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Wahlen zum Hessischen Landtag, 6. November 1966

Bei den Landtagswahlen erreicht die SPD mit 51 Prozent wieder die absolute Mehrheit der Stimmen. Von 48 Wahlkreisen erringen die Sozialdemokraten 44, die Christdemokraten siegen in vier Wahlkreisen. Die CDU verliert 2,4 Prozentpunkte und kommt auf 26,4 Prozent der Stimmen, die FDP verliert leicht und erhält 10,4 Prozent der Stimmen, während die Gesamtdeutsche Partei nur noch 4,3 Prozent (1962: 6,3 Prozent) verbuchen kann und damit unter der Fünf-Prozent-Hürde bleibt, sodass sie in Zukunft nicht mehr im Hessischen Landtag vertreten ist. Für Aufsehen sorgt der starke Stimmengewinn der NPD, für die in Hessen 224.534 Stimmen abgegeben werden. Aufgrund des Stimmenanteils von 7,9 Prozent stellen die rechtsradikalen Nationaldemokraten damit im neuen Landtag acht Abgeordnete. Bei der Bundestagswahl gut ein Jahr vor der Landtagswahl hatte die NPD in Hessen nur 2,5 Prozent der Stimmen erreicht.

Vor allem dieses Abschneiden der NPD in Hessen wird im In- und Ausland mit Sorge vor einem neuen Rechtsradikalismus zur Kenntnis genommen. Kommentatoren sehen darin eine Protestwahl gegen die Vorgänge in Bonn um das Ende der CDU-FDP-Regierung. Die Wahlbeteiligung liegt bei 80,9 Prozent, was ein Plus von 3,2 Prozent zur letzten Landtagswahl darstellt.

Wahlanalyse1

Wahlbeteiligung

Eine Wahlbeteiligung von 100 Prozent erreichen die Wahlbezirke Ellnrode (Lkr. Frankenberg), Besges, Malkes, Steens, Wittges (alle Lkr. Fulda), Holzhausen (Lkr. Marburg) und Mauloff (Lkr. Usingen). Die mit Abstand geringste Wahlbeteiligung mit 17,2 Prozent gibt es in Winterscheid (Lkr. Ziegenhain) wo von 134 Wahlberechtigten nur 23 ihre Stimme abgeben. Mit Ausnahme von Martenroth (Untertaunuskreis, 49,1 Prozent) liegt die Wahlbeteiligung in allen anderen Städten und Gemeinden über 50 Prozent.

Auf Wahlkreisebene gibt es die höchsten Wahlbeteiligungen in den Wahlkreisen 1/Hofgeismar und Kassel-Land-Nord (87,9 Prozent), 2/Wolfhagen und Kassel-Land-Süd (88,3 Prozent) und 9/Fritzlar-Homburg (89,2 Prozent). Während die Frankfurter und Wiesbadener Wahlkreise mit Werten zwischen 65 und 74 Prozent die niedrigsten Wahlbeteiligungen aufweisen.

Wahlergebnis der SPD

Die Sozialdemokraten erreichen auf Gemeindeebene lediglich in sieben Wahlbezirken keine Stimme, davon liegen jeweils zwei im Landkreis Fulda und zwei im Landkreis Hünfeld.

Ihre Bestwerte erzielen sie in Markershausen (Lkr. Eschwege 96,3 Prozent), Nieste (Landkreis Kassel, 86,2 Prozent) und Kehrenbach (Lkr. Melsungen, 85,4 Prozent). Beste Großstadt für die Partei ist Kassel mit 56,2 Prozent.

Erfolgreichste Wahlkreise für die Partei sind 2/Wolfhagen (64,4 Prozent) und Kassel-Land-Süd, 5/Kassel, Stadt-Ost (62 Prozent) und 42/Groß-Gerau-West (60,3 Prozent). Ihr schlechtestes Ergebnis auf Wahlkreisebene erzielt die SPD, wie bei bis dahin allen Landtagswahlen seit der Wahlrechtsänderung von 1950, im Wahlkreis 14/Fulda, Stadt und Fulda-Land-Nord (29,7 Prozent) ein.

Wahlergebnis der CDU

Mit Ausnahme der Gemeinde Appenhain (Landkreis Ziegenhain) erzielen die Christdemokraten bei der letzten Landtagswahl unter dem Vorsitz von Wilhem Fay (1911–1980)2 in jedem Wahlbezirk mindestens eine Stimme. Wie schon bei vergangenen Landtagswahlen erhalten sie in Steens (18 Wahlberechtigte, Landkreis Fulda) 100 Prozent der Stimmen. Von den zehn Gemeinden mit dem höchsten CDU-Anteil (alle über 90 Prozent) liegen sieben im Landkreis Fulda und drei im Landkreis Hünfeld.

Erfolgreichster Wahlkreis ist dementsprechend wie bei allen Wahlen seit 1950 Wahlkreis 14/Fulda, Stadt und Fulda-Land-Nord mit 57,5 Prozent. Am schlechtesten schneiden sie dagegen in Nordhessen ab: Unter den zehn Wahlkreisen mit dem geringsten Anteilen für die Christdemokraten liegen mit Ausnahme des Wahlkreises 4/Kassel-Stadt-West alle nordhessischen Wahlkreise. Niedrigster Wert sind dabei 15,6 Prozent im Wahlkreis 1/Hofgeismar und Kassel-Land-Nord.

Wahlergebnis der FDP

Die FDP erzielt in insgesamt 25 Wahlbezirken keine einzige Stimme, davon liegen 12 im Landkreis Fulda. Ihre besten Ergebnisse erzielt sie, wie auch bei vergangenen Landtagswahlen im Landkreis Frankenberg. Sieben ihrer zehn besten Ergebnisse erzielen sie dort. Ihren Höchstwert von 76 Prozent erreichen sie jedoch in Neuswarts. Es folgen Kirchlotheim (70,5 Prozent) und Rodenbach (69,8 Prozent). In den Großstädten gibt es für die Partei keine großen Ausreißer vom Gesamtwahlergebnis, am stärksten sind sie weiter in Wiesbaden (12 Prozent).

Wie schon bei den vorhergehenden Landtagswahlen sind die Wahlkreise 3/Waldeck (22,6 Prozent) und 10/Frankenberg und Ziegenhain (22,4 Prozent) FDP-Hochburgen, während die Partei im Wahlkreis 14/Fulda, Stadt und Fulda-Land-Nord (4,8 Prozent) ihr niedrigstes Ergebnis einfährt.

Wahlergebnis der GDP/BHE

Bei ihrer letzten Wahlteilnahme in Hessen erreichte die Gesamtdeutsche Partei in insgesamt 170 Wahlbezirken keine einzige Stimme, 27 davon allein im Landkreis Fulda und 25 im Landkreis Hünfeld. Ihr stärkstes Ergebnis erzielen sie, wie schon vier Jahr zuvor, in Lettgenbrunn (Landkreis Gelnhausen, 56,4 Prozent). Dort ist der Verlust im Vergleich zu anderen früheren Hochburgen noch relativ gering ( 0,7 Prozent), in Trutzhain (Landkreis Ziegenhain) beispielsweise sinkt er um 25,4 Prozent von 42,2 auf 16,8. Wie schon bei vergangenen Wahlen schneidet die Partei in den Großstädten besonders schlecht ab. Tiefstwert sind dort 1,8 Prozent in Offenbach, während 3,5 Prozent in Wiesbaden ihr bestes Ergebnis auf dieser Ebene darstellen.

Bester Wahlkreis für die Partei ist erneut der Wahlkreis 18/Oberlahnkreis und Wetzlar-Süd (8,5 Prozent), gefolgt von 37/Gelnhausen (7,7 Prozent) und 17/Wetzlar-Nord (7,3 Prozent). Auch hier offenbaren sich deutliche Verluste, so verliert die Partei im Wahlkreis 17 3,4 Prozentpunkte, im Wahlkreis 18 sogar vier.

Ihren niedrigsten Stimmenanteil erreicht sie im Wahlkreis 31/Frankfurt am Main, Stadt-Nordend, wo lediglich 1,5 Prozent der Wähler der Partei ihre Stimme geben.

Wahlergebnis der NPD

Die NPD erzielt bei ihrer ersten Wahlteilnahme in Hessen in 62 Wahlbezirken keine einzige Stimme, davon liegen 27 im Landkreis Fulda, 14 im Landkreis Hünfeld. Bestmarken setze sie in Erzbach (Lkr. Erbach, 47,5 Prozent), Lindenau (Lkr. Rotenburg, 47,4 Prozent) und Ransbach (42,9 Prozent). Erwähnenswert ist außerdem ihr Ergebnis in der früheren FDP-Hochburg Harbshausen, wo sie 35 Prozent der Stimmen einfahren kann. Auf Ebene der Großstädte setzen sie mit 10,4 Prozent in Darmstadt ein Ausrufezeichen.

Auf Wahlkreisebene kann die Partei vor allem in bisher als FDP- und GDP-Hochburgen bekannten Wahlkreisen punkten, so fahren sie ihre Bestwerte im Wahlkreis 20/Alsfeld und Gießen-Land-Ost (12 Prozent), Wahlkreis 3/Waldeck (11,3 Prozent) und Wahlkreis 38/Büdingen (10,9 Prozent) ein. Wenig überraschend erzielt die Partei im CDU-dominierten Wahlkreis 14/Fulda, Stadt und Fulda-Land-Nord mit 3 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis.

Gewählte Abgeordnete

SPD

Arndt, Rudi (1927–2004; Staatsminister; Frankfurt am Main-Unterliederbach; Wahlkreis 35: Frankfurt am Main, Stadt westliche Vororte; 55,6 Prozent)

Auth, Ferdinand (1914–1995; Ingenieur, Bürgermeister; Niederkalbach; Landesliste: Platz 11)

Best, Dr. Werner (1927–1993; Landrat; Waldgirmes/Krs. Wetzlar; Wahlkreis 17: Wetzlar-Nord; 55,8 Prozent)

Blodt, Willi (geb. 1929; Bürgermeister; Wolfskehlen; Wahlkreis 42: Groß-Gerau-West; 60,3 Prozent)

Börger, Reinhard (1913–1972; Regierungsoberamtmann; Alsfeld; Wahlkreis 20: Alsfeld und Gießen-Land-Ost; 49,5 Prozent)3

Brübach, Wilhelm (1909–2003; Landrat; Witzenhausen; Wahlkreis 6/Melsungen und Witzenhausen; 57,1 Prozent)

Buch, Georg (1903–1995; Oberbürgermeister; Wiesbaden; Wahlkreis 27: Wiesbaden, Stadt-Vororte; 56,3 Prozent)

Bugert, Erwin (1920–1999; Maurermeister; Viernheim; Wahlkreis 47: Bergstraße-West; 49,9 Prozent)4

Busch, Ilse (1919–1991; Journalistin; Hanau; Landesliste: Platz 20)

Caspar, Helmut (1921–1980; Landwirt, Bürgermeister; Wallenrod; Landesliste: Platz 15)

Conrad, Wilhelm (1911–1971; Präsident der Hessischen Landesbank; Bad Homburg vor der Höhe; Wahlkreis 37: Gelnhausen; 44,8 Prozent)5

Enders, Christian (1899–1984; Stadtoberförster i.R.; Idstein; Wahlkreis 24: Rheingaukreis und Untertaunuskreis; 43,1 Prozent)6

Fischer, Heinrich (1895–1973; Staatsminister a.D.; Hanau am Main; Wahlkreis 36: Hanau-Land; 58,6 Prozent)

Franke, August (1920–1997; Landrat; Haldorf; Wahlkreis 9: Fritzlar-Homberg; 57,3 Prozent)

Gaßmann, Georg (1910–1987; Oberbürgermeister; Marburg; Wahlkreis 12: Marburg a.d.L., Stadt und Marburg-Land-Ost; 46,0 Prozent)7

Gründer, Marianne (1907–1972; Hausfrau, Fotolaborantin; Kassel; Landesliste: Platz 18)

Hemsath, Heinrich (1902–1978; Staatsminister; Wiesbaden; Wahlkreis 29: Obertaunuskreis; 45,0 Prozent)8

Höhne, Eitel-Oskar (1922–1998; Landrat; Eschwege; Wahlkreis 7: Eschwege und Rotenburg-Ost; 59,0 Prozent)

Horn, Dr. Emil (1927–1982; Oberstudienrat; Hainstadt; Wahlkreis 40: Hanau, Stadt und Offenbach-Land-Ost; 49,4 Prozent)9

Horn, Ruth (1908–1987; Oberregierungs-Schulrätin; Darmstadt-Eberstadt; Landesliste: Platz 3)

Karl, Hans (1922–1996; Regierungsamtmann; Gräfenhausen; Wahlkreis 44: Darmstadt-Land; 56,7 Prozent)

Koch, Wilhelm (1922–1977; Maurer; Kassel; Wahlkreis 5/Kassel, Stadt-Ost; 62,0 Prozent)

Köcher, Josef (1907–1997; Landrat; Kassel; Wahlkreis 2/Wolfhagen und Kassel-Land-Süd; 64,4 Prozent)

Lang, Dr. Erwin (1924–2020; Bürgermeister; Raunheim; Wahlkreis 41: Offenbach-Land-West und Groß-Gerau-Ost; 55,2 Prozent)

Lauritzen, Lauritz (1910–1980; Staatsminister; Wiesbaden; Wahlkreis 18: Oberlahnkreis und Wetzlar-Süd; 49,4 Prozent)10

Leuninger, Ernst (1914–1993; Direktor der Landesversicherungsanstalt Hessen; Frankfurt am Main; Wahlkreis 34: Frankfurt am Main, Stadt-Nordwest; 50,9 Prozent)

Menzer, Rudolf (1904–1991; Bürgermeister a.D.; Frankfurt am Main; Wahlkreis 32: Frankfurt am Main, Stadt südlich des Mains; 48,2 Prozent)11

Osswald, Albert (1919–1996; Staatsminister; Gießen; Wahlkreis 19: Gießen, Stadt und Gießen-Land-West; 50,0 Prozent)12

Platte, Ludwig (1914–1975; Verw.-Angestellter; Treysa; Wahlkreis 10/Frankenberg und Ziegenhain; 44,1 Prozent)13

Pleß, Philipp (1906–1973; Redakteur; Frankfurt am Main; Wahlkreis 33: Frankfurt am Main, Stadt-Nordost; 52,7 Prozent)

Radke, Olaf (1922–1972; Arbeitsrechtler; Offenbach am Main; Wahlkreis 39: Offenbach am Main, Stadt; 56,5 Prozent)

Radomicki, Franz (1912–1981; Kreisamtmann; Erbach i. Odw.; Wahlkreis 46: Erbach; 57,1 Prozent)

Raute, Karl (1910–1989; Bürgermeister; Friedberg; Wahlkreis 23: Friedberg-Ost; 52,0 Prozent)

Reitz, Heribert (1930–2018; Postoberinspektor; Offheim; Landesliste: Platz 13)

Reucker, Hans (1905–1976; Bürgermeister; Sinn; Wahlkreis 16/Dillkreis; 46,4 Prozent)14

Rohlmann, Rudi (1928–2004; kaufmännischer Angestellter; Frankfurt am Main; Landesliste: Platz 17)

Schäfer, Georg (1919–2014; Bezirksleiter der Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands; Darmstadt; Wahlkreis 43: Darmstadt, Stadt; 49,8 Prozent)15

Schmitt, Adam (1904–1982; Bürgermeister; Rimbach/Odenwald; Wahlkreis 48: Bergstraße-Ost; 48,7 Prozent)16

Schmitt, Rudi (geb. 1928; Stadtrat; Wiesbaden-Erbenheim; Wahlkreis 25: Wiesbaden, Stadt-Ost; 43,1 Prozent)17

Schneider, Heinrich (1905–1980; Staatsminister; Marbach; Wahlkreis 11: Biedenkopf und Marburg-Land-West; 52,9 Prozent)

Schütte, Prof. Dr. Ernst (1904–1972; Staatsminister; Wiesbaden; Wahlkreis 4: Kassel, Stadt-West; 49,8 Prozent)18

Sprenger, Gerhard (1929–1997; Kreisoberrechtsrat; Bad Hersfeld; Wahlkreis 8: Hersfeld und Rotenburg West; 54,8 Prozent)

Strelitz, Johannes (1912–1991; Regierungsdirektor; Wiesbaden; Wahlkreis 26: Wiesbaden, Stadt-West; 49,5 Prozent)19

Tröscher, Dr. Dr. h.c. Tassilo (1902–2003; Staatssekretär; Wiesbaden; Wahlkreis 22: Usingen und Friedberg-West; 52,1 Prozent)

Weber, Albert (1919–2008; Stadtoberinspektor; Grebenstein; Wahlkreis 1: Hofgeismar und Kassel-Land-Nord; 58,1 Prozent)

Weber, Hans-Otto (1926–2014; Rektor; Korbach; Wahlkreis 3: Waldeck; 43,6 Prozent)20

Wedel, Ludwig (1909–1993; Bürgermeister; Groß-Umstadt; Wahlkreis 45: Dieburg; 52,3 Prozent)

Winkelsträter, Liesel (1921–2010; Bezirkssekretärin; Frankfurt am Main; Wahlkreis 31: Frankfurt am Main, Stadt-Innenstadt; 49,3 Prozent)21

Winterstein, Norbert (geb. 1931; Bürgermeister; Hattersheim; Wahlkreis 28: Main-Taunus-Kreis; 48,1 Prozent)22

Wöll, Karl (1903–1972; Gewerkschaftssekretär; Frankfurt am Main; Wahlkreis 30: Frankfurt am Main, Stadt-Innenstadt; 49,1 Prozent)23

Zinn, Dr. h.c. Georg-August (1901–1976; Ministerpräsident; Wiesbaden; Landesliste: Platz 1)

Zinnkann, Willi (1915–1997; Bürgermeister; Büdingen; Wahlkreis 38: Büdingen; 53,8 Prozent)

CDU

Baumgarten, Oskar (1908–1990; Landwirt; Lütter; Wahlkreis 13/Schlüchtern und Fulda-Land-Süd; 42,3 Prozent)24

Beck, Heinrich (1911–1986; Landrat; Hünfeld; Wahlkreis 15/Hünfeld und Lauterbach; 38,4 Prozent)25

Böhm, Wilfried (geb. 1934; Dipl.-Volkswirt; Petersberg/Kreis Fulda; Landesliste: Platz 21)

Borsche, Arnulf (1928–2011; kaufmännischer Angestellter; Frankfurt am Main; Landesliste: Platz 23)

Dregger, Dr. Alfred (1920–2002; Oberbürgermeister; Fulda; Wahlkreis 14: Fulda, Stadt und Fulda-Land-Nord; 57,5 Prozent)

Fay, Dr. Wilhelm (1911–1980; Bürgermeister; Frankfurt am Main; Landesliste: Platz 1)

Fleckenstein, Nikolaus (1906–1979; Chemiewerker; Frankfurt am Main-Zeilsheim; Landesliste: Platz 7)

Geier, Erna Maria (1923–1994; Hausfrau; Viernheim/Bergstraße; Landesliste: Platz 14)

Großkopf, Dr. Erich (1903–1977; Steuerberater; Herborn; Landesliste: Platz 2)

Hackenberg, Richard (1909–1995; Geschäftsführer; Frankfurt am Main; Landesliste: Platz 9)

Krause, Dr. Hermann (1908–1988; Bürgermeister i.R.; Hanau; Landesliste: Platz 13)

Kurtz, Dr. Rudolf (1910–1987; Oberbaurat; Oberursel (Taunus); Landesliste: Platz 16)

Lindner, Dr. Georg (1925–2014; Stadtrechtsrat; Offenbach-Bieber; Landesliste: Platz 20)

Loew, Dr. Ernst (1911–1988; Einzelhandels-Kaufmann; Weilmünster; Landesliste: Platz 17)

Lucas, Dr. Rudolf (1916–1980; Regierungsrat; Kassel; Landesliste: Platz 10)

Michaely, Theo (1928–2012; Geschäftsführer; Elz/Kreis Limburg; Wahlkreis 21: Limburg; 45,2 Prozent)26

Milde, Gottfried (1934–2018; Gerichtsassessor; Griesheim über Darmstadt; Landesliste: Platz 15)

Schnell, Hildegard (1908–1986; Landfrau; Bad Soden/Salmünster; Landesliste: Platz 19)

Schwarz-Schilling, Dr. Christian (geb. 1930; Unternehmer; Büdingen; Landesliste: Platz 22)

Trageser, Karl Heinrich (1932–2009; Angestellter; Frankfurt am Main; Landesliste: Platz 11)

Wagner, Dr. Hans (1915–1996; Leitender Regierungsdirektor; Heppenheim an der Bergstraße; Landesliste: Platz 3)

Wallmann, Dr. Walter (1932–2013; Gerichtsassessor; Marburg; Landesliste: Platz 8)

Walz, Dr. Johanna (1918–1997; Schriftstellerin; Fulda; Landesliste: Platz 4)

Westernacher, Richard (1919–2005; Landwirt; Lindheim/Kreis Büdingen; Landesliste: Platz 6)

Wittwer, Josef (1930–1970; Stadtoberinspektor; Kriftel (Taunus); Landesliste: Platz 12)

Zworowsky, Wolfgang von (1924–2015; Rektor; Kassel; Landesliste: Platz 18)

FDP

Bielefeld, Hanns-Heinz (1918–2018; Bürgermeister; Schlitz; Landesliste: Platz 8)

Franke, Gotthard (1912–1975; Staatsminister a.D.; Königstein (Taunus); Landesliste: Platz 6)

Hasselbach, Willy (1922–2004; Landwirt; Steckenroth; Landesliste: Platz 9)

Karry, Heinz Herbert (1920–1981; Kaufmann; Frankfurt am Main; Landesliste: Platz 3)

Kohl, Heinrich (1912–1984; Landrat; Frankenberg (Eder); Landesliste: Platz 1)

Molter, Hermann (1914–1978; Dipl.-Ingenieur; Darmstadt-Eberstadt; Landesliste: Platz 7)

Rodemer, Heinrich (1908–1980; Bürgermeister; Bad Wildungen; Landesliste: Platz 2)

Schauss, Ernst (1906–1972; Dipl.-Handelslehrer, Oberstudiendirektor; Wetzlar; Landesliste: Platz 4)

Stein, Hermann (1919–1995; Angestellter; Gießen-Kleinlinden; Landesliste: Platz 5)

Voitel, Gottfried (1926–1990; Dipl.-Volkswirt; Frankfurt am Main; Landesliste: Platz 10)

NPD

Bläsing, Anneliese (1923–1996; Sekretärin; Malsfeld; Landesliste)

Fassbender, Heinrich (1899–1971; Kaufmann; Rotenburg an der Fulda; Landesliste)

Fischer, Werner (1925–1998; Optikermeister; Kassel; Landesliste)

Fuhlrott, Hans-Jürgen (geb. 1935; Optikermeister; Idstein (Taunus); Landesliste)

Kaye, Ulrich (geb. 1932; Kaufmann; Oberursel (Taunus); Landesliste)

Peter, Herbert (geb. 1921; Graveur; Frankfurt am Main; Landesliste)

Stürtz, Gustav (geb. 1915; Versicherungs-Angestellter; Frankfurt am Main; Landesliste)

Woitschell, Dr. Gerhard (1910–1969; selbstständiger Kaufmann; Wiesbaden; Landesliste)27
(TK)


  1. Erarbeitet auf Grundlage von Informationen des Hessischen Statistischen Landesamtes.
  2. Martina Neitzke, Die CDU Hessen 1950–1967. Politikentwicklung und Organisationsstrukturen, Wiesbaden 2010, S. 228-233.
  3. Börger setzt sich gegen Albert Feller (CDU; 17,3 Prozent) und Hermann Von-Eiff (FDP; 14,5 Prozent) durch, die beide kein Mandat erringen können.
  4. Bugert, seit zwölf Jahren Mitglied des Hessischen Landtages, setzt sich gegen Erna-Maria Geier (CDU; 34,2 Prozent) und Günther Schlierbach (FDP; 7,1 Prozent) durch. Geier zieht über die Landesliste der Christdemokraten in den Landtag ein, Schlierbach bleibt ohne Mandat.
  5. Richard Bayha (1929–1993; CDU; 34,5 Prozent) und Otto Kauer (GDP/BHE; 7,7 Prozent) können keine Mandate erringen.
  6. Enders setzt sich gegen Günther Dietz (CDU; 32,1 Prozent) und Willy Hasselbach (FDP; 10,7 Prozent) durch. Hasselbach zieht über die Landesliste der Liberalen in den Landtag ein, Dietz nicht.
  7. Gaßmann lässt Horst Fichert (CDU, 30,6 Prozent) und Günter Schernbeck (FDP, 10,9 Prozent) hinter sich, die beide kein Mandat erringen können.
  8. Hemsath gewinnt seinen Wahlkreis gegen Dr. Rudolf Kurtz (CDU; 32,2 Prozent) und Albrecht Proescholdt (FDP; 11,8 Prozent).
  9. Horn, der erstmals in den Landtag einzieht, setzt sich gegen Fritz Bruder (CDU; 35,3 Prozent) und Franz Bareiter (FDP; 6,2 Prozent) durch, die beide kein Mandat erringen können.
  10. Lauritzen setzt sich gegen Dr. Ernst Loew (CDU; 22,3 Prozent) und Helmut Schnorr (FDP; 10,7 Prozent) durch. Loew zieht über die Landesliste in den Hessischen Landtag ein, Schnorr nicht.
  11. Ruth Beckmann (CDU; 27,8 Prozent) und Hans-Dieter Vögele (FDP; 13,1 Prozent), die Menzer deutlich distanziert, erringen kein Mandat.
  12. Osswald setzt sich gegen Dr. Christian Schwarz-Schilling (CDU; 23,0 Prozent) und Hermann Stein (FDP; 11,8 Prozent) durch, die beide über die Landeslisten ihrer Parteien Mandate erringen.
  13. Platte lässt damit Heinrich Kohl (FDP, 22,4 Prozent) und Burghard Schröder (CDU, 17,9 Prozent) hinter sich.
  14. Reucker, der seit März 1961 ein Mandat im Hessischen Landtag inne hat, setzt sich gegen Dr. Erich Großkopf (CDU; 28,4 Prozent) und Kurt Bandße (NPD; 10,7 Prozent) durch. Großkopf zieht über die Landesliste in den Landtag ein, Bandße erringt kein Mandat.
  15. Schäfer distanziert Bernhard Sälzer (CDU; 25,6 Prozent) und Hermann Molter (FDP; 11,8 Prozent). Sälzer zieht vier Jahre später in den Hessischen Landtag ein, Molter erringt über die Landesliste der Liberalen ein Parlamentsmandat.
  16. Dr. Hans Wagner (CDU; 33,3 Prozent) und Wolfgang Dulige (NPD; 6,8 Prozent) unterliegen Schmitt, Wagner zieht über die Landesliste ins Parlament ein.
  17. Schmitt, seit 1954 im Hessischen Landtag, setzt sich gegen Dr. Kurt ten Höfel (CDU; 28,3 Prozent) und Dr. Martin Egger (FDP; 15,1 Prozent) durch, die beide kein Mandat erringen können.
  18. Schütte setzt sich gegen Dr. Rudolf Lucas (CDU; 27,8 Prozent) und Franz Behrens (FDP; 12,6 Prozent) durch. Lucas erringt über die christdemokratische Landesliste einen Sitz im Parlament, Behrens bleibt ohne Mandat.
  19. Strelitz lässt Dr. Wolfgang Liese (CDU; 24,5 Prozent) und Brigitte Fauth (FDP; 11,8 Prozent) hinter sich.
  20. Heinrich Rodemer (FDP; 22,6 Prozent) und Wolfgang von Zworowsky (CDU; 17,9 Prozent) verlieren in diesem Wahlkreis, ziehen aber über die jeweilige Landesliste in den Landtag ein.
  21. Sie setzt sich gegen Richard Hackenberg (CDU; 27,8 Prozent) und Ursula Melchers (FDP; 12,3 Prozent) durch.
  22. Winterstein, der erstmals in den Hessischen Landtag einzieht, setzt sich gegen Josef Wittwer (CDU; 31,6 Prozent) und Artur Raquet (FDP; 9,4 Prozent) durch. Wittwer zieht über die Landesliste in den Landtag ein, Raquet kann kein Mandat erringen.
  23. Wöll setzt sich klar gegen den früheren CDU-Landesvorsitzenden Dr. Wilhelm Fay (26,5 Prozent) und Gottfried Voitel (FDP; 13,2 Prozent) durch, die beide über die Landesliste den Einzug in den Hessischen Landtag schaffen.
  24. Baumgarten setzt sich mit nur 855 Stimmen bzw. zwei Prozentpunkten Vorsprung gegenüber Ruth Horn (SPD; 40,3 Prozent) durch, die über die Landesliste in den Hessischen Landtag einzieht.
  25. Beck setzt sich mit nur 817 Stimmen bzw. 1,8 Prozentpunkten Vorsprung gegenüber Helmut Caspar (SPD; 36,6,3 Prozent) durch, der über die Landesliste in den Hessischen Landtag einzieht.
  26. Michaely zieht damit erstmals in den Hessischen Landtag ein. Er setzt sich gegen Heribert Reitz (40,7 Prozent) durch, der über die Landesliste den Sprung ins Parlament schafft.
  27. Woitschell verstarb während der Legislaturperiode in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1969. Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.11.1969, S. 4: Kleine Meldungen. Für ihn rückte am 14. November 1969 Hartwig Golf (1913–1998) nach.
Belege
Weiterführende Informationen
Empfohlene Zitierweise
„Wahlen zum Hessischen Landtag, 6. November 1966“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/198> (Stand: 17.9.2020)
Ereignisse im Oktober 1966 | November 1966 | Dezember 1966
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Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde