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Zeitgeschichte in Hessen - Daten · Fakten · Hintergründe

Erster sozialdemokratischer Vertreter in der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung, 15. November 1900

Der Frankfurter Politiker und Zeitungsredakteur Ernst Max Quarck (1860–1930) wird als erster Sozialdemokrat in die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main gewählt.
Der aus Rudolstadt in Thüringen stammende Jurist, der 1886 wegen angeblicher Beteiligung an einem versuchten Staatsstreich aus dem sächsischen Staatsdienst entlassen wurde, und anschließend kurzzeitig als Mitarbeiter der Deutschen Zeitung in Wien tätig war, wechselte 1887 zur liberalen Frankfurter Zeitung. 1892 beteiligte er sich an der Gründung der sozialpolitischen Wochenzeitung Blätter für soziale Praxis (HeBIS). 1894 trat Quarck – ursprünglich Mitglied im Demokratischen Verein, der wichtigsten liberalen Gruppierung in der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung – der SPD bei. Ab 1895 betätigte er sich als Redakteur der sozialdemokratische Tageszeitung »Volksstimme« in Frankfurt am Main.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wirkt Quarck ab Dezember 1918 als Beigeordneter im Reichsamt des Innern. Ab 1921 ist er als Lehrbeauftragter an der Akademie der Arbeit in der Universität Frankfurt (»erste deutsche Hochschule für das Volk der Arbeit«) und ab 1925 direkt an der Universität in Frankfurt tätig.

Quarks spätere Ehefrau Meta Quarck-Hammerschlag (1864–1954) gehört ab 1919 in der Funktion einer ehrenamtlichen Stadträtin als erste Frau dem Frankfurter Magistrat an.
(KU)

Belege
Weiterführende Informationen
Empfohlene Zitierweise
„Erster sozialdemokratischer Vertreter in der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung, 15. November 1900“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/3508> (Stand: 21.7.2019)
Ereignisse im Oktober 1900 | November 1900 | Dezember 1900
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