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Titelseite des Deutschen Diakonen-Blatts vom April 1939

Bekenntnis zum Nationalsozialismus auf dem Brüdertag der Diakonie in Treysa, 15. Juni 1933

In Treysa findet ein außerordentlicher Brüdertag der Diakonie statt. Pastor Fritz Happich, der Vorsteher der Diakonieanstalt Hephata, erklärt dabei in seinem Bericht zum Brüdertag die Haltung der Männlichen Diakonie zum nationalsozialisitischen Staat:

Mit immer größerer Beklemmung fühlten wir den bolschewistischen Umsturz, das allgemeine Chaos, den völligen Zusammenbruch unseres Volkes näher und näher kommen. Da kam auf dem Höhepunkt der Gefahr ... die Berufung Hitler in das Amt des Reichskanzlers, die Bildung der nationalen Front und der Sieg der nationalen Revolution. Großes haben wir seit dem 30. Januar erlebt und wir danken Gott aus tiefster Seele. Mit ganzer Kraft stellen wir uns hinter die neue Regierung, nicht aus irgendwelchen taktischen Erwägungen, nicht als Konjunkturpolitiker, sondern aus innerster Überzeugung.

Mit dieser Erklärung trifft Happich, der selbst Mitglied der dem NS-Staat nahestehenden Deutschen Christen ist, wahrscheinlich die Haltung der meisten Angehörigen der Männlichen Diakonie, die seit dem Machtantritt Hitlers in Scharen in die SA eingetreten sind, so dass einzelne Häuser sogar einen eigenen SA-Trupp bilden konnten.
(OV)

Belege
Empfohlene Zitierweise
„Bekenntnis zum Nationalsozialismus auf dem Brüdertag der Diakonie in Treysa, 15. Juni 1933“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/4813> (Stand: 15.6.2020)
Ereignisse im Mai 1933 | Juni 1933 | Juli 1933
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