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Wolfgang Seibert wird neuer Bürgermeister der Universitätsstadt Marburg, 2. September 1962

Stadtrat Dr. Wolfgang Seibert (CDU) wird vom Marburger Stadtparlament zum neuen Bürgermeister gewählt. Zuvor hatte der Wahlvorbereitungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung den 41-jährigen Kommunalpolitiker als einzigen Kandidaten vorgeschlagen. Seibert, seit drei Jahren als Mitbeigeordneter und einziger hauptamtlicher Stadtrat in Marburg tätig, erhält mit 30 Stimmen die Zustimmung aller bei der Bürgermeisterwahl anwesenden Stadtverordneten. Er tritt die Nachfolge des im März vorzeitig abberufenen Gerhard Daub (1928–1993; FDP) an, dem fortgesetzte und gröbliche Verletzung seiner Amtspflichten vorgeworfen werden. Im Anschluss an die Wahl wird Seibert vom Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Jahn (1927–1998; SPD) auf die gewissenhafte Führung seines Amts verpflichtet. Aus den Händen von Oberbürgermeister Georg Gassmann (1910–1987; SPD) erhält das frischgebackene zweite Stadtoberhaupt die Ernennungsurkunde, daneben übermittelt Gassmann die Glückwünsche des Magistrats. Seibert dankt schließlich für das ihm einstimmig ausgesprochene Vertrauen, das er gleichzeitig auch als Anerkennung für seine Mitarbeiter versteht, deren Tüchtigkeit und Zuverlässigkeit entscheidend zu seiner Amtsführung beigetragen haben. Der promovierte Jurist wechselt bereits Anfang 1964 als Nachfolger des aus Altersgründen ausscheidenden Landrats Walter Jansen (1899–1969; CDU) in den Kreis Schlüchtern.
(KU)

Belege
Empfohlene Zitierweise
„Wolfgang Seibert wird neuer Bürgermeister der Universitätsstadt Marburg, 2. September 1962“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/4903> (Stand: 13.8.2020)
Ereignisse im August 1962 | September 1962 | Oktober 1962
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