Fig. 441. Marburg, Elisabethkirche. Grundriss
Zweibahniges und siebenzeiliges Fenster mit sechs unterschiedlich hohen Rechteckfeldern und großer Sechspassrosette im Maßwerk. Die Kreuzigung im Maßwerk befindet sich wahrscheinlich noch an ursprünglicher Stelle, die Hll. Johannes Baptista und Bartholomäus, deren Oberkörper offenbar erst zu einem späteren Zeitpunkt mit den darüberliegenden Architekturfeldern zusammengebleit wurden, könnten dagegen aus einem anderen Fenster stammen und zusammen mit den vier Feldern eines Genesiszyklus erst von Neidert hierher versetzt worden sein. Anstelle der Erschaffung der Tiere war vor der Restaurierung von 1903–1905 das heute im Universitätsmuseum ausgestellte Trinitätsbild eingeflickt. Die Fenster der Genesiswerkstatt [↓ Reste eines Genesiszyklus in Chor I] werden an anderer Stelle im Katalog behandelt (s. S. 379–403).