Maria, Hll. Franziskus, Elisabeth und Johannes Evangelista. Chor n II. Kat. S. 371–373 bzw. 392f.
Beschreibung
Zweibahniges und siebenzeiliges Maßwerkfenster. Die Glasmalereien stammen aus unterschiedlichen Zusammenhängen; sie wurden von Neidert in barocker Zeit zusammengeführt. Hier werden nur die Scheiben aus der Gruppe der spätromanischen Standfiguren behandelt, die Hll. Elisabeth, Franziskus und »Johannes Evangelista«; während die Mater misericordiae (1–2a) [↓ Mater Misericordiae Chor nord II] einen eigenständigen Stil ausbildet (s. S. 420–424), ist die Verglasung des Maßwerks [↓ Maßwerkverglasung Chor nord II] der Werkstatt des Genesis-Fensters zuzurechnen (s. S. 379–403). Die ursprünglich getrennten Felder mit dem Kopf der Hl. Elisabeth und der darüberliegenden Architektur wurden von Neidert zusammengebleit. Die Zugehörigkeit der unterhalb von Elisabeth und »Johannes« befindlichen Architekturbaldachine ist nicht gesichert, da die Randstreifen hier vollständig erneuert worden sind.
Durch ein Armierungskreuz geteilter Okulus mit Maßwerkzwickeln. Die Ornamentverglasung des Maßwerks wurde von der Werkstatt des Genesis-Fensters angefertigt, wobei formale und inhaltliche Erwägungen für eine Zugehörigkeit zu ebendiesem Fenster sprechen. Der Depotcharakter des Fensters Chor nord II – heute finden sich in ihm Glasmalereibestände unterschiedlicher Zusammenhänge vereint – geht auf die Instandsetzung Neiderts zurück. Die Hll. Franziskus, Elisabeth und Johannes(?) werden im Zusammenhang mit der Werkstatt der spätromanischen Standfiguren behandelt, die Mater misericordiae findet an entsprechender Stelle unter den verstreuten Einzelscheiben Erwähnung (s. S. 347–378, 420–424).
Die Neuzusammenstellung der Figurenfelder dieses Fensters geht wohl auf die Instandsetzungsarbeiten Neiderts in barocker Zeit zurück (s. bereits S. 371). Hier erfolgt lediglich die Bearbeitung der Mater misericordiae.