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Landtag verabschiedet neue Schulgesetze, 1. Juli 1953

Der Hessische Landtag verabschiedet mit den Stimmen der SPD, des BHE und Teilen der FDP das Schulkosten- und das Schulverwaltungsgesetz. Die CDU lehnt die Gesetze ab. Die FDP betont in der Debatte, dass die Partei die Staatshoheit über die Schule voll anerkenne und dass die Partei die christliche Gemeinschaftsschule befürworte. Kultusminister Ludwig Metzger (1902–1993; SPD) betont gegenüber der FDP, dass derzeit noch am Gesetz über die Mitbestimmung der Eltern in seinem Ministerium gearbeitet werde. Ein solches Gesetz begrüßt nicht nur die FDP, sondern auch die SPD. Auch die CDU unterstützt ein neues Mitbestimmungsrecht. Allerdings lehnt sie vehement ab, die Lehrerschaft durch den Gemeinde- und nicht durch den Schulvorstand zu wählen. Nach der Sitzung äußert Karl Kanka (1904–1974; CDU), es gehe der Union um die Stärkung der Selbstverwaltung der Schulen; hier müsse dem Staat nur ein Aufsichtsrecht neben Eltern und Lehrern eingeräumt werden.
(MB)

Belege
Empfohlene Zitierweise
„Landtag verabschiedet neue Schulgesetze, 1. Juli 1953“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/4259> (Stand: 1.7.2020)
Ereignisse im Juni 1953 | Juli 1953 | August 1953
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Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde