Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Regesten der Landgrafen von Hessen

1353 Februar 17

Schadensersatzforderungen der Brüder Milchling an das Mainzer Stift

Regest-Nr. 10864

Überlieferung | Regest | Originaltext | Nachweise | Textgrundlage | Zitierweise
Überlieferung
Regesten: Regesten der Erzbischöfe von Mainz 1,2, S. 638 Nr. 5980.
Regest
(Kloster Naumburg bei Windecken). - Cuno von Falkenstein (-kin-), Dompropst und Vormund des Mainzer Stifts, einigt sich mit Zustimmung des Erzbischofs Heinrich mit den (strengen) Knechten Conrad und Wernher Milchling (-che-), Brüdern, umb dinst, kost, schaden und vorlust, "die sie bei uns und dem Stift von Mainz in den zwei Kriegen, die wir mit dem Landgrafen von Hessen von des Stifts wegen führten", getan, geliden und gehabt han bis heute, dahin: das Stift schuldet ihnen 4000 Pfund Heller über (außer) die 8000 Pfund, wofür sie den Kellerberg (Kelre-), Battenberg (-tinburg), Burg und Stadt, und was dazu gehört, innehaben; von diesen 4000 Pfund snd ihnen jetzt 550 kl. Gulden bezahlt; von dem Rest will Cune (oder wer zur Zeit das Stift innehat), je 1/8 an Martinstag im Herbste dieses und der beiden folgenden Jahre bezahlen. Für den Fall einer Meinungsverschiedenheit umme die werunge, want wir sprechen, es sei verabredet, ein Pfund Heller mit einem guten kl. Gulden zu bezahlen, und sie behaupteten, daz ez werunge sin solle, als zů Ameneburg genge und gebe ist, des han wir und sii gewillekurt an die noteln, die Herr Conrad, Propst von St. Moritz zu Mainz ze andern ziiden ubis die vorgen. rechenunge bi eme besigelt hat. Stirbt der Propst, bevor diese Notel herbeigebracht wird, so haben die beiden Parteien an die tedinglute, die bei der Rechnung waren, gewillekurt. Auch die Zustimmung über 500 Pfund Heller und mehr, welche die Brüder noch vom Stift fordern, soll die Notel oder die tedingleute entscheiden. Von der ersten Zahlung am nächsten Martinstag sollen die Brüder dem erzbischöflichen Kellner Otto in Amöneburg ihre Schulden von den beiden Kriegen her und ebenso, wenn sie Sold gelobt haben um Dienste, die dem Erzstift in diesen Kriegen geleistet wurden, von den 4000 Pfund bezahlen. Das Erzstift soll die Rechnung der Brüder über ihr Amt, von Beginn des Krieges an, hören, und sollen en darumb tůn, daz můgelich ist.
Siegler: Erzbischof Heinrich, Kuno, Vormundschaft.

Wortlaut der Datierung

D. geg. ist in deme clostir zu Nuwenberg bii Wunnecken an deme sondage, als man singet Reminiscere 1353.

Nachweise

Ausstellungsort

Naumburg, Kloster

Aussteller

Trier, Erzbischöfe, Kuno II. von Falkenstein

Empfänger

Milchling, Konrad [II.] · Milchling, Werner

Weitere Personen

Mainz, Erzbischöfe, Heinrich III. von Virneburg · Hessen, Landgrafen, Heinrich II. · Konrad, Propst in St. Moritz, Mainz · Otto, Kellner in Amöneburg

Weitere Orte

Windecken · Mainz, Dompröpste · Mainz, Erzstift · Mainz, Erzbischöfe · Kellerberg · Battenberg/Eder · Battenberg/Eder, Burg · Amöneburg, Kellner

Sachbegriffe

Klöster · Dompröpste · Vormünder · Stifte · Erzbischöfe · Knechte · Brüder · Verwandte · Schulden · Schadensersatzleistungen · Burgen · Städte · Pfandschaften · Kellner · Streitigkeiten, Vermitteln in · Schiedsrichter · Pröpste

Textgrundlage

Stückangaben, Regest

Reg. Erzb. Mainz 1.2

Zitierweise
Landgrafen-Regesten online Nr. 10864 <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/lgr/id/10864> (Stand: 26.06.2019)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde