Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Übersichtskarte Hessen
Messtischblatt
5516 Weilmünster
Moderne Karten
Kartenangebot der Landesvermessung
Historische Karten
Herzogtum Nassau 1819 – 17. Cubach

Weitere Informationen

Weilmünster

Ortsteil · 178 m über NN
Gemeinde Weilmünster, Landkreis Limburg-Weilburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf; Gemeinde

Lagebezug:

Weilmünster liegt 22 km nordöstlich von Limburg.

Lage und Verkehrslage:

An der L 3054 und der Weil gelegen.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Weilburg – Bad Homburg ("Weiltalbahn") von 1891 bis zur Stilllegung der Strecke 1988 (Die Teilstrecke Weilburg - Weilmünster wurde am 1.11.1891 eröffnet und am 1.2.1988 stillgelegt, die Teilstrecke Weilmünster - Laubuseschbach wurde am 15.5.1892 eröffnet und am 19.9.1968 stillgelegt und die Teilstrecke Weilmünster - Usingen wurde am 1.6.1909 eröffnet und am 28.9.1969 bis Grävenwiesbach stillgelegt).

Ersterwähnung:

1217

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3455846, 5588522
UTM: 32 U 455789 5586727
WGS84: 50.43089626° N, 8.37752182° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

533018110

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 2412, davon 721 Acker (= 29.89 %), 210 Wiesen (= 8.71 %), 1279 Holzungen (= 53.03 %)
  • 1961 (Hektar): 2488, davon 1338 Wald (= 53.78 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1885: 1411, davon 1378 evangelisch (= 97.66 %), 32 katholisch (= 2.27 %), 1 Juden (= 0.07 %)
  • 1961: 3675, davon 2499 evangelisch (= 68.00 %), 1074 katholisch (= 29.22 %)
  • 1970: 8897

Diagramme:

Weilmünster: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Fürstentum Nassau-Weilburg, Amt Weilmünster
  • 1806: Herzogtum Nassau, Amt Weilmünster, Kirchspiel Weilmünster
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Weilburg
  • 1849: Herzogtum Nassau, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk III (Kreisamt Hadamar)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Weilburg
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Oberlahnkreis
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis
  • 1946: Bundesland Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Limburg-Weilburg

Altkreis:

Oberlahnkreis

Gericht:

  • 1816: Amt Weilburg
  • 1849: Justizamt Weilburg
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Weilburg
  • 1867: Amtsgericht Weilburg

Gemeindeentwicklung:

Am 1.4.1950 wurde Audenschmiede zum Marktflecken Weilmünster eingemeindet (Staatsanzeiger für das Land Hessen Nr. 21 vom 27.5.1950).

Zur Entwicklung der im Zuge der hessischen Gebietsreform neu gebildeten Gemeinde s. Weilmünster. Sitz der Gemeindeverwaltung ist Weilmünster.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1217: Geistlicher
  • um 1330: Pfarrer

Pfarrzugehörigkeit:

Im 18. Jahrhundert gehörten zur Pfarrei Audenschmiede, Aulenhausen, Dietenhausen, Ernsthausen, Langenbach, Lützendorf, Möttau und Rohnstadt.

Patronat:

Das Patronat gehörte 1391 den von Essershausen.

1477 übten Friedrich und Johann Rode, Heinrich von Mosbach, Volprecht von Schwalbach sowie Henne von Hattstein das Patronatsrecht als Lehen des Hochstifts Worms gemeinsam aus.

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in Nassau-Weilburg ab 1526.

Erster evangelischer Pfarrer: Jakob Schorbrant 1516-1536, unbekannt, seit wann evangelisch.

Seit 1817 unierte Pfarrei.

Kirchliche Mittelbehörden:

Trierer Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Dekanat Kirberg

Kultur

Schulen:

Schulmeister: Matern Planck 1593

Wirtschaft

Mühlen:

1806 gehören 3 Mühlen zu Weinbach.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Weilmünster, Landkreis Limburg-Weilburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/8701> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde