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Kuratorium „Notstand der Demokratie“ in Frankfurt gegründet, 17. September 1966

Das Kuratorium „Notstand der Demokratie“ wird am 17. September 1966 in Frankfurt am Main gegründet. Das Kuratorium setzt sich aus rund zwei Dutzend Professoren, mehreren Literaten, Gewerkschaftern, Politikern und Persönlichkeiten zusammen. Zu den Mitglieder gehören unter anderen der Bundestagsabgeordnete William Borm (1895–1987), der Präsident der evangelischen Kirche Martin Niemöller (1892–1984), Oberkirchenrat Heinz Kloppenburg (1903–1986), Heinrich Böll (1917–1985), Hans Magnus Enzensberger (geb. 1929), Erich Kästner (1899–1974), Martin Walser (geb. 1927), Anne Kolb, Oswald Adolph Kohut (1901–1977), Georg Benz (geb. 1924; Vorstandsmitglied der IG-Metall), Wolfgang Abendroth (1906–1985), Karl Otmar Freiherr von Aretin (1923–2014), Max Born (1882–1970), Helmut Gollwitzer (1908–1993), Alexander Mitscherlich (1908–1982) und Helmut Ridder (1919–2007). Letzterer zählt zu den Initiatoren des Kuratoriums, das sich zum Ziel gesetzt hat, gegen die von der Regierung geplanten Notstandsgesetze vorzugehen.1 Wesentliche strukturelle und finanzielle Unterstützung erhält das Kuratorium von der IG Metall.2
(FW)


  1. Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.9.1966, S. 57: Demonstration gegen Notstandsgesetze.
  2. Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.10.1966, S. 4: Front der Notstands-Gegner bröckelt ab.
Belege
Weiterführende Informationen
Empfohlene Zitierweise
„Kuratorium „Notstand der Demokratie“ in Frankfurt gegründet, 17. September 1966“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/5275> (Stand: 17.9.2020)
Ereignisse im August 1966 | September 1966 | Oktober 1966
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