ane geverde erlengen biß of unser frauwen dag lichtmesse nehist kompt. Wir sollen auch von beden siten unser ansprache verschrieben und versigelt senden deme obgenanten her Cunen erzebischof zu Triere binnen diesen nehsten vier wochen gein Erenbrechtstein. Der sal danne ietweders deils ansprache deme andern deile unverzogelichen senden. Und sollen wir danne fort beidersite unser antworte beschrieben und besigelte widerumbe binnen den nehsten vir wochen darnach senden dem vorgenanten erzebischofe von Triere. Und wanne er also unser beider deile ansprache und antworte hat, die sal er also besiegelt senden deme obgenanten unserm herren deme Romschen kunige, daz er darof ußsprechen moge als vore geschrieben sted. Auch sollen alle gefangen von beiden siten von stad an datum des briefes dag haben of den ußsproch unsers obgenanten herren des Romischen kuniges als vor geschriben sted. Und wie er dan ußsprichet, daz sal von uns beider site gehalden werden. auch sollen wir von beiden siten daz versichern mit den sloßen, die hernach geschrieben stent, zu halden und zu follenfuren gar und genzlichin waz unser herre der Romsche kunig zuschen uns ußsprichet als von des kriges wegin. Und daz sint die giselslosse: schurberg und Solme burg und stad gein Steinsperg und Hirlspach borg und stad, darnach Didensheim und Kirwilre gein Wachenheim borg und stad. Auch sal dieße geinwortige sune craft und macht habe nvon unsir beider wegin unsern helfern dienern und allen den unsern und angen von stad ane zuschen uns of beiden siten und allen den die hie zu Mencze geinwortig gewest sint ane geverde. Und sal die sune morne zu nacht angen in den deilen: dem Ringaw, of dem Hundesrocke, zu Ingelheim, Oppinheim, Alczey, und uber alles daz gaw gemeinclich, und an allen steten und dorferen die gelegen sint nidenwendig Spire und Heidelberg of beiden siten of deme Odenwalde und herwieder des Odenwaldes; und sal dieselbe sune of giensite Spire Heidelberg und des Odenwaldes in der vorgeschrieben maße angeen of den mantag zu nacht der schirste kunftig ist; mit deme bischof von Wirczborg, deme burkgrafen von Nurenberg, deme graffen von Wertheim, Schurberg, Solme und waz darumbe gelegen ist, of den dinstag zu nacht ane geverde. Dieß sollen wir of beiden siten verkundigen unsern amptluden und den unsern an alles geverde. Auch were iß sache daz wir odir iman von unsern wegin of beiden siten hie zuschen dieheine sloße gewonnen odir gefangen fingen, sie sloße sal man of beiden siten widergeben und die gefangen ledig sagen ane alle geverde. Auch sal in dieser sune sin Hartman Beyer ritter, Fritze Huttner, und ire helfere; und sal die vintschaft von den, die in besunder von unser herzoge Ruprechtes wegin widersaget haben, und auch die acht und erfolgunge von des landfrieden wegin gein in und gein andern des bischofes sloßen mit namen Starkenberg Bensheim Heppenheim und andern sinen amptluden und den sinen abe sin ane alle geverde. So sal auch die vientschaft, die Hartman Beyer Fritze Huttener und ire helfere uns herzoge Ruprecht obgenant Hennel Kusin odir anderen unser herzoge Ruprechtes amptluden und iren helfern besunder getan haben, auch abe sin ane geverde. Auch were iß daz der obgenante unser herre der kunig von dodes wegin abeginge ee danne er den ußsproch dede, so sollen alle sloße und gefangen unser iglichem verlieben in aller wise und maße als of den tag ee sich diese geinwortige sune hatte anegehabin. Auch geben wir herzog Ruprecht obgenant for uns, alle unsir helfer und diener, und alle die unsern, follen gewalt ganze und macht mit diesem geinwortigen briefe unsern egenanten herren deme Romschem kunige, daz er diesen obgenanten krieg und zweiunge zuschen uns beidersit enthrichten und entscheiden moge mit recht und mit der mime; und han auch iczunt den obgenanten unsers herren des Romeschen kuniges frunden zu snen henden daruber globt bi den truwen und eiden die wir deme Romischen riche getan haben und auch bie der giselschaft der egeganten sloße, daz wir gar und genzlich halden und follenfuren waz unsir herre der koning obgenant von disem kriege ußsprichet zuschen uns beiden nach unser beider ansprache und antworte die wir of beiden siten under unsern ingesigeln beschriben senden und geben sollen binnen der zit als vor geschrieben sted. Auch ist gered, daz die amptlude, die of den obgenanten giselsloßen amptluten sint, den edeln unsern lieben nefen und getruwen Wilhelm graffen zu Kaczenelnbogen und Ulrich herre zu Hanauw von beden siten globen und sweren sollen, mit den obgenanten sloßen zu geworden in der maße als vore und nach begriffen ist und beschrieben sted. Und gingen derselben amptluden einer odir me abe von dodes wegen odir wurde gefangen, of welche site des noit geschee, so sal der herre, des der amptman gewesen ist, einen andern bederben amptman, deme man wol getruwin mag, damite wir beide herren wole bewaret sin, ane geverde an desselben stad wider seczen binnen vierzen dagen oder ee an alle geverde. Der sal auch globen und sweren und verbunden sin den obgenanten zwein herren und auch siezen in aller der maße als der forder getan und gesessen hat. Und dannoch sollen tornknechte wechter und portener und alle andere, die die festen bewarent, daz- oder dieselben sloße getruwelich behuten behalden und bewaren, und sollen auch daz zu den heiligen sweren daz sie daz thun zu der obgenanten zweier herren henden, als lange biß daz ein der herre des daz sloß ist einen andern solichen amptman gibt und auch soliche sicherheit getan ist als vor geschrieben stet. Und sollen auch wir herzoge Ruprecht obgenant dieselben amptlute von den vorgenanten unsern giselsloßen nit entseczen odir darnach stellen daz die sloße wider in unser hand kommen, ee danne der ußsproch von unserm herren deme konige getan ist als da vore geschrieben stet, odir nach des kuniges ußsprache, eß sie danne von ersten genzlichin gescheen und vollenfuret als verre daz igliche partie antriffet. Und wanne also derselbe ußsproch genzlich gescheen follenzogen und follenfurt ist, so sollent die amptlute thornknechte wechter und portener gein den obgenanten zwein herren irs eides loiß sin, und iglicher herren der den ußsproch follenzogen hat sine sloße wider ledig folgen und geantwortet werden ane hinderniße und an alles geverde. Auch sollen wir von beiden siten die gulde der giselsloße bestellen und verglichen mit glicher gulde die darzu gehoret, also obe ein sloß merer gulde hette danne daz andir, so sal unser ieglicher so viele gulde benennen und bewiesen zu deme sloße, zu deme die merer gulde gehorent, als der minre gulde ist die zu deme andern sloße gehorint. Und die obgenanten merer gulde sal folgen deme herren von beiden siten des dazselbe sloß ist. Und demselbin herren zu fromen und zu nucze sal auch derselbe giselamptman dieselben uberigen gulde schuczen und schuren an alles geverde. Welcher auch under uns von beiden siten den ußsproch dieser sune, den unser herre der koning ußsprechen wirdet, uberfert und nit heldet, so sollen desselbin deils, daz die obgenant sune nit heldet, giselfesten dem andern deile, daz die sune und ußsprache under uns heldet, verfallen sin und ingeantwortet werden, ime zu nucze zu haben und zu halden so lange biß daz der ußsprach und sune von ime genzlich gehalden und vollenfuret wirdet, als vor geschriebe sted, ußgescheiden in allen diesen vorgeschrieben stucken puncten und sachen allerleie argelist und geverde. Umbe langgraffen Herman von Hessen ist ubirkommen: hat derselb lantgraffe von Hessen dem obgenanten bischof Adolff und deme stifte zu Mencze wiedersaget daz eß eine fehde ist, so sal iß zuschen deme bischof und deme stifte of eine site und deme obgenanten lantgraffen of die anderen siten ein friede sin ane geverde die nehsten vier wochen; und hat der alntgraffe dheine nuwe festen ofgeslagen und gebuwet, die sal er in denselben vier wochen nit furbaß vesten noch buwen. Is iß abir nit fehde zuschen ein als vor geschrieben stet , so mogen wir herzog Ruprecht vorgenant erfaren andeme lantgraffen obgenant binnen denselbin vier wochen obe er in dieser sune sin wolle; und will der lantgraffe in dieser sune sin, so mag er der sunen gebruchen also daz der bischof und er und der stift zu Mencze von beden siten irs rechten nach ansprache und antworte bliben sollen bi unserme obgenanten herre ndeme kunige ußzusprechen binnen den zielen als vor geschrieben sted; will aber der lantgraffe nit in dieser sune sin, wanne wir danne ime wider den obgenanten bischof Adolfen und den stift zu Mencze helfen wollen, daz sollen wir denselben bischof Adolffen acht dage zuvor laßen weißen in unsern briefe ngein Eltvil odir gein Aschaffinburg ane alles geverde. Auch sollen wir herzog Ruprecht zuschen hie und dornstages ubir acht dage erfaren an deme langgraffen obe er in der sune sin wolle odir nit, und daz deme bischof zu wißen dun und danne sal solicher friede, obe des nod ist, zuschen ein beidersite angen und darnach einen ganzen mand weren ane geverde. Alle diese vorgeschriebin stucke puncte und artikele semptlich unde sunderlich han wir herzoge Ruprecht vorgenant bi den truwen und eiden, die wir unserme herren dem Romschen kunige und deme Romschen riche getan habin, liplich gelobt und globen mit kraft dieses briefes stede und veste zu haldin zu dun und zu follenfuren in aller maße als hie for geschrieben sted. Und des zu urkunde han wir herzog Ruprecht egenant unser ingesigel an diesen brief thun henken, gebin zu Oppinheim of unsir frauwen tag als sie geborn wart den man nennet nativitatis nach Cristes geburte druzenhundert jare in deme achczigstem jare.

Sprache des Originaltextes

deutsch

Nachweise

Weitere Personen

Pfalz, Kurfürsten, Ruprecht I., der Rote · Trier, Erzbischöfe, Kuno II. von Falkenstein · Lübeck, Bischöfe, Konrad · Schlesien in Teschen, Herzöge, Przemislaw I. · Schlesien, Herzöge, Heinrich · Leuchtenberg, Landgrafen, Johann · Hals, Grafen, Johann d.Ä. · Hohenlohe, Grafen, Kraft IV. · Colditz, Timo von · Würzburg, Bischöfe, Gerhard von Schwarzburg · Mainz, Erzbischöfe, Adolf I. von Nassau · Nürnberg, Burggrafen, Friedrich V. · Wertheim, Grafen, Johann [I.] · Wenzel, König · Beyer, Hartmann, Ritter · Hüttner, Fritz, Ritter · Katzenelnbogen, Grafen, Wilhelm II. · Hanau, Herren, Ulrich IV. · Hessen, Landgrafen, Hermann II.

Weitere Orte

Oppenheim · Pfalz, Kurfürsten · Bayern, Herzöge · Trier, Erzbischöfe · Gallien, Reichskanzler für · Lübeck, Bischöfe · Teschen, Herzöge · Schlesien, Herzöge · Leuchtenberg, Landgrafen · Mainz · Worms · Speyer · Würzburg, Bischöfe · Nürnberg, Burggrafen · Mainz, Erzbischöfe · Speyer, Erzbischöfe · Frankfurt · Ehrenbreitenstein · Scheuerberg · Neckarsulm · Steinsberg · Hilsbach · Deidesheim · Kirrweiler · Wachenheim · Rheingau · Hundsrück · Ingelheim · Alzey (Lkr. Alzey-Worms/Rheinland-Pfalz) · Heidelberg · Odenwald · Starkenburg, Burg · Bensheim, Burg · Heppenheim, Burg · Katzenelnbogen, Grafen · Mainz, Stift · Eltville · Aschaffenburg (Regbz. Unterfranken/Bayern)

Sachbegriffe

Pfalzgrafen · Reichsobertruchsesse · Herzöge · Erzbischöfe · Reichskanzler · Bischöfe · Grafen · Städte · Kriege, Beenden von · Streitigkeiten, Vermitteln in · Burggrafen · Einigungen, gütliche · Sühne · Könige · Schiedsrichter · Klagen, schriftliche · Gefangene, Freilassen von · Bürgschaften · Burgen, verpfändete · Schlösser · Amtleute · Ritter · Pfandschaften · Burgen, Verteilen der Einnahmen aus · Fehden · Vertragsstrafen · Burgen, Neubau von · Stifte · Friedensschlüsse, befristete

Textgrundlage

Stückangaben, Regest

Urkundenregesten Königs- und Hofgericht 11

Original

RTA 1

Zitierweise
Landgrafen-Regesten online Nr. 10977 <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/lgr/id/10977> (Stand: 23.08.2019)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde