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Zeitgeschichte in Hessen - Daten · Fakten · Hintergründe

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Provinziallandtag Hessen-Nassau Buchsymbol Alberti, Alexander Buchsymbol Altstadt, Adam Buchsymbol Antoni, Georg Buchsymbol Arnd, Johann Karl Anton Buchsymbol Bechtel, Heinrich Buchsymbol Berta, Valentin Rudolph Buchsymbol Bierbrauer, Rudolf Buchsymbol Bittorf, Marie Buchsymbol Bleicher, Heinrich Buchsymbol Bredt, Johannes Victor Buchsymbol Breitstadt, Johannes Heinrich Buchsymbol Brunner, Heinrich Buchsymbol Brunner, Karl Buchsymbol Brückner, Michael Buchsymbol Buchsieb, Friedrich Buchsymbol Burkhardt, Georg Buchsymbol Busche, Johann Friedrich Christoph Buchsymbol Christ, Philipp Buchsymbol Dahlhoff, Heinrich Buchsymbol Delius, Konrad Buchsymbol Diefenbach, Wilhelm Buchsymbol Eck, Adolf von Buchsymbol Ernst, Lorenz Buchsymbol Felde, Karl Buchsymbol Fetthauer, Wilhelm Buchsymbol Francke, Rudolf Buchsymbol Funck, Karl Freiherr von Buchsymbol Gehrke, Max Buchsymbol Gesellschaft und Öffentliches Leben Gilsa, Friedrich Wilhelm Adolf von und zu Buchsymbol Goll, Emil Buchsymbol Grunelius, Carl Alexander von Buchsymbol Gräf, Eduard Buchsymbol Guckes, Wilhelm Buchsymbol Göller, Karl Buchsymbol Haenlein, Wilhelm Buchsymbol Hagedorn, Ernst Buchsymbol Hauschildt, Richard Buchsymbol Heil, Gerhard Buchsymbol Herbert, Karl Buchsymbol Herpell, Heinrich Buchsymbol Hertz, Moritz Philipp Buchsymbol Herwig, Moritz Buchsymbol Hessen-Nassau, Provinz Heßberger, Heinrich Buchsymbol Hild, Karl Buchsymbol Hildwein, Joseph Hopf, Heinrich Buchsymbol Hoßbach, Friedrich Buchsymbol Häring, Georg Buchsymbol Höner, Karl Jonas, Valentin Jordan, August Justi, Heinrich Kalteyer, Josef Buchsymbol Kassel Keudell, Alexander von Buchsymbol Kirchner, Karl Buchsymbol Klemann, Jakob Buchsymbol Klingelhöfer, Heinrich Krüsmann, Markus Buchsymbol Küch, Konrad Buchsymbol Küllmer, Karl Lang, Konrad Langgemach, Paul Leineweber, Adolf Lex, Adolf Buchsymbol Lieser, Wilhelm Buchsymbol Lind, Heinrich Buchsymbol Linker, Wilhelm Buchsymbol Lion, Rudolf Ludwig, Walter Lutsch, Wilhelm Lübke, Walter Buchsymbol Marx, Heinrich Karl Herrmann Mater, Wilhelm Meier, Jakob Metz, Wilhelm Müller, Adolf Neuberger, Julius Buchsymbol Oberhaus, Hermann Pappenheim, Ludwig Buchsymbol Persch, Johann Ludwig Petzold, Hermann Buchsymbol Plewe, Karl Politik Preis, Johannes Buchsymbol Puth, Jean Ramm, Otto Recht und Verwaltung Redern, Wilhelm von Buchsymbol Reinemer, Ernst Reumschüssel, Karl Rienecker, Theodor Roth, Heinrich Buchsymbol Rumpf, Johann Hermann Buchsymbol Sautter, Hans Buchsymbol Scheffler, Georg Schellen, Karl Buchsymbol Scheuern, Ernst Buchsymbol Schieren, Martin Buchsymbol Schmidt, Heinrich (1876-1931) Buchsymbol Schmitt, Jakob Buchsymbol Schmitz, Wilhelm Schnabrich, Michael Buchsymbol Schneider, Karl Schroeder, Theodor Buchsymbol Schwander, Rudolf Buchsymbol Schwarz, Andreas Buchsymbol Seibert, Wilhelm Selbert, Adam Buchsymbol Siebecke, Eugen Buchsymbol Sohl, Heinrich Stapenhorst, Ulrich Buchsymbol Stein XII., Philipp Steinau-Steinrück, Günther von Stoltze, Friedrich Buchsymbol Sturm, Karl Stückrath, Konrad Teves, Wilhelm Buchsymbol Theis, Adolf Buchsymbol Thöne, Georg Buchsymbol Till, Hermann Travers, Fritz Buchsymbol Trotha, Gebhard von Buchsymbol Trott, Louis Buchsymbol Tuercke, Richard Ulrici, Werner Buchsymbol Uslar, Adolf von Buchsymbol Velte, Heinrich Friedrich Buchsymbol Vetter, Kurt Heinrich Voigt, Georg Buchsymbol Wagner, Josef Buchsymbol Wasmuß, Heinrich Christian Wilhelm Wehner, Josef Weigel, Adam Wick, Richard Buchsymbol Witte, Otto Buchsymbol Wittich, Heinrich Woell, Wilhelm Wolf, Karl Zielowski, Otto Zimmermann, Josef Buchsymbol

Eröffnung des 14. Provinziallandtags der Provinz Hessen-Nassau, 5. Oktober 1920

Im Kasseler Ständehaus wird um 9 Uhr morgens der 14. Provinziallandtag der preußischen Provinz Hessen-Nassau mit einer Ansprache des Landtagskommissars, des Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau Rudolf Schwander (1868–1950), eröffnet:

Meine Damen und Herren!
Der Provinziallandtag von Hessen-Nassau tritt nun wieder zusammen nach einer Pause, die zwei Jahre gedauert hat. Diese ungewöhnlich lange Pause könnte gerechtfertigt scheinen dadurch, daß die Funktionen des Landtages verhältnismäßig beschränkt sind zugunsten der beiden Kommunallandtage. Aber unmittelbar veranlaßt ist die lange Pause, wie Sie wissen, durch die Verhältnisse im besetzten Gebiet, die den Neuwahlen und damit der Einberufung entgegenstanden. Diese Hinderungen beleuchten mit grellem Schlaglicht die Ereignisse, die seit Ihrer letzten Tagung vor sich gegangen sind, und das Bild des heutigen Deutschlands – ein Bild, meine Damen und Herren, von dem man sich abwenden möchte.
Unsere Lage ist schwer. Sie enthält in Überfülle die Bedingungen zum endgültigen Ruin Deutschlands. Dennoch brauchten wir an der Kraft des deutschen Volkes nicht zu verzweifeln, wenn fremder Zerstörungswille nicht Helfershelfer fände in diesem unserem Volke selber. Ich rede nicht von Einzelnen. Ich rede vielmehr von Eigenschaften in unserem Volke, die in besserer Zeit wohl ertragen werden konnten, die aber bei der heutigen Ruhelosigkeit sehr geeignet sind, das Unheil schnell zu vollenden. Ich rede von dem anarchistischen Zug in unserem Charakter, dem Zuge der Zerrüttung, zum Auseinanderstreben. Er war nie gefahrvoller als jetzt - auf ihn zählen so viele. Ich rede sodann von dem Zuge zur Theoretisierung, die gerade in solchen schwachen Zeiten aus dem Doktrinären ins Praktische überzugreifen strebt und z. B. den Gedanken des Internationalismus, der an sich so schön und verheißungsvoll ist, ohne Hemmung propagiert, während die Nachbarvölker, auf die es ankommt, krasser als je den Nationalegoismus pflegen, gewiß nicht zum Nutzen des internationalistisch denkenden Deutschlands. Aus diesem Zuge folgt ein fortschreitend schmähliches Zerfressen der Staatsmoral. Aus ihm folgt, in anderer Anwendung, ein überschnelles Umbilden von Parteidoktrinen in praktische Forderungen, die leicht über den Rahmen hinausgehen, der dem tief verarmten Lande gezogen ist. Es folgt daraus das tiefe Mißtrauen gegeneinander, jetzt, da uns vor allem nottut: Einigkeit.
Wir sehen also im Inneren die Zerrissenheit tief und trostlos sich ausbreiten. Die verzweiflungsvolle Sprache, die dieses Bild redet, wird wohl gefühlsmäßig von vielen verstanden. Sehnsucht nach Ruhe und Ordnung macht sich in breitesten Schichten bemerkbar. Aber auch diese Sehnsucht wird zur Quelle neuen Widerstreits. Die Meinungen über das, was zum Heile führen soll, gehen wiederum auseinander.
Da gibt es noch solche, die dauernd das Heil von unveränderten Leitsätzen der Vorkriegszeit erwarten – sie konnten durch schwerste Erfahrungen nichts lernen und nichts vergessen. Die Arbeiter werden bei ihrer heutigen Machtstellung sich nicht nehmen lassen, was sie bisher erreichten. Herrenstandpunkte der Unternehmer und Besitzer lassen sich ebensowenig mehr behaupten, wie sich das vormalige System der Nutznießung aus der Produktion mehr gutheißen läßt, die nur verschwindend Wenigen zufloß, während die ungeheure Überzahl der Produzierenden kaum das nackte Leben behauptete.
Die Arbeiter sind vielmehr bestrebt, das Erreichte zu erweitern. Sie glauben, durch vollkommene Vergesellschaftung der Produktionsmittel und gänzliche Umgestaltung des Staatswesens zum dauernden Gedeihen des Ganzen kommen zu können. Von der anderen Seite wehrt man sich, und z.T. mit Gründen, die nicht zu übersehen sind, gegen gewaltsame Experimente, die für eine gesunde Wirtschaftsentwickelung sichere Bürgschaft enthalten, deren Gefahren aber, bei einiger Übereilung des Vorgehens, den bereits schwer erschütterten Wirtschaftskörper nur noch rapider in den völligen Verfall stürzen könnten. Der Streit der Meinungen, fort und fort weiter zum Auseinanderreißen treibend, hindert zunächst nur, das zu tun, worauf es jetzt unweigerlich ankommt: Nicht uferlose Steigerung der Löhne und Gehälter helfen – die ja nur weiterhin die Notenpresse abnutzt. Nur auf Erzeugung wirklicher Werte kommt es an: Schaffung von Brot, Wohnung, Kleidung. Der Naturforscher-Kongreß in Nauheim zeigte jüngst wieder mit erschreckender Klarheit, daß aus dem Vorhandenen in kurzem nicht mehr das Nötige entnommen werden kann, was die Millionen Volksmassen haben müssen. Man wird sie weder mit Parteiprogrammen, noch mit Versprechungen nähren und kleiden können.
Dieses tut not, nur auf dieses darf jetzt jeder denken: Werte zu schaffen, Bedürfnisse einzuschränken und seinerseits eine Geistesverfassung mit zu erarbeiten, die den einzig wirksamen Sozialismus enthält, der in dem Satze ausgesprochen ist: Liebe Deinen Nächsten als Dich selbst. Gedenken wir des Volksganzen, mit dem wir auf Gedeih und Verderb zusammengeschmiedet sind, und lassen wir jetzt dieses Gedenken über den Meinungsverschiedenheiten stehen. Kräfte sind noch genug in uns trotz allem und allem; aber sie können nicht zu unserem Heil das Notwendige wirken, wenn sie sich widerstreben in unausgesetzter Verkennung.
Hiermit arbeiten wir allein in die Hände jener, die uns nicht Freund sind. Im Auslande gibt es nicht wenige, die sich jetzt den billigen Luxus leisten, uns zu verachten. Mögen Sie – sie hatten lange genug Grund, uns zu beneiden – mag also ihr Pharisäertum sich nun in Verachtung des Unglücklichen genugtun. Ob wir aber verächtlich sind oder werden wollen, das hängt allein von uns ab. In der Tat würden wir es, wenn wir im jetzigen Elend nicht begriffen, daß nur Einigkeit und glühendes Gefühl für die Leiden aller Volksgenossen imstande sind, die vorhandenen Kräfte zusammenzuraffen, um das deutsche Volk vor endgültiger Verelendung und Versklavung zu bewahren.
Indem ich nun meiner Freude Ausdruck gebe, Sie, meine Damen und Herren, und insbesondere die Herren aus Nassau, die zum erstenmal hier sind, zu begrüßen, eröffne ich den Provinziallandtag mit herzlichen Wünschen für eine erfolgreiche Arbeit.
1

Als Alterspräsident der Versammlung wirkt der 77-jährige Rentner Adolf Theis aus Gladenbach. Ihm zur Seite stehen als Schriftführer die beiden jüngsten Mitglieder des Provinziallandtages, der 25-jährige Lehrer Wilhelm Diefenbach aus Höchst und der 27-jährige Schriftsetzer Adam Selbert. Zum Vorsitzenden des Provinziallandtages wird in derselben Sitzung der Frankfurter Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Hopf (SPD) gewählt, zu dessen Stellvertreter Dr. Hermann Rumpf (DVP), ebenfalls aus Frankfurt am Main. Hermann Oberhaus (DDP) aus Rinteln und Heinrich Roth (Zentrum) aus Holler im Westerwald werden als Schriftführer gewählt.2

In seiner Ansprache geht der Alterspräsident auf die Veränderungen in der Zusammensetzung des Provinziallandtages infolge der Novemberrevolution ein:

Meine Damen und Herren! Im Jahre 1886 wurde die Provinzialordnung bei uns eingeführt und damit der Kommunal- und Provinziallandtag gewählt. Ich habe das Glück gehabt, sämtlichen Tagungen dieser Körperschaften beizuwohnen. Es war mir eine große Freude, mitzuarbeiten an der Errichtung und dem Ausbau der Einrichtungen, die unserer Provinz zum Wohle und zum Segen gereichten. In unser ruhiges Arbeitshaus ist inzwischen ein neuer Gast eingezogen, nämlich die Politik und das Parteiwesen. Von vielen Seiten sind mir Befürchtungen über diese Neuerung ausgesprochen worden. Ich teile diese Befürchtungen nicht. Ich bin der festen Überzeugung, daß in allen Mitgliedern dieses Hauses das feste Bestreben nach dem gleichen Ziele vorhanden ist: der Wohlfahrt unseres Volkes. Um aber zu diesem Ziele zu gelangen, bedarf es gemeinsamer, ernster Arbeit aller Parteien. Da nun die auf unserem Arbeitsprogramm stehenden Beratungsgegenstände reine Hausangelegenheiten sind, frei von jedem politischen Einschlag, so hege ich die Hoffnung, daß hier gemeinsame, ernste und ruhige Arbeit geleistet wird.3

Zusammensetzung des 14. Provinziallandtages

Mitglieder des Kommunallandtages des Regierungsbezirks Kassel

Sitzverteilung

Mehrheitssozialdemokratie 19
Deutschnationale Partei 12
Freie Arbeitsgemeinschaft 11
Christliche Volkspartei 9
Demokratische Partei 8
Unabhängige Sozialdemokratische Partei 4

Mehrheitssozialdemokraten

Brunner, Heinrich (1877–1956; Lehrer; Kleinenglis; Wahlbezirk Fritzlar)
Busche, Friedrich (1850–1935; Bürgermeister; Beckedorf; Wahlbezirk Grafschaft Schaumburg)
Häring, Georg Ulrich (1885–1973; Stadtrat; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Hauschildt, Richard (1876–1934; Stadtverordneter; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Hildwein, Joseph (1877–1947; Lehrer; Hanau; Wahlbezirk Hanau-Stadt)
Höner, Karl (1877–1969; Betriebsleiter; Hofgeismar; Wahlkreis Hofgeismar)
Hoßbach, Friedrich (1877–1971; Kaufmann; Eschwege; Wahlkreis Eschwege)
Jordan, August (1864–1938; Stadtrat, Rendant; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Küch, Konrad (1881–1948; Bürgermeister, Schreinermeister; Hönebach; Wahlbezirk Rotenburg)
Meier, Jakob (geb. 1880; Eisenbahnbeamter; Oberzwehren; Wahlkreis Kassel-Land)
Persch, Ludwig (1873–1947; Schriftsetzer; Melsungen; Wahlbezirk Melsungen)
Puth, Jean (1865–1933; Komm. Bürgermeister, Kaufmann; Fechenheim; Wahlbezirk Hanau-Land)
Ramm, Otto (1875–1957; Flaschenmacher; Rinteln; Wahlbezirk Grafschaft Schaumburg)
Sautter, Hans (1877–1961; Stadtrat, Professor; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Schnabrich, Michael (1880–1939; Gewerkschaftssekretär; Hersfeld; Wahlbezirk Hersfeld)
Selbert, Adam (1893–1965; Schriftsetzer; Niederzwehren; Wahlbezirk Kassel-Land)
Sohl, Heinrich (1883–1963; Bürgermeister; Ehlen; Wahlbezirk Wolfhagen)
Stein XII., Philipp (1859–1926; Beigeordneter, Weißbinder; Hochstadt; Wahlbezirk Hanau-Land)
Thöne, Georg (1867–1945; Landrat; Witzenhausen; Wahlbezirk Witzenhausen)

Deutschnationale

Altstadt, Adam (1874–1946; Bürgermeister, Landwirt; Burghaun; Wahlbezirk Hünfeld)
Breitstadt, Johannes (1858–1937; Bürgermeister; Hassenhausen; Wahlbezirk Marburg)
Francke, Lic. theol. Rudolf (1862–1953; Pfarrer; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Funck, Karl Freiherr von (1881–1963; Landrat; Homberg (Efze); Wahlbezirk Homberg)
Gilsa, Adolf von und zu (1876–1945; Landrat; Kirchhain, Herkulesstraße 15 II; Wahlbezirk Kirchhain)
Grunelius, Alexander von (1869–1938; Landrat; Hersfeld; Wahlbezirk Hersfeld)
Hagedorn, Ernst (1863–1941; Rittergutsbesitzer; Griemelsheim; Wahlbezirk Hofgeismar)
Justi, Heinrich (1876–1945; Gutsbesitzer; Lützelwig; Wahlbezirk Homberg)
Keudell, Alexander von (1861–1939; Landrat a.D.; Schloss Wolfsbrunn; Wahlbezirk Eschwege)
Lind, Heinrich (1878–1941; Bürgermeister; Niederissigheim; Wahlbezirk Hanau-Land)
Metz, Wilhelm (1864–1936; Gutsbesitzer; Zennern; Wahlbezirk Fritzlar)
Tuercke, Richard (1862–1930; Landrat, Geheimer Regierungsrat; Rotenburg an der Fulda; Wahlbezirk Rotenburg)

Freie Arbeitsgemeinschaft

Berta, Rudolf (1849–1928; Hauptmann a.D.; Soden; Wahlbezirk Schlüchtern)
Bredt, Dr. Victor (1879–1940; Professor; Marburg; Wahlbezirk Marburg)
Brunner, Karl (1862–1945; Bürgermeister; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Delius, Conrad (1881–1945; Regierungsrat; Gelnhausen; Wahlbezirk Gelnhausen)
Felde, Karl (1867–1925; Kaufmann; Schmalkalden; Wahlbezirk Herrschaft Schmalkalden)
Müller, Adolf (1864–1931; Bürgermeister; Allendorf an der Werra; Wahlbezirk Witzenhausen)
Stapenhorst, Dr. Ernst Ulrich (1878–1965; Landrat; Frankenberg; Wahlbezirk Frankenberg)
Steinau-Steinrück, Günther von (1881–1942; Landrat; Ziegenhain; Wahlbezirk Ziegenhain)
Stückrath, Konrad (1884–1952; Bürgermeister; Schlüchtern; Wahlbezirk Schlüchtern)
Uslar, Adolf von (1877–1960; Landrat; Wolfhagen; Wahlbezirk Wolfhagen)
Vetter, Kurt Heinrich (1862–1945; Bürgermeister; Breitenbach am Herzberg; Wahlbezirk Ziegenhain)

Christliche Volkspartei

Antoni, Dr. Georg (1862–1945; Oberbürgermeister; Fulda; Wahlbezirk Fulda)
Arnd, Karl (1867–1934; Kaufmann; Fulda; Wahlbezirk Fulda)
Brückner, Michael (1871–1936; Kalkbrennereibesitzer; Somborn; Wahlbezirk Gelnhausen)
Herbert, Karl (1883–1949; Bürgermeister; Zirkenbach; Wahlbezirk Fulda)
Jonas, Valentin (1865–1928; Bürgermeister; Rex; Wahlbezirk Fulda)
Linker, Wilhelm (1868–1963; Bürgermeister; Neustadt; Wahlbezirk Kirchhain)
Ludwig, Walter (1882–1945; Landrat; Hünfeld; Wahlbezirk Hünfeld)
Marx, Dr. Heinrich Karl Herrmann (1879–1938; Amtsrichter; Fulda; Wahlbezirk Gersfeld)
Wehner, Josef (1856–1942; Kaufmann; Poppenhausen; Wahlbezirk Gersfeld)

Demokraten

Hild, Karl (1873–1938; Oberbürgermeister; Hanau; Wahlbezirk Hanau-Stadt)
Klingelhöfer, Heinrich (1860–1933; Mühlenbesitzer; Niederwetter; Wahlbezirk Marburg)
Leineweber, Adolf (geb. 1874; Postrat; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Mater, Wilhelm (1877–1951; Mühlenbesitzer; Viermünden; Wahlbezirk Frankenberg)
Oberhaus, Hermann (geb. 1879; Steuersekretär; Rinteln; Wahlbezirk Grafschaft Schaumburg)
Schroeder, Dr. Theodor (1860–1951; Vorsitzender der Landesversicherungsanstalt Hessen-Nassau; Kassel; Wahlbezirk Kassel-Stadt)
Seibert, Wilhelm (1871–1944; Rektor; Niederzwehren; Wahlbezirk Kassel-Land)
Wasmuß, Heinrich Christian Wilhelm (1865–1943; Landwirt; Bischofferode; Wahlbezirk Melsungen)

Unabhängige Sozialdemokraten

Heßberger, Heinrich (1873–1952; Landwirt; Bad Orb; Wahlbezirk Gelnhausen)
Küllmer, Karl (1877–1942; Gewerkschaftsbeamter; Reichensachsen; Wahlbezirk Eschwege)
Pappenheim, Ludwig (1887–1934; Schriftleiter; Schmalkalden; Wahlbezirk Herrschaft Schmalkalden)
Reumschüssel, Karl (1884–1940; Bürovorsteher; Steinbach-Hallenberg; Wahlbezirk Herrschaft Schmalkalden)

Mitglieder des Kommunallandtages des Regierungsbezirks Wiesbaden

Sitzverteilung

Mehrheitssozialdemokratie 21
Zentrumspartei 17
Deutsche Volkspartei 14
Demokratische Partei 12
Unabhängige Sozialdemokratische Partei 4
Deutschnationale Partei 3
Bauernschaft 1
Parteilos 1

Mehrheitssozialdemokraten

Bechtel, Heinrich (1882–1962; Filialleiter; Diez; Unterlahnkreis)
Bierbrauer, Rudolf (1884–1937; Diplom-Ingenieur; Weilburg; Oberlahnkreis)
Burkhardt, Georg (1884–1962; Lehrer; Rauenthal; Rheingaukreis)
Bittorf, Marie (1886–1974; Kontrolleurin und Stadtverordnete; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Diefenbach, Wilhelm (geb. 1895; Lehrer; Höchst am Main; Kreis Höchst)
Gräf, Eduard (1870–1936; Bürgermeister; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Hopf, Heinrich (1869–1929; Stadtverordnetenvorsteher; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Kirchner, Karl (1883–1945; Stadtverordneter; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Langgemach, Paul (geb. 1875; Lagerhalter und Stadtrat; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Lieser, Wilhelm (1875–1926; Redakteur; Wiesbaden; Kreis Wiesbaden-Stadt)
Neuberger, Julius (1872–1922; Arzt und Stadtverordneter; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Petzold, Hermann (geb. 1874; Gauleiter; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Preis, Johannes (1885–1960; Spengler; Griesheim; Kreis Höchst)
Scheffler, Georg (1877–1933; Stadtverordnetenvorsteher; Biebrich; Kreis Wiesbaden Land)
Schwarz, Andreas (1869–1955; Schiffer; Flörsheim am Main; Kreis Wiesbaden-Land)
Siebecke, Eugen (1891–1959; Lehrer; Herzhausen; Kreis Biedenkopf)
Trott, Louis (1877–1958; Kaufmann; Haiger; Dillkreis)
Witte, Otto (1884–1963; Parteisekretär; Wiesbaden; Kreis Wiesbaden-Stadt)
Wittich, Heinrich (1865–1943; Landtagsabgeordneter; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Zielowski, Otto (1866–1928; Stadtrat; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Zimmermann, Josef (1871–1929; Stadtverordneter; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)

Zentrumspartei

Dahlhoff, Heinrich (geb. 1882; Rektor; Homburg vor der Höhe; Obertaunuskreis)
Ernst, Dr. Lorenz (1890–1977; Studienrat; Höchst am Main; Kreis Höchst)
Haenlein, Wilhelm (1876–1949; Weingutsbesitzer; Hochheim am Main; Kreis Wiesbaden Land)
Heil, Gerhard (1869–1943; Buchdruckereibesitzer und Stadtrat; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Kalteyer, Josef (1852–1932; Gutsbesitzer; Mühlen; Kreis Limburg)
Klemann, Jakob (1883–1969; Rektor; Eltville; Rheingaukreis)
Krüsmann, Markus (1879–1964; Bürgermeister; Limburg; Kreis Limburg)
Lutsch, Wilhelm (1879–1942; Rechtsanwalt; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Rienecker, Theodor (Gewerkschaftsbeamter; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Roth, Heinrich (1889–1955; Volksvereinssekretär; Holler; Unterwesterwaldkreis)
Schellen, Karl (1885–1945; Landrat; Limburg; Kreis Limburg)
Schieren, Dr. Martin (1886–1956; Landrat; Westerburg; Kreis Westerburg)
Schmitt, Jakob (1860–1929; Ökonomierat; Molsberg; Kreis Westerburg)
Schmitz, Wilhelm (geb. 1869; Landgerichtsrat; Wiesbaden; Kreis Wiesbaden Stadt)
Sturm, Karl (1878–1960; Rechtsanwalt; Oberlahnstein; Kreis St. Goarshausen)
Teves, Dr. Wilhelm († nach 1956; Rechtsanwalt und Notar; Montabaur; Unterwesterwaldkreis)
Wagner, Josef (1877–1945; Arbeiter und Landwirt; Ebernhahn; Unterwesterwaldkreis)

Deutsche Volkspartei

Buchsieb, Friedrich (1856–1933; Amtsrat, Kreisdeputierter; Runkel; Oberlahnkreis)
Christ, Philipp (1867–1947; Landwirt; Kloppenheim; Kreis Wiesbaden-Land)
Göller, Karl (Bürgermeister; Bogel; Kreis St. Goarshausen)
Guckes, Wilhelm (1877–1942; Bürgermeister und Landwirt; Breithardt; Untertaunuskreis)
Herpell, Heinrich (1861–1929; Bürgermeister; St. Goarshausen; Kreis St. Goarshausen)
Lex, Adolf (geb. 1862; Landrat, Geh. Regierungsrat; Weilburg; Oberlahnkreis)
Lion, Rudolf (1868–1933; Regierungsbaumeister a.D., Zivilingenieur; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Lübke, Walter (1861–1930; Oberbürgermeister; Bad Homburg vor der Höhe; Obertaunuskreis)
Rumpf, Dr. Hermann (1875–1942; Rechtsanwalt, Stadtrat; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Schneider, Karl (1873–1946; Bürgermeister a.D.; Steinfischbach; Kreis Usingen)
Theis, Adolf (1842–1924; Rentner; Gladenbach; Kreis Biedenkopf)
Travers, Fritz (1874–1929; Bürgermeister; Wiesbaden; Kreis Wiesbaden Stadt)
Velte, Fritz (1863–1940; Postagent; Wehrheim; Kreis Usingen)
Weigel, Adam (1875–1965; Bürgermeister; Breidenbach; Kreis Biedenkopf)

Demokratische Partei

Alberti, Dr. Alexander (1855–1929; Rechtsanwalt, Geh. Justizrat; Wiesbaden; Kreis Wiesbaden-Stadt)
Bleicher, Dr. Heinrich (1861–1929; Professor, Stadtrat; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Eck, Adolf von (1860–1923; Rechtsanwalt, Justizrat; Wiesbaden; Kreis Wiesbaden-Stadt)
Gehrke, Dr. Max (1865–1943; Justizrat, Stadtverordneter; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Goll, Emil (1865–1939; Landtagsabgeordneter; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Hertz, Dr. Moritz Philipp (1871–1940; Justizrat, Stadtverordneter; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Herwig, Moritz (1870–1930; Hüttenbesitzer; Dillenburg; Dillkreis)
Scheuern, Ernst (1868–1953; Bürgermeister; Diez; Unterlahnkreis)
Schmidt, Heinrich (1876–1931; Bürgermeister a.D.; Eisemroth; Dillkreis)
Stoltze, Friedrich (1869–1964; Stadtverordneter; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Voigt, Georg (1866–1927; Oberbürgermeister; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Woell, Dr. Wilhelm (1871–1926; Stadtrat; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)

Unabhängige Sozialdemokratische Partei

Lang, Konrad (1885–1963; Stadtverordneter; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Plewe, Karl (geb. 1876; Stadtrat; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Reinemer, Ernst (1874–1933; Metallarbeiter; Hattersheim; Kreis Höchst)
Wick, Richard (1872–1955; Lagerverwalter; Oberursel; Obertaunuskreis)

Deutschnationale Partei

Fetthauer, Wilhelm (1866–1925; Landwirt und Mühlenbesitzer; Wied; Oberwesterwaldkreis)
Till, Hermann (geb. 1873; Professor, Studienrat; Frankfurt am Main; Kreis Frankfurt am Main)
Trotha, Gebhard von (1871–1933; Landrat; Langenschwalbach; Untertaunuskreis)

Bauernschaft

Wolf, August Karl (1871–1943; Landwirt und Bürgermeister; Kördorf; Unterlahnkreis)

Parteilos

Ulrici, Werner (1877–1950; Landrat; Marienberg; Oberwesterwaldkreis)
(LV)


  1. Verhandlungen des Provinziallandtags für die Provinz Hessen-Nassau vom 5. und 6. Oktober 1920, Cassel 1920, Sp. 1-4.
  2. Ebd., Sp. 6 f.
  3. Ebd., Sp. 4.
Belege
Empfohlene Zitierweise
„Eröffnung des 14. Provinziallandtags der Provinz Hessen-Nassau, 5. Oktober 1920“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/5412> (Stand: 14.6.2019)
Ereignisse im September 1920 | Oktober 1920 | November 1920
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Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde