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Hessischer Elternbeirat reicht Klage gegen das hessische Kultusminister ein, 30. Januar 1952

Gegen den hessischen Kultusminister Ludwig Metzger (1902–1993; SPD) wird von der Arbeitsgemeinschaft Hessischer Elternbeiräte vor dem Verwaltungsgericht des Landes Klage eingereicht. Die zentrale Forderung der Eltern ist die Aussetzung des Sexta-Erlasses. Bis zum 18. Januar 1952 hatten die Eltern die Änderung des Erlasses gefordert. Sie sehen durch diesen Erlass Artikel 2 des Grundgesetzes verletzt, der das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit garantiert. Sie argumentieren, der Erlass zwinge zur kalten Auslese und stelle überspannte Prüfungsanforderungen an die Kinder. Das Versetzungszeugnis am Ende der 5. Klasse der Volksschule sollte den Ausschlag für den Bildungsweg darstellen.
(MB)

Belege
Empfohlene Zitierweise
„Hessischer Elternbeirat reicht Klage gegen das hessische Kultusminister ein, 30. Januar 1952“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/4006> (Stand: 26.6.2020)
Ereignisse im Dezember 1951 | Januar 1952 | Februar 1952
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