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5119 Kirchhain
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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 61. Kirchhain

Netz, Hof

Hof · 214 m über NN
Gemarkung Langenstein, Gemeinde Kirchhain, Landkreis Marburg-Biedenkopf 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Hof

Lagebezug:

3,5 km östlich Kirchhain

Lage und Verkehrslage:

Gutshof im Netzbachtal am Rande der Ohmniederung nahe der B 454

Ersterwähnung:

750/779

Siedlungsentwicklung:

Partielle Ortswüst Vor 1520 wird auf der offenbar verlassenen Siedlung eine Wasserburg errichtet; Reste des Wallgrabens noch erkennbar. 1577 befindet sich auf dem Hof eine Mühle. 1782: Burg mit Wallgraben; im Vorhof Mühle nebst 2 kleinen Häusern und Scheuern; Herrenhaus 1910 abgerissen.

Historische Namensformen:

  • Nezzaha (750/779, nach Abschrift des 12. Jahrhunderts) [Urkundenbuch des Klosters Fulda 1, Nr. 116]
  • Nezehe (1118/1137)
  • Nethtphe (um 1248)
  • Nefterweg (1358) [Flurnamen]
  • Netzmöhlen (1577)
  • Netz (1872)
  • Netze (1816)
  • Netz (1846)

Bezeichnung der Siedlung:

  • hof 1577;
  • adliger Hof 1655 und 1786;
  • Burg 1782;
  • Landgut 1813

Älteste Gemarkungskarte:

Kt.: 1751

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3497981, 5632417
UTM: 32 U 497908 5630604
WGS84: 50.82714911° N, 8.970289888° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

53401109003

Flächennutzungsstatistik:

  • 1858 (Kasseler Acker): ca. 67 Land, ca. 30 Gärten undWiesen, ca. 6 Triescher. - Kt.: 1751

Einwohnerstatistik:

  • 1577: 1 hausgesessene
  • 1812: 2 Wohnhaus mit 19 Bewohner
  • 1885: 1 Wohnhaus mit 4 Bewohner
Verfassung

Altkreis:

Marburg

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 750/779 überträgt (Gf.?) Argoz dem Kloster Fulda den dritten Teil seines Besitzes in N. - 1118/1137 erwirbt das Erzstift Mainz von einem dominus Hugo ein Gut zu N. Um 1248 hat das Erzstift Abgaben aus N., die nach Amöneburg geleistet werden. -
  • 1577 steht der Hof der N.-Mühle dem Rentmeister zu Marburg zu. 1605 erlangt der hessische Rat Johann Magnus aus Kirchhain Dienstbefreiung für die von ihm erworbene N.-Mühle. Später ist der adlige Hof nebst Mühle im Besitz der Familien von Gall, die ihn 1816 an die Frh. von Fürstenberg verkaufen. 1858 ist das verpachtete Gut Eigentum des Frh. von Dörnberg.
Wirtschaft

Mühlen:

1858 hat die N.-Mühle 1 oberschlächtigen Mahlgang

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Netz, Hof, Landkreis Marburg-Biedenkopf“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/9243> (Stand: 8.11.2017)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde