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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 18. Witzenhausen

Weitere Informationen

Werleshausen

Stadtteil · 141 m über NN
Gemeinde Witzenhausen, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

5 km südöstlich von Witzenhausen gelegen

Lage und Verkehrslage:

Über der Mündung eines kleinen Baches in die Werra die Kirche, darunter hufeisenförmig ummauerter Lindenplatz und kleines geschlossenes Dorf mit unregelmäßigem Grundriß und kleinem Gut; nach Süden straßendorfähnlicher Dorfteil, am Ende großes Gut.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Bebra – Friedland ("Bebra-Friedländer-Bahn"; "Werratalbahn III") (Inbetriebnahme der Strecke 15.5.1876).

Ersterwähnung:

874

Historische Namensformen:

  • Uuilderolteshusun (874) [Schmidt Urkundenbuch Eichsfeld Nr. 4 Fälschung]
  • Wederoldeshusen, zcu (1336) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, Nr. (1451)]
  • Wederwaldeshusen, zu (1355)
  • Wederoldishusin (1364)
  • Wellerßhusen, zcu (1458)
  • Wideruldeßhusenn (1495)
  • Wederaldeshusen, von (1496)
  • Wederoldeshußen, zu
  • Wedderoldeshußenn, zu (1525)
  • Wederolshaußen (1588)
  • Werleshausen (1592)
  • Wiedervoltshausen (1605)

Bezeichnung der Siedlung:

  • 874: villa (Fälschung)
  • 1336: Dorf

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Umlegung der Flur:

eingeleitet 1963

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3563962, 5688271
UTM: 32 U 563863 5686435
WGS84: 51.32562271° N, 9.91655799° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

636016150

Flächennutzungsstatistik:

  • 1961 (Hektar): 628, davon 186 Wald (= 29.62 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 509, davon 435 evangelisch (= 85.46 %), 70 katholisch (= 13.75 %)
  • 1970: 551Einwohner

Diagramme:

Werleshausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1807-1813: Königreich Westfalen, Departement des Harzes, Distrikt Heiligenstadt, Kanton Gerbershausen
  • 1816: Königreich Preußen, Provinz Sachsen, Regierungsbezirk Erfurt, Kreis Worbis
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis

Altkreis:

Witzenhausen

Gericht:

  • 1357 - 1849: Gesamtgericht Hanstein
  • 1945: Amtsgericht Witzenhausen

Gemeindeentwicklung:

Wegen der Eisenbahnlinie werden im Wanfrieder Abkommen 1945 Werleshausen und Neuseesen dem Kreis Witzenhausen in der amerikanische Besatzungszone angegliedert.

Am 31.12.1971 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Eingemeindung in die Stadtgemeinde Witzenhausen, deren Stadtteil Werleshausen wurde.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1336: Die von Hanstein tauschen dem Berthold von Boykendorf ihren Hof zu Werleshausen.
  • 1355: Die von Hanstein erwerben den halben Zehnten und 4 Hufen zu Werleshausen als Pfand von Thilo von Wikenand und Lotze von Witzenhausen; den Rest des Dorfes erwerben sie von den Gebrüdern von Worbis.
  • 1357: Abt Heinrich von Fulda belehnt die Gebrüder von Hanstein mit Dorf Werleshausen und den Gütern, die sie von den von Worbis kauften.
  • 1364: Elsbeth von Ebeleben, Witwe des Heinrich von Hanstein, verkauft dem Wilhelmitenkloster Witzenhausen ein Vorwerk und Zinsen aus der Mühle des Dorfes Werleshausen.
  • 1388: Revers der Söhne und Töchter des Thilo von Wikenand zur Erwerbung von 1355
  • 1447: Das Wilhelmitenkloster Witzenhausen erwirbt einen Zins zu Werleshausen.
  • 1458: Landgraf Ludwig belehnt die von Bodenhausen mit dem halben Zehnten zu Werleshausen.
  • 1495: Die Gebrüder von Hanstein verkaufen 2 Teile ihres Dorfes Werleshausen an Dietr. von Schachten.
  • 1525 und 1527: Das Wilhelmitenkloster Witzenhausen besitzt Zinsen zu Werleshausen.

Zehntverhältnisse:

874: König Ludwig der Deutsche bestätigt dem Kloster Fulda Zehntrecht zu Werleshausen.

Fälschung 1299: Heinrich von Ziegenberg entsagt seinen Äckern zu Rieden als Entschädigung für den Zehnten zu Werleshausen, den der Erzbischof von Mainz dem Kloster Hilwartshausen übertragen hat.

1324: Die Richter des Stuhls zu Mainz erkennen die Entsagung des Heinrich von Ziegenberg auf den Zehnten zu Werleshausen an.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Fachwerkkirche 1803 - 1806 erbaut, Kanzelaltar von 1806

Pfarrzugehörigkeit:

1567: Pfarrei

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Kirchliche Mittelbehörden:

Vor 1945: Kirchenkreis Heiligenstadt

1945: Kirchenkreis Witzenhausen

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Werleshausen, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/7251> (Stand: 29.5.2018)
 
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